CDU Kreis Frauen Union Mayen-Koblenz
Gute medizinische Versorgung auf dem Land ist zentrales Anliegen!
Informationsveranstaltung der CDU-Frauenunion fand gute Resonanz
Polch. Im Mai sprach das Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Bundestages Erwin Rüddel auf Einladung der Kreis Frauen Union Mayen-Koblenz in Polch zum Thema „Medizinische Versorgung im ländlichen Raum“. Nach der Begrüßung durch die Kreisvorsitzende Hedi Thelen und dem informativen Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den zahlreichen Zuhörern. Erwin Rüddel ist seit 2009 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Neuwied-Altenkirchen Mitglied des Bundestages. Dem Wunsch der CDU-Fraktion, als Vertreter des ländlichen Raums im Bundestagsausschuss für Gesundheit zu arbeiten, kam Rüddel gerne nach. Vor dem Hintergrund dieser Arbeit konnte Erwin Rüddel somit den Gästen in Polch viele Informationen und Einblicke in die aktuellen gesundheitspolitischen Arbeitsschwerpunkte des Bundestags geben.Eine der Hauptsorgen der Menschen insbesondere im ländlichen Raum ist, irgendwann keinen Hausarzt mehr in erreichbarer Nähe zu finden. Dies ist tatsächlich eine Entwicklung, die mit Zahlen schon heute belegt werden kann. Allerdings hat sich der Bundestag neue Wege über das Versorgungsstrukturgesetz für flexiblere Praxisgestaltungen einfallen lassen. So können Hausärzte mit einer Praxis in der Stadt im ländlichen Raum eine zweite Niederlassung eröffnen und dort Ärzte anstellen. Dies war bislang nicht möglich. So musste ein Arzt grundsätzlich auch am Praxisort wohnen. Besonders den zwischenzeitlich vielen jungen Medizinstudentinnen wird diese Berufsmöglichkeit entgegen kommen. Umfragen haben erbracht, dass Ärzte bereit sind, wöchentlich im Schnitt 60 Stunden in ihrem Beruf zu verbringen, junge Ärztinnen arbeiten dagegen nur rund 35 Std. in der Woche in ihrem Beruf. Allerdings wird auch die Versorgung mit Fachärzten schwierig werden. Durch die gesetzlich vorgegebene Verkleinerung der Planungsbezirke wird auch hier erreicht, dass sie näher zum Patienten kommen. Aber schon heute sind viele Menschen bereit, für die Behandlung beim Spezialisten weite Wege in Kauf zu nehmen. „Zum Glück ist die freie Arztwahl in unserem Gesundheitssystem möglich. In vielen anderen Ländern wird diese deutlich eingeschränkt, insbesondere dort, wo Einheitskassen bestehen“, so Hedi Thelen, Kreisvorsitzende. Die anschließende Diskussion reichte von Themen wie Medikamenten- und Heilmittelverordnungen bis zur Abwanderung junger gut ausgebildeter Ärzte ins Ausland, weil sie dort deutlich besser bezahlt werden.
Pressemitteilung der
CDU Frauen-Union
Kreisverband Mayen-Koblenz
