CDU-Arbeitskreis zu Besuch bei der Firma Ball Packaging Europe
Hohe Recyclingquote bei Getränkedosen
Weißenthurm. Einweggetränkeverpackungen kommen nach Gebrauch auf die Mülldeponie, die Mehrwegflasche wird gespült und wird dann weiter verwendet. So einfach wie diese Rechnung zugunsten des Umweltschutzes klingt, ist die heutige Verpackungswelt nicht mehr. Dies wissen auch die Mitglieder des Arbeitskreises Verbraucherschutz der CDU Landtagsfraktion. Sie beschäftigen sich mit den vielfältigen Varianten der Verpackungswirtschaft. Deshalb suchten sie auch den Kontakt zum größten rheinland-pfälzischen Getränkedosenhersteller, der Firma Ball Packaging Europe in Weißenthurm. Vielschichtig haben sich im Laufe der Jahre die Wege der Abfallvermeidung sowie die Frage der Energiebilanz der einzelnen Verpackungsmaterialien entwickelt. Die Einheitsflasche ist der individuellen Flaschenform gewichen. 1.500 verschiedene Flaschenformen und -größen in 3.000 verschiedenen Kästen sprechen eine eindeutige Sprache. Weite Rücktransporte der Individualflaschen zur Heimabfüllung sind die Regel und kosten wertvolle Transportenergie und Kapazität. Ein wichtiger Kosten- und Umweltvorteil gegenüber der Einwegverpackung schwindet dahin. Die Getränkedose bietet mit einer Recyclingquote von 98,9 Prozent für Aluminium und 99,1 Prozent für Stahl (Quelle: GVM=Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung 2015) eine hohe Rückführung in den Wertstoffkreislauf der notwendigen Rohstoffe, die vollständig und beliebig oft ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden können. Die Mitglieder des CDU Arbeitskreises konnten die Innovationskraft des Weißenthurmer Unternehmens kennenlernen. So gelang es, das Eigengewicht der Getränkedose in den vergangenen Jahren erheblich zu senken. Dies macht sich beim Transport und dem Rohstoff- und Energiebedarf bei der Herstellung der Dose positiv bemerkbar. Die Getränkedose hat sich in die Spitze der umweltfreundlichen Getränkeverpackungen entwickelt. „Es ist uns dadurch gelungen, den Marktanteil wieder auf ein wirtschaftliches Maß zu heben. Damit konnten auch die Arbeitsplätze in Weißenthurm im internationalen Wettbewerb erhalten werden,“ so Wolfgang Hinkel von der Firma Ball, der auf die schwierige wirtschaftliche Lage des Unternehmens bei Einführung des Dosenpfandes anspielte. „Jede Verpackungsart wird sich auch in Zukunft immer wieder dem technischen Stand sowie der Energiebilanz der Konkurrenzprodukte im Sinne der Verbraucher stellen müssen,“ so Josef Dötsch, der örtliche Landtagsabgeordnete. „Dies schließt aber auch eine ideologisch motivierte zusätzliche und nicht gerechtfertigte Lenkungsabgabe aus, die ständig von den Grünen gefordert wird. Die Messlatte für regulierende Maßnahmen muss sich ausschließlich an den Fakten orientieren.“Pressemitteilung
Josef Dötsch, MdL
