CDU-Stadtverband Bendorf
Eine solche Antwort erbost die Stromberger Bürger
Ausbau L306: Landesregierung sieht kein Versäumnis - Anfrage von Josef Dötsch
Bendorf-Stromberg. Bei der seinerzeitigen Bürgerversammlung vor dem Beginn des Ausbaus des unteren Teils der L306 zwischen Sayn und Stromberg war es sehr sachlich zugegangen. Die Stromberger Bürger vertrauten der Zusage des Landesbetriebs Mobilität (LBM), dass die Straße zwischen Stromberg und Isenburg, die als Umleitungsstrecke herhalten musste, so instand gesetzt werde, dass sich die ohnehin großen Zumutungen für die Betroffenen wenigstens in dieser Beziehung erträglicher gestalten würden. Ein Trugschluss, wie sie später feststellen mussten. Das Befahren der Umleitungsstrecke ist wegen ihrer geringen Breite ohnehin kein Fahrvergnügen. Besonders eng aber ist sie im untersten Bereich zwischen der Ortslage Isenburg und Isenburg-Siedlung. Und gerade dort sind die meisten Schlaglöcher, die sich keineswegs erst in den vergangenen Monaten aufgetan haben. Dem CDU-Landtagsabgeordneten Josef Dötsch waren die Klagen der Bürger zu Ohren bekommen, die sich besonders der in Stromberg wohnende Erste Beigeordnete der Stadt Bendorf, Bernhard Wiemer, immer wieder anhören musste. Und deren Berechtigung er aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen konnte. Während in den vergangenen Wochen die Arbeiten an der L306 ruhten und die Straße befahren werden konnte, steht in absehbarer Zeit die Wiederaufnahme der Arbeiten an, die mit einer achtmonatigen Vollsperrung verbunden sein werden. Die Stromberger fürchten, dass sie dann wieder mehr als ein halbes Jahr lang die „Holper-Ausweichstrecke“ befahren müssen. Sie haben aber, wie sie sagen, „null Bock darauf, sich ihre Fahrzeuge zu ruinieren“. In einer „Kleinen Anfrage“ hat sich daher Josef Dötsch an die Landesregierung gewandt und nachdrücklich auf eine klärende Antwort gepocht. Die liegt jetzt vor. Darin steht, dass die Landesregierung die angegebenen Vorwürfe schlichtweg als unberechtigt zurückweist. „Für die betroffenen Bürger, die die eklatanten Mängel hundertfach miterleben mussten und wohl bald wieder miterleben müssen, ist das eine Ohrfeige und eine Verhöhnung“, sagt Dötsch. Umso ärgerlicher sei das, weil die Vertreter des LBM vor zahlreichen Augen- und Ohrenzeugen in der Bürgerversammlung klar und unmissverständlich die Herrichtung der Ausweichstrecke versprochen hätten. „Vor allem deshalb waren die Bürger seinerzeit ja auch so ruhig und sachlich geblieben“, so Dötsch, der gerade in solchen gebrochenen Versprechungen eine der Ursachen für die zunehmende Politikverdrossenheit sieht. Zugleich müsse aber auch die Beschilderung verbessert werden, die Fahrzeugen über 3,5 Tonnen das Befahren der Umleitungsstrecke untersagt.
Pressemitteilung des
CDU-Stadtverbands Bendorf
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