In mehreren Bienenstöcken wurde Faulbrut-Erreger nachgewiesen
Fünf Proben mit positivem Nachweis - Stöcke werden weiter beobachtet
Kreis Mayen-Koblenz. In mehreren Bienenstöcken rund um die Unfallstelle des Lasters, der spanischen Honig transportiert hatte, sind geringe Mengen des Faulbrut-Erregers nachgewiesen worden. Das hat das sogenannte Monitoring von Bienenständen ergeben. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ruft die Imker daher zu zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen auf.
„Bei den Imkern haben wir vom Fachzentrum für Bienen in Mayen Proben ziehen lassen“, erklärt Dr. Susanne Duckart vom Veterinäramt im Kreishaus. Ergebnis: In fünf der 18 Proben wurden die Erreger der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen - jedoch in geringen Mengen. „Diese Mengen bewegen sich in einem Rahmen, der einen Ausbruch unwahrscheinlich macht“, erklärt Duckart. Die Bestände der betroffenen Imker werden aber weiter durch die Sachverständigen auf Anzeichen eines Ausbruchs der Seuche untersucht. „Im kommenden Winter wird sich wenig verändern. Im Frühjahr werden daher weitere Proben notwendig sein, dann schauen wir, wie sich der Gesundheitsstatus in den Stöcken entwickelt hat.“
Den Imkern wird nun dringend geraten, vorbeugende Maßnahmen zur Gesunderhaltung ihrer Völker durchzuführen, um einen Ausbruch der Bienenseuche bereits im Vorfeld zu verhindern. Dazu gehört, Honig oder Honigreste nicht zu verfüttern, Fluglöcher in den Stöcken zu verengen und Waben oder Bienenprodukte für Bienen unzugänglich zu lagern: „Eine gründliche Hygiene am Bienenstand und der gebrauchten Geräte ist neben einer guten Futterversorgung der Völker sehr wichtig.“
Positiv für die Imker: Der Honig ist nicht betroffen, da die diesjährige Ernte zu dem Zeitpunkt des Unfalls bereits abgeschlossen war. Zudem weist die Veterinärin noch einmal klar darauf hin, dass von Faulbrutsporen grundsätzlich keinerlei Gefahr für den Menschen ausgeht.
Weitere Infos für Imker unter Tel. (02 61) 108-455.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
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