Das Gesicht einer Stadt
Medien sehen Koblenz
Generationentreffen Koblenzer Medienmacher am Samstag 18. Oktober im Schloß
Koblenz. Dabei bauen alte, elektronische und neue Medien – immer noch – aufeinander auf. Alles begann mit dem Wort, dem folgte das Bild, die Fotografie, bevor es zu Bilderfolgen, dem Film kam. An der Historie der Medien kommt niemand vorbei, auch diese Talkrunde nicht. Die erste etablierte Zeitung in Deutschland wird 1615 die Frankfurter Postzeitung, die 1705 gegründete Hildesheimer Zeitung ist immer noch im Druck. Die in Koblenz - als geistige Nachfolge des Rheinischen Merkurs gedachte - Rhein-Zeitung ist seit 1946 auf dem Markt, sie ist die größte Tageszeitung in Rheinland-Pfalz.
Die Verlegerfamilie Krupp druckt erfolgreich in 5. Generation Heimatzeitungen - kontinuierlich seit 1876 für die Region.
Die Erfindung des fotographischen Bildes gelang erst 1798 und 1834 die des Photopapieres – es sind fast 200 Jahre bis heute vergangen. 1960 geht die Videokamera geht in Massenproduktion 1970 entstand die Digitalfotographie mit Chipentwicklung. 2003, die Digitalkamera setzt sich durch. 2014 ist sie bereits die Kamera für jedermann und jederfau.
Carla Röllinghoff leitet seit 2013 als 1. Vorsitzende das Projekt Koblenzer Stadtfotograf mit namhafter Jury und überregionaler Kommission. Als Diplom Fotodesignerin hat sie viel über die Ausbildung und Begleitung von jungen Fotografen zu berichten. Das Kulturprojekt Koblenzer Stadtfotograf gilt bundesweit als Rarität und ist bereits 11 Jahre alt. Unter dem Titel Koblenzer Stadtfotograf hat dieses Kulturphänomen bereits diverse Bände zur Stadt herausgebracht. Susanne Krupp zeigt Wege der Heimatzeitungsgeschichte auf. Das Mediumzentrum Krupp betritt heute dabei die Wege neuer elektronischer Medien - mit aktuellem Blick aufs online TV und regionale Berichterstattung.
Medienkompetenz, -schutz wie auch Cybermobbing sind die Themen von Günter Betram, LMK-Mitglied und geschäftsführender Leiter des MKN. Er lässt filmfreudige Bürger und Pädagogen auch mal TV-Beiträge machen - von Redaktion bis Ton, Bild und Schnitt.
Dorian Goerke - ein junger Filmemacher auf dem Weg zum Filmproduzent berichtet über den Alltag im regionalen Privatfernsehen - vor und hinter der Kamera.
Wie wird man Fotograf, Filmemacher, Verleger – welche Tugenden braucht es dazu? An welchen Orten lernt man was?
Jedes Medium hat seine Stärken und Grenzen, seine Berechtigung. Die Moderatorin Petra Lötschert fragt sich dabei: Können sich Medien selbst im Wettbewerb kooperativ ergänzen? Welches Medium verfügt über welche Stärken? Medien - kommerziell wie unkommerziell - gestalten das Gesicht ihrer Region. Wer macht was? Wer findet wie die Bilder, Worte und Werte für diese Stadt?
Und wie sieht das Koblenzbild der Zukunft aus? Raumtemperaturen werden nach Bewegungsprofilen der Besitzer per Smartphone automatisch programmiert, unser Kühlschrank bestellt Waren bei Rewe? Auch über diese Medienentwicklung informiert die Talkrunde. Der Kultursalon Koblenz gilt als neutrale Arche Noah für Bildung und Kultur. Hier ist Bildung spannend. Eintritt frei!
Der Kultursalon Koblenz präsentiert am 18. Oktober einen besonders spannenden Diskurs ab 17.30 Uhr im Kurfürstlichen Schloß/Eingang GrandCafè. Medienmacher treffen sich im Kurfürstlichen Schloß zu einem Gespräch über die aktuelle regionale Mediensituation. Fotografen, Verleger, Filmemacher vertreten ihre Meinung zu ihrem Koblenzbild.
