Allgemeine Berichte | 29.07.2013

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Herkulesstaude: Gefährliche Schönheit

Kreis MYK. Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ist mit bis zu vier Metern Höhe und ihren bis zu 50 Zentimeter im Durchmesser großen weißblühenden Dolden kaum zu übersehen. Die bizarre Schönheit der Pflanze täuscht bisweilen über die Gefahr hinweg, die von ihr ausgeht. Die Herkulesstaude hat es in sich. Sie enthält ein tückisches Gift, unterdrückt andere Pflanzen und breitet sich in geradezu bedrohlichem Maße vor allem an Bach- und Flussläufen sowie den Rändern von Wegen und Feldern aus. Es handelt sich um keine einheimische Pflanze, sondern um einen sogenannten Neophyt. Die aus dem Kaukasus stammende Pflanze wurde in Westeuropa in botanischen Gärten kultiviert und ist von dort vielerorts ausgewildert worden. Die giftige und gefährliche Herkulesstaude ist inzwischen auch in unserer Region zu einem ernst zu nehmenden Problem geworden. Deshalb gibt die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz einigeTipps zum Umgang mit dieser Pflanze.

Tipps im Umgang mit der Herkulesstaude

Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Kinder sollten von den Standorten ferngehalten werden. Wissenswert und zu beachten ist, dass alle Pflanzenteile das Gift Furocumarin enthalten, das zu schweren allergischen Reaktionen führt. Bei Berührung mit diesem Saft in Verbindung mit Sonnenbestrahlung kommt es zu starken Verbrennungen der Haut. Kinder sind besonders gefährdet. Die Pflanze wurzelt sehr tief und treibt nach dem Abschneiden mehrfach wieder aus. Erforderlich zur effektiven Bekämpfung ist in jedem Fall ein mindestens 15 Zentimeter tiefes Ausgraben der Wurzel (bis in diese Tiefe reicht in der Regel eine die Regenerationsanlagen tragende Verdickung) und eine mehrjährige Nachsorge. Zudem bildet eine einzelne Pflanze tausende von Samen aus. Die abgetrennten Pflanzenreste vertrocknen in der Regel sehr schnell und sollten am besten an Ort und Stelle verbrannt werden. Dies gilt auch für die Blütenstände, die unter Umständen noch vom Vorjahr aufgefunden werden. Auf keinen Fall dürfen die samentragenden Pflanzenteile kompostiert werden. Bei der Bekämpfung der Herkulesstaude sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der ganze Körper durch geeignete Kleidung geschützt ist. Auch beim Verbrennen der Pflanzenteile besteht die Gefahr des Verspritzens von heißem Pflanzensaft. Nach einem vermeintlichen Kontakt mit der Pflanze sollte die betreffende Hautpartie vorsichtshalber gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Empfohlen wird zudem Sonnenschutzcreme aufzutragen und für ein paar Tage die Sonne zu meiden. Bei starken Verbrennungen sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Weitere Infos bei Erika Schmitt, unter Tel. 10 81 05 oder bei Joachim Hoffmann, Tel. 10 83 19.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Stellenanzeige Reinigungskraft
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
292

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
167

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Daniel Robbel.  Foto: privat
1214

Sinzig. Die Krupp Verlags GmbH stellt die redaktionelle Spitze ihrer Wochenzeitung BLICK aktuell neu auf: Daniel Robbel übernimmt ab sofort die Position des Chefredakteurs. Damit geht eine wichtige Aufgabe innerhalb des Unternehmens an einen langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter, der die Entwicklung des Mediums seit vielen Jahren maßgeblich mitgeprägt hat. Bislang wurde die Funktion der Chefredakteurin von Geschäftsführerin Susanne Tack in Personalunion ausgeübt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
5607

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Die Zufahrtstraße für die künftige Kläranlage Untere Ahr wird an der B266 zwischen B9-Hochkreisel und Ortseingang Kripp gebaut.
415

Remagen/Kripp. Der Neubau der Kläranlage Untere Ahr macht weitere Fortschritte: Mit dem Bau der neuen Zufahrtsstraße wurde jetzt begonnen. Damit wird eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Gesamtprojekts geschaffen.

Von Reiner Friedsam aus Sinzig

Weiterlesen