Allgemeine Berichte | 05.07.2013

Lebenshilfe Mayen-Koblenz e.V. und „Netzwerk Inklusion“

Gelungener Einsatz für die Gleichstellung von Behinderten

Gelungener Einsatz für die Gleichstellung von Behinderten

Kreis Mayen-Koblenz/Berlin. Auf Einladung von Mechthild Heil (MdB) machte sich die Lebenshilfe Mayen-Koblenz zusammen mit dem „Netzwerk Inklusion“ kürzlich auf den Weg nach Berlin.

„Wenn einer eine Reise tut, so kann er viel erleben“, so heißt es wohl - und genau das taten die zehn Teilnehmer auf ihrer 3-tägigen Reise tatsächlich. Schon bei der Anreise gab es interessante Begegnungen und Gespräche: So traf man im Zug auf Küchen-Chef Mario Kotaska, der sich gerne mit einem Teil der Gruppe fotografieren ließ und sich Zeit für ein kurzes Gespräch nahm. Im Abteil wurde die Gruppe von einem Verantwortlichen der Reha-Care-Messe beobachtet und buchte Michaela Kurp als Rollstuhlfahrerin für eine Dokumentation zur Barrierefreiheit auf der im September stattfindenden Messe in Düsseldorf. Neben diesen positiven Erlebnissen gab es allerdings auch Hindernisse, die Menschen im Rollstuhl alltäglich behindern, so zum Beispiel defekte oder erst gar nicht vorhandene Aufzüge an Bahnhöfen. Um in diesem Fall überhaupt zum Bahnsteig zu gelangen, waren weite Wege und Kraftanstrengungen erforderlich und immer wieder war man angewiesen auf fremde Hilfe.

Angekommen in Berlin, ging es direkt los ins Gewusel und Gewimmel der Hauptstadt. Berlin stellte sich hierbei direkt als eine kommunikative Weltstadt vor, in der es normal ist, verschieden zu sein. Menschen helfen, ohne viel zu fragen, Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich zum Alltagsbild und die Stadt ist auf Menschen mit Beeinträchtigungen gut eingestellt: Busse besitzen ausklappbare Rampen, Menschen rücken mal eben zur Seite und reichen Hände, wenn eigene Kräfte nicht ausreichen. Eine gute und mutmachende Erfahrung für die Gruppe, die man direkt am zweiten Tag ins Gespräch mit Mechthild Heil einbrachte. Dass die Umsetzung von Inklusion allerdings noch ein sehr weiter Weg ist und oft schon an „Barrieren in den Köpfen“ scheitert, blieb nicht unerwähnt.

Mechthild Heil war sichtlich betroffen von den persönlichen Erfahrungen, die Michaela Kurp und Frau Hofmann vom „Netzwerk Inklusion“ schon in ihrem Leben machen mussten - und immer noch machen.

Den Aufbau eines „Netzwerkes Inklusion“ für den Landkreis MayenKoblenz fand Mechthild Heil sehr wichtig und unterschrieb direkt auch die Gründungserklärung. Aber nicht genug, denn „nur Reden und Nichts-Tun“ möchte sie nicht: Daher sagte sie spontan ihre Teilnahme an der „Inklusiven Disco“ am 12. Juli in der Laacher See Halle in Mendig zu und stimmte hier Bereichsleiterin Frau Reuter-Nossin zu: „Inklusion muss man leben, nicht machen. In kleinen Schritten und eben einfach mittendrin dabei sein“. Die Gruppe freut sich auf das Wiedersehen und war sich nach Verlassen des Bundestages sicher: Es war nicht die letzte Begegnung mit Mechthild Heil und sicher auch nicht die letzte Fahrt der Lebenshilfe Mayen nach Berlin.

Nähere Infos zum „Netzwerk Inklusion“ sind bei Elke Steckenstein, Lebenshilfe Kreisvereinigung Mayen-Koblenz e.V., Tel. (0 26 51) 96 91 10 oder elke.steckenstein@lebenshilfe-mayen.de erhältlich.

Küchen-Chef Mario Kotaska traf man im Zug. Foto: E. Steckenstein

Besuch der Vertreterinnen und Vertreter der Lebenshilfe und des Netzwerkes Inklusion im Bundestag bei Mechthild Heil (MDB). Foto: M. Reiss

Gelungener Einsatz für die Gleichstellung von Behinderten

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Anzeige "Rund ums Haus"
Doppelseite PR/Anzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
31

Bendorf. Die Stadt Bendorf ruft in diesem Jahr zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „abpflastern“ auf. Ziel der Aktion der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz ist es, versiegelte Flächen zu entsiegeln und so einen Beitrag zu mehr Grün, besserem Mikroklima und erhöhter Lebensqualität zu leisten. Der Wettbewerbszeitraum läuft vom 21. März bis zum 31. Oktober.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2242

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
130

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Titel
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Dauerauftrag 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige