Abfallkonzept 2016
Im Altpapier steckt bares Geld
Erlöse aus dem Recycling reduzieren Entsorgungskosten
Kreis Mayen-Koblenz. In jedem Kilo Papier stecken durchschnittlich 700 Gramm Altpapier. Entsprechend groß ist das Interesse, möglichst viel Papier wieder in den wirtschaftlichen Kreislauf zu bringen. Hier hat sich in Deutschland ein bedeutender Markt entwickelt, der auch in Mayen-Koblenz beim Abfallwirtschaftskonzept 2016 eine große Rolle spielt: Je mehr Papier der Kreis einsammeln und verkaufen kann, desto geringer und stabiler bleiben die Gebühren für die Abfallentsorgung insgesamt. „Von allen Rohstoffen, die wir aus dem Abfall für eine neuerliche Verwertung gewinnen können, ist Altpapier mit 61 Prozent der mengenmäßig bedeutendste“, erklärt Carsten König, Leiter des Abfallreferats im Kreishaus. „Wir haben ein großes Interesse, dieses Potenzial auszuschöpfen, denn im Markt gibt es eine große Nachfrage nach Altpapier. Das wollen und werden wir nutzen.“
Beim Thema Papier ändert sich für die Bürger im Kreis mit dem neuen Abfallwirtschaftskonzept 2016 recht wenig. Die Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen wird wie bisher alle vier Wochen abgefahren. Diese Leerungen können zu einem Grundpreis genutzt werden. Als Stellschraube für die Grundgebühr können Eigentümer zwischen den Behältergrößen 120, 240 oder 1100 Liter wählen: „Somit haben die Bürger durch die Wahl der Tonnengröße eine weitere Möglichkeit, die Höhe ihrer Abfallgebühren zu beeinflussen“, so König.
Wie die Tonnen für Bio- oder Restmüll, so wird auch die Papiertonne einen Chip haben, sodass sie einem Grundstück genau zugeordnet werden kann. Noch nicht konkretisiert, aber schon in den Überlegungen enthalten, ist das Konzept eines Bonussystems, wie Dagmar Menges, Leiterin der Umweltabteilung, betont: „Der Chip eröffnet uns die Möglichkeit einer Payback-Option, also einer Gutschrift in Abhängigkeit des bereitgestellten Papiers und der Marktpreisentwicklung.“ Auf einen genauen Zeitpunkt mag sie sich noch nicht festlegen: „Aber ich gehe derzeit davon aus, dass wir das zeitnah mit dem Start des neuen Systems 2016 angehen.“
Voraussetzung für eine effiziente Nutzung ist dabei die Frage: Wie sauber trennen die Bürger künftig ihren Müll? Nur sortenreines Papier kann im Recycling beste Ergebnisse erzielen. Ins Papierfach gehören daher Verpackungen aus Papier und Pappe, auch Faltschachteln, Kartons, Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte und Kataloge sowie Schreib-, Kopier- oder Computerpapier. Auch Bücher können in der Papiertonne entsorgt werden, wenn der Einband aus Karton oder dicker Pappe besteht. Da Milch- und Safttüten mit Kunststoffen verklebt sind, haben sie in der Papiertonne ebenso wenig zu suchen wie Tapeten, Kohle-, Paus- und Faxpapier oder Aktenordner.
Papier wird im Schnitt sechsmal wiederverwendet. Im Kreis Mayen-Koblenz ist erklärtes Ziel, beizutragen, dass Deutschland von den Spitzenplätzen des Papierverbrauchs absteigt. Rund 250 Kilo stehen pro Kopf und Jahr bei jedem Bürger zu Buche. Zum Vergleich: Nachbar Frankreich kommt mit gut 150 Kilo aus, Belgien dagegen ist Spitzenreiter im Verbrauch mit 330 Kilo. „Die Abholzung wertvoller Regenwälder und die damit einhergehende Belastung des Klimas sind gewichtige Argumente, sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. Die Ökobilanz von Recyclingpapier ist außerordentlich gut im Vergleich mit sogenannten Primärpapierfasern“, sagt Carsten König. „Wenn wir lokal unseren Beitrag zu einem umweltfreundlichen Landkreis leisten, wenn wir das bundesweit beherzigen, dann wird auch global der Verbrauch sinken. Und nicht zuletzt: Ein sinkender Verbrauch reduziert auch die Entsorgungskosten - und entlastet die Haushaltskasse der Bürger.“
Pressemitteilung
Landkreis MayenKoblenz
Artikel melden
Unfallursache auf Hunsrückhöhenstraße weiterhin ungeklärt
21.06.: Motorradfahrer erliegt Verletzungen nach Unfall bei Koblenz
Koblenz. Am Sonntag, dem 21. Juni 2026, ereignete sich gegen 11:32 Uhr ein tragischer Unfall auf der B 327, bekannt als "Hunsrückhöhenstraße", zwischen Koblenz und Waldesch.
Weiterlesen
Das arme Tier konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien - doch zum Glück gibt es die Feuerwehr!
20.06.: Dramatischer Einsatz im Westerwald: Feuerwehr rettet Pferd aus Wassergraben
Waldbreitbach. Am Samstag, den 20.06.2026, wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach um 21:46 Uhr mit der Einheit Waldbreitbach zu einer Tierrettung am Mühlengraben in Waldbreitbach alarmiert.
Weiterlesen
Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab
20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen
Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften.
Weiterlesen