Politik | 10.03.2015

Internationaler Frauentag

Frauen, die Geschichte schrieben

GRÜNEN-Politikerin Ingrid Bäumler hatte nach Andernach eingeladen

Interessierte Damen begaben sich auf die Spuren interessanter Frauen, die die Geschichte und das Gesicht der Stadt Andernach in Jahrhunderten in beeindruckender Weise prägten. privat

Andernach. Anlässlich des Internationalen Frauentages lud Ingrid Bäumler, Sprecherin der GRÜNEN für den Kreisverband Mayen-Koblenz ein. Mit dem von der Stadt Andernach organisierten Rundgang "Frauenblicke" begaben sich interessierte Frauen auf die Spuren interessanter Frauen, die die Geschichte und das Gesicht der Stadt Andernach in Jahrhunderten in beeindruckender Weise prägten. Ungewöhnliche, selbstbestimmte Wege wurden schon damals bestritten. So sorgten zum Beispiel im Mittelalter die Beginen selbst für ihren Unterhalt durch Handarbeit, Krankenpflege und Totenwäsche. Sie lebten „keusch und züchtig, arbeitsam und verträglich zusammen“, so beschreibt es die Literatur. Zurück im Jetzt spannte Natascha Lentes, Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit in Neuwied und Arbeitsmarktexpertin, den Bogen zur derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt: „Frauen arbeiten häufig in Teilzeit oder Minijobs und oftmals in schlechter bezahlten Berufen. Sie verdienen fast ein Viertel weniger als Männer. Die Folge liegt auf der Hand: Nicht selten haben Rentnerinnen zu wenig Geld zur Verfügung, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und das bedeutet für viele dieser Frauen Altersarmut.“ Vor diesem Hintergrund stellte Lentes, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Mayener Stadtrat und Kandidatin für den Landesvorstand, die aktuelle Statistik der Frauen am regionalen Arbeitsmarkt vor. Diese zeige zwar durchaus erfreuliche Entwicklungen im Zehn-Jahresvergleich aber noch immer sei ein Großteil der Frauen auch im Kreis Mayen-Koblenz in Teilzeit oder gar in geringfügiger Beschäftigung tätig. Die Ursachen hierfür können natürlich auch in der persönlichen Lebenssituation begründet sein. „Eine gerechte, familienorientierte Personalpolitik erreichen wir nur durch das Aufbrechen der traditionellen Erwerbs- und Arbeitszeitmuster. Hier sind bessere Kinderbetreuungsangebote, flexible Arbeitszeitmodelle und eine finanzielle Förderung von partnerschaftlichen Erwerbsmodellen entscheidende Ansätze“, so Lentes. Eine rege Diskussion schloss sich an. Trotz bestehender Nachteile waren sich die Beteiligten einig: Es ist gut, heute und nicht im Mittelalter zu leben. Dennoch muss der Weg zu mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt weiter verfolgt werden. „Die Einführung der Frauenquote bei börsennotierten Unternehmen kann nur ein erster Schritt sein, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Lebensverhältnissen von Frauen und auch zunehmend allein- und (mit)erziehenden Männern anzupassen. Dies ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein beim Produktionssektor stehen bleiben darf. Die Unterprivilegierung von Frauen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen erfordert mehr als nur eine formale Vertretungsquote.“ so Ingrid Bäumler zum Ende der Veranstaltung. Pressemitteilung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Mayen-Koblenz

Interessierte Damen begaben sich auf die Spuren interessanter Frauen, die die Geschichte und das Gesicht der Stadt Andernach in Jahrhunderten in beeindruckender Weise prägten. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Weinblütenfest Mayschoß
Empfohlene Artikel
Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
70

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blick in die St.-Pius-Straße in Bachem.  Foto: ROB
1045

In der Kreisstadt wird die Geschwindigkeit kontrolliert:

Ab 15.06.: Blitzer in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 15. Juni bis 21. Juni in der Kalenderwoche 25 Geschwindigkeitskontrollen in den Stadtteilen Lohrsdorf und Bachem. Die Messungen sind in der Sinziger Straße in Lohrsdorf sowie in der St.-Pius-Straße in Bachem vorgesehen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
2728

Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.

Weiterlesen

Mit Dank und Blumen verabschiedete Bürgermeister Christoph Moor Gabriele Zils, die 15 Jahre lang Schiedsfrau war.
451

Teilfläche soll für 350 000 Euro verkauft werden – Verwaltung ist dagegen

Bendorf: Stadtrat will Verkleinerung der Spielfläche am Mülhofener Kirchhofsweg

Bendorf. Ausgebremst hat der Bendorfer Stadtrat seinen Bürgermeister Christoph Mohr. Denn der wollte nicht, dass die Spiel- und Freifläche am Mülhofener Kirchhofsweg durch Teilverkauf verkleinert wird. Ungewöhnlich, denn meistens herrscht zwischen Stadtrat und Bendorfer Verwaltung „Friede, Freude, Eierkuchen“, denn überwiegend werden Verwaltungsvorlagen einstimmig durchgewunken.

Weiterlesen