Allgemeine Berichte | 22.02.2013

Weißer Ring in Mayen-Koblenz unter neuer Führung

Kompetent und verlässlich

Polizeibeamter i.R. Bernd Junglas leitet die Außenstelle der Opferhilfsorganisation

Amtseinführung des neuen Außenstellenleiters im Kreishaus in Koblenz (v. l.): Rosemarie Hauröder, Landrat Dr. Alexander Saftig, Bernd Junglas (Außenstelle Mayen-Koblenz), Karl-Heinz Weber (Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz) und Wolf Hinrich Apel (Außenstelle Koblenz). US

Koblenz. Seit Februar dieses Jahres hat die Außenstelle Mayen-Koblenz der Opferhilfsorganisation Weißer Ring mit Bernd Junglas wieder einen eigenen Außenstellenleiter. Die beiden bisher von Wolf Hinrich Apel geleiteten Außenstellen Koblenz und Mayen-Koblenz werden nach sieben Jahren funktionell getrennt und ermöglichen Kriminalitätsopfern kürzere Wege und schnellere Hilfe. Bernd Junglas (65) Beamter im Ruhestand, arbeitete fast 46 Jahre im Polizeidienst, davon über 40 Jahre bei der Kriminalpolizei. Er war stellvertretender Leiter der Kripo in Andernach und danach Kommissariatsleiter bei der Kriminalinspektion Mayen in verschiedenen Kommissariaten.

Durch seinen Polizeidienst kennt er den Weißen Ring und seine Hilfestellung für Opfer von Straftaten.

Seit seiner Pensionierung engagiert sich Junglas als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Weißen Ring. Ein besonderes Anliegen ist ihm, Menschen zu helfen, die durch tragische Ereignisse in Not geraten sind. Einen Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit sieht der neu ernannte Außenstellenleiter im weiteren Aufbau seiner Außenstelle. Zurzeit arbeiten sechs ehrenamtliche Mitarbeiter in der neuen Außenstelle Mayen-Koblenz. Eine weitere Mitarbeiterin befindet sich in der Ausbildung. Die Mitarbeiter sind sich einig: „Es gibt keinen schöneren Lohn für die ehrenamtliche Arbeit, als ein kleines Lächeln der Zuversicht.“ Der bisherige Außenstellenleiter für den gesamten Bereich Koblenz und Mayen-Koblenz Wolf Hinrich Apel leitet weiterhin die Außenstelle in der Stadt Koblenz. Er freut sich, dass durch die Ernennung von Junglas die Arbeit des Weißen Rings im Landkreis Mayen-Koblenz noch verstärkt wird. Auch werden weiterhin für die Arbeit des Weißen Rings interessierte ehrenamtliche Menschen gesucht. Gerade jüngere Menschen sind zur Mithilfe im Verein aufgerufen. Der Weiße Ring wurde im September 1976 von 17 Gründungsmitgliedern in Mainz ins Leben gerufen. Initiator und Mitbegründer war Eduard Zimmermann. Der Weiße Ring zählt zur Zeit 53.000 Mitglieder und unterhält bundesweit rund 420 Anlaufstellen für Kriminalitätsopfer mit rund 3.000 ehrenamtlichen Helfern. Menschlicher Beistand und persönliche Betreuung nach einer Straftat, Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen sind dabei nur ein kleiner Bestandteil der vielfältigen Aufgabengebiete des Vereins. Das bundesweite Opfer-Telefon ist unter der Nummer 116006 zu erreichen. Wer aktiv helfen will, wendet sich an die Bundesgeschäftsstelle in Mainz oder an eine der Außenstellen. Der Weiße Ring hilft Kriminalitätsopfern, schnell, umfassend und direkt. Zur Ernennung von Bernd Junglas im Kreishaus kam auch Landrat Dr. Alexander Saftig, der sich für die neue Anlaufstelle bedankte. Auch der Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz Polizeipräsident Karl-Heinz Weber bezeichnete die neue Außenstelle und den neuen Außenstellenleiter als einen Gewinn für die Organisation. Das gestiegene Aufkommen Hilfesuchender hatte die neue Außenstelle nötig gemacht. Weber lobte Bernd Junglas als einen verlässlichen und sehr kompetenten Menschen, der die neue Außenstelle und seine Mitarbeiter sehr engagiert leiten werde.

Amtseinführung des neuen Außenstellenleiters im Kreishaus in Koblenz (v. l.): Rosemarie Hauröder, Landrat Dr. Alexander Saftig, Bernd Junglas (Außenstelle Mayen-Koblenz), Karl-Heinz Weber (Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz) und Wolf Hinrich Apel (Außenstelle Koblenz). Foto: US

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