Politik | 06.07.2015

Europa-Union Mayen Koblenz

Mehrtagesfahrt nach Amsterdam und Den Haag

Vom 12. bis 14. September

Mayen-Koblenz.

Samstag, 12. September

Huis Doorn, das Exil Kaiser Wilhelms II. Wilhelm II (1859 - 1941) wird 1888, im „Dreikaiserjahr“, mit 29 Jahren König von Preußen und deutscher Kaiser. Als 1918 der Krieg verloren war und sein Reichskanzler Max von Baden am 9. November die Abdankung des Kaisers verkündete, befand sich Wilhelm II. im deutschen Hauptquartier im belgischen Spa, er ging am 10. November über die Grenze in die neutralen Niederlande - ins Exil. 1919 erwarb er das „Huis Doorn“. Wilhelm konnte den Familienbesitz großteils nachkommen lassen: 59 Güterwaggons voll mit Möbeln und Kunstwerken aus dem 18. und 19. Jahrhundert - moderne Kunst war sein Ding nicht. Das Haus ist umgeben vom 35 Hektar großen Schlosspark, der in den benachbarten Forst übergeht. Dort hauste er dann mit der Axt - über 20 Jahre. Man erfährt bei einer Führung, wie der frühere Kaiser, umgeben von Erinnerungen, Hof hielt und die Wiederherstellung der Monarchie erwartete. Übernachtung: ****Hotel van der Valk. Das Hotel liegt nahe Schiphol Airport und ganz in der Nähe von Amsterdam und Den Haag - es besteht die Möglichkeit zur abendlichen Fahrt nach Amsterdam zum Bummeln, Shoppen oder ersten Besichtigungen.

Sonntag, 13. September

Nach Amsterdam, Grachtenrundfahrt im Panorama - Boot ; die Fahrt dauert circa 1 ½ Stunden bis Pier 5, nahe der Centraal-Station. Aufbruch in die Innenstadt: St. Nicolaaskerk. Die Kirche wurde erst im späten 19. Jahrhundert erbaut in einer Kombination von mehreren historistischen Stilen, insbesondere des Neo-Barock und der Neo-Renaissance. 1999 wurde sie aufwändig restauriert und 2012 zur Basilika (minor) erhoben. Begijnhof: Beginen = Frauen in einer Gemeinschaft christlich andächtigen Lebens ohne Klostergelübde - sie führten ein frommes, eheloses Leben in ordensähnlichen Hausgemeinschaften, zum Teil Verfolgung durch die Inquisition als „häretisch“. Königlicher Palast ( erbaut 1648 ), Synagogen, Stadthuis (Rathaus, 17.Jh.), Anne Frank Haus, Prinsengracht 263, hier versteckte sich die 1934 wegen der einsetzenden Verfolgung der Bürger jüdischen Glaubens aus Frankfurt geflohene deutsche Familie Frank im Hinterhaus eines Geschäfts- und Lagerhauses: Das Hinter-haus war vor Einblicken geschützt, während der Zeit der deutschen Besetzung lebten hier neben Otto Frank und seiner Frau Edith Frank-Holländer deren Kinder Margot und Anne, zudem Hermann und Auguste van Pels mit ihrem Sohn Peter sowie Fritz Pfeffer über zwei Jahre auf weniger als 50 Quadratmeter in abgedunkelten Räumen: Anne Frank schrieb in dieser Zeit ihr Tagebuch. Sie wurden verraten, am 4. August 1944 von der Gestapo verhaftet und deportiert. Anne und Margot Frank starben im KZ Bergen-Belsen. Rembrandt-Huis, hier finden wir Radierungen, Kupferstiche und Zeichnungen - sie zeigen, wie Rembrandt mit wenigen Strichen sich oder andere skizzieren konnte. Die rekonstruierten Wohnräume zeigen, wie er zwischen 1639 und 1658 lebte - weit über seine Verhältnisse: er musste Haus und Inventar verkaufen. Rijksmuseum, errichtet zwischen 1876 - 85, zeigt niederländische Malerei vom 15. bis 19. Jahrhundert., der Schwerpunkt liegt auf dem 17. Jahrhundert; am prominentesten ist Rembrandts: „Die Kompanie des Frans Banning Cocq“ - bekannter als „ Die Nachtwache“ - das Werk aus 1642 zeigt eine Bürgerwehr des 17. Jahrhunderts: die Niederlande kämpften damals in einem 80-jährigen Krieg um ihre Loslösung von der spanischen Herrschaft.

Montag, 14. September

Nach Den Haag, Stadtrundfahrt ( zwei Stunden im Bus ) 13 bis 16 Uhr bis zur Heimreise könnten gesehen werden: das Maurits-Huis: Hier ist die königliche Gemäldegalerie untergebracht. Die Sammlung zeigt unter anderem zwei der berühmtesten Gemälde aus dem 17. Jahrhundert: Jan Vermeers „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ und „ Die Anatomiestunde des Dr. Tulp“ von Rembrandt oder den Binnenhof (Parlament und - Regierungssitz): Der Gebäudekomplex stammt aus dem 13. Jahrhundert, er beherbergt heute das Amt des Ministerpräsidenten. Außerdem befinden sich hier die Eerste Kamer (der Senat) und die Tweede Kamer (das Parlament ). Im Rittersaal, einem der ältesten Gebäude im Binnenhof, eröffnet der König traditionell im September - am Prinsjesdag - das Parlamentsjahr und hält die Thronrede: Die schreibt ihm die Regierung. Oder das Stadthuis , erbaut von Richard Meier, einem zeitgenössischen amerikanischen Architekten und Pritzker-Preis-Träger - er hat unter anderem das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck und das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt geplant - das Haus wird im Volksmund wegen seiner kühlen Ausstrahlung auch „Eispalast“ genannt . Oder den Friedenspalast, noch vor dem Ersten Weltkrieg im Stil der Neorenaissance erbaut, gestiftet von Andrew Carnegie; hier ist der Sitz des Internationalen Gerichtshofs sowie des internationalen Schiedsgerichts. Zur prachtvollen Innenausstattung haben Länder aus der ganzen Welt beigetragen. Der Marmor für die Flure und die große Freitreppe im Foyer kommen zum Beispiel aus Italien, die schmiedeeisernen Zäune kommen aus Deutschland. Zäune bauen konnten wir wohl schon immer ganz gut. Eine Besichtigung ist nach Voranmeldung möglich, es kann auf jeden Fall das multimediale Besucherzentrum angesehen werden.

Anmeldung

Geschäftsführerin Lis Pink, Von der Leyenstr. 19, 56736 Kottenheim, Tel. (0 26 51) 94 67 78, Email: epink@t-online.de

Pressemitteilung der

Europa-Union Mayen Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2025
Stellenanzige
Vollstreckungsstelle
Mitarbeiter in der Gebäudereinigung (m/w/d)
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Anzeige Sonne aufs Dach - o.B.
Stellenanzeige Schießstand Aufsicht
Anzeige KW 24
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Daniel Ferber ist zwischenzeitlich überregional bekannt. Mit seiner Hymne „Kowelenz“ landete er bereits vor Jahren einen Überraschungs-Erfolg. Mit der Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“ gibt er erneut eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt ab.
739

Mundart-Sänger Daniel Ferber mit neuem Projekt:

Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“

Koblenz. Das Jahr 2006 ist vielen Koblenzern in guter Erinnerung: nicht nur durch das deutsche „Sommermärchen“, sondern auch durch ein ganz besonderes Projekt. Unter dem Motto „Dau bes Kowelenz“ produzierten Dirk Zimmer und das Café Hahn ein Kultvideo. Der bekannte Koblenzer Mundart-Sänger hat sich dieses Video vor einigen Wochen durch Zufall noch einmal angeschaut. Spontan entstand bei ihm die Idee, das Projekt in moderner Form neu aufzulegen und weiterzudenken.

Von Horst Hohn aus Mülheim-Kärlich

Weiterlesen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz vor Ort am Peter-Altmeier-Ufer: Die neuen Fahrbahnschwellen mit beidseitigen Durchlässen für den Radverkehr ersetzen die zuvor kritisierten Einengungen.
94

Koblenz. Die Anpassungen der Verkehrsführung am Peter-Altmeier-Ufer sind fürs Erste abgeschlossen. Die Stadt Koblenz hat damit Maßnahmen umgesetzt, die den Kernforderungen der Petition von Philip Rünz weitestgehend entsprechen. Für den CDU-Landtagsabgeordneten und Stadtrat ist das auch ein Erfolg der Bürgerinnen und Bürger, die die Petition mit rund 1.400 Unterschriften unterstützt haben. „Diese Verbesserungen zeigen, dass Bürgerbeteiligung wirkt.

Von Büro Philip Rünz MdL aus Koblenz

Weiterlesen