Allgemeine Berichte | 06.02.2016

Wilhelm-Remy-Gymnasiums verabschiedet Studiendirektorinnen in den (Un)ruhestand

"Hummeln dürften gar nicht fliegen, tun es aber trotzdem"

Kurzweilige und zugleich rührende Feierstunde mit viel Einfall und Musik

"Hummeln dürften gar nicht fliegen, tun es aber trotzdem"

Bendorf. Mit Ende des ersten Schulhalbjahres begann für zwei engagierte Kolleginnen und Schulleitungsmitglieder des Wilhelm-Remy-Gymnasiums ein neuer Lebensabschnitt. Die Leiterin des Integrationsbereiches, Doris Bernhard, sowie die Mittelstufenleiterin, Annette Heckmann, verabschiedeten sich in ihren wohlverdienten (Un)ruhestand, jedoch nicht, ohne zuvor mit einer kurzweiligen und zugleich rührenden Feierstunde gewürdigt zu werden. Über zehn Jahre lang haben beide in ihrer jeweiligen Funktion das Schulleben des Bendorfer Gymnasiums entscheidend mitgestaltet und geprägt. Mit fachlicher Kompetenz, sozialem Engagement und pädagogischem Feingefühl begleiteten sie Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kollegen und werden der Schulgemeinschaft fortan „mit ihrer Erfahrung und ihrem unermüdlichen Einsatz fehlen“, wie der stellvertretende Schulleiter Johannes Arnold in seiner Ansprache feststellte. Anerkennende Worte des Dankes sprachen auch die Mitglieder des Personalrates sowie die Runde der Schulleitungsmitglieder aus und wiesen sinnierend auf das, was nun kommen möge. Ute Jung und Bernd Günter, Schulleiterin und Konrektor der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied, waren ebenfalls zu der Verabschiedungsfeier gekommen und lobten die überaus gute und langjährige Zusammenarbeit zwischen ihrer Schule und dem Kompetenzbereich Inklusion sowie Doris Bernhards beständige Offenheit für Neues. Daran schloss sich auch Kathrin Lemler an: „Obwohl Hummeln aufgrund ihrer biologischen Veranlagung gar nicht fliegen können dürften, tun sie es trotzdem.“ Vor acht Jahren hat die heutige Studentin der Rehabilitationswissenschaften am Bendorfer Gymnasium die allgemeine Hochschulreife erreicht - in sechs Jahren und mit unterstützter Kommunikation. Damit wurden nicht nur neue Wege beschritten, sondern auch scheinbar Unmögliches möglich gemacht. Neben musikalischen Untermalungen durch Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium lockerten auch die Darbietungen und Elogen der Fachschaften die Feierstunde auf: ein Forscherkollegium, das im Jahre 2516 die Heckmannschen Spuren am Mittelrhein zu deuten versucht, das gestrickte Ebenbild von Frau Bernhard und die Ratschläge aus Spemann’s Schatzkästlein erheiterten das Publikum sowie die beiden Ehrengäste und ließen kaum ein Auge trocken. Schließlich bedankte sich auch die Schülervertretung mit einer riesigen Zeugnistorte bei Annette Heckmann und das Team des Integrationsbereiches bedachte Doris Bernhard mit einem Ehrenpreis für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit. Zu guter Letzt fanden die beiden Pensionärinnen selbst noch Worte des Dankes an die Schulgemeinschaft, aber auch an ihre Familien. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken beide letztlich glücklich und dankbar der nun kommenden Zeit entgegen.

Annette Heckmann zeichnete sich lange für die Mittelstufenleitung verantwortlich.

Kathrin Lemler fand warme Worte für die ehemaligen Lehrerinnen. Fotos: privat

Doris Bernhard leitete den Integrationsbereich der Schule mit großem Engagement.

"Hummeln dürften gar nicht fliegen, tun es aber trotzdem"

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