Bewerbertraining für Bendorfer Realschüler in Neuwied
Einladung zum Assessment-Center
Bendorf/Neuwied. Auch in diesem Jahr boten die Neuwieder Handelsbetriebswirte ein Bewerbertraining für die Bendorfer Realschüler an. „Wir suchen einen freundlichen, teamfähigen Azubi mit der Leidenschaft für Lebensmittel“: Im Oktober erhielten die neunten Klassen der Karl-Fries-Realschule plus in Bendorf einen Brief der „food akademie Neuwied“. Ein optimaler Anlass, um eine gute Bewerbung zu schreiben mit Anschreiben, Lebenslauf und einem Foto. Gestartet wurde die Aktion von neun angehenden Handelsbetriebswirten, für die nach deren elfmonatiger Weiterbildung an der Bundesfachschule des Lebensmittelhandels in Neuwied die Auswahl von Azubis eine berufliche Aufgabe sein wird. Gespannt wurden die Bewerbungen erwartet. Nach der Auswertung wurden Bewerbungsfragen entwickelt: „Was sagen Ihre Freunde über Sie? – Warum haben Sie sich bei uns beworben?“. Mitte März war es dann soweit: 42 nervöse Realschüler trafen auf das „Auswahlkomitee“ im Business-Outfit. Nach der Begrüßung in der Mensa startete direkt ein zweistündiger Wissenstest, parallel dazu wurden die Bewerbungsgespräche geführt. Die neun Studenten zeigten sich äußerst positiv überrascht über die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Schüler. „So manche Bewerbung ließ vorher Gegenteiliges vermuten“, wissen sie. Im strategischen Teamspiel - dem Bau einer „Eierflugmaschine“ – tauten die Schüler langsam auf. Hierbei galt es, ein rohes Ei mithilfe eines Luftballons, Papier, Klebestreifen und einer Schnur „unfallfrei“ aus drei Meter Höhe auf den Boden gleiten zu lassen. Begeistert forderten die Schüler eine zweite Runde: Da konnte das Fluggerät richtig getestet werden. Die Eier wurden aus dem Fenster geworfen. Für dieses Spiel braucht man durchaus Teamgeist, technisches Verständnis und Sorgfalt. Auch für Produkte aus dem „Neuwieder Supermarkt“ - dem Lehrmarkt der Fachschule - gestalteten die Schüler eine gelungene Verkaufspräsentation. Zudem galt es, eine freie Rede zu meistern, anhand von zwei Begriffen musste eine Minute lang ohne Pause eine passende Geschichte erzählt werden. Im Rahmen einer Gruppendiskussion stellte sich dann die Frage, welche Gegenstände man denn zum Überleben auf dem Mond braucht. Bei dieser Aufgabe zählt nicht nur Durchsetzungsvermögen, sondern auch die Fähigkeit, anderen zuzuhören und für die Meinung der Kollegen offen zu sein. Die Feedbackgespräche bildeten den Abschluss eines gelungenen Tages. Zwei Wochen später waren die Betriebswirte dann in Bendorf zu Gast und überreichten den Schülern die Zertifikate für diesen Tag in einer Gesprächsrunde.PS