An 45 Stellen im Landkreis Mayen-Koblenz wird seit zehn Jahren Kork gesammelt
Naturstoff gilt als sehr kostbar
Bäume können erstmals nach 25 Jahren Wachstum geschält werden
Mayen-Koblenz. Postkarten landen an der Pinnwand, der Dämmstoff in der Wand, der Korken in der Flasche Wein. Wohin jedoch wandert der dafür verarbeitete Kork, wenn er nicht mehr gebraucht wird? Nicht in den Restmüll, denn zum Entsorgen ist der Naturstoff zu kostbar. An 45 Stellen im Landkreis Mayen-Koblenz wird seit zehn Jahren Kork gesammelt. Vor seiner Verarbeitung ist Kork nichts anderes als eine Zellschicht unter der Rinde der Korkeiche, welche im westlichen Mittelmeerraum beheimatet ist. Die Bäume können erstmals nach 25 Jahren Wachstum geschält werden. Danach alle acht bis zehn Jahre.
Kork wird auf verschiedene Arten genutzt. Ob als Pinnwand, Fußbodenbelag, Dämmmaterial, orthopädische Schuheinlage oder dem typischen Flaschenkork. Der Naturstoff überzeugt durch Wasserabweisung, Elastizität und eine niedrige Wärmeleitfähigkeit. Das macht Kork vielfältig einsetzbar. Da Kork nur begrenzt vorhanden ist, wird er gesammelt und später wiederverwendet. „Die Sammlung des Korks trägt zum verantwor-tungsvollen Umgang mit unseren wertvollen Naturrohstoffen und somit zum Umweltschutz bei. Wir haben für die Bürger im Landkreis viele Stellen eingerichtet, die den Kork in reiner Form, also als Flaschenkorken oder Pinnwände sammeln“, so Carsten König, Referatsleiter der Abfallwirtschaft des Landkreises.
Die Sammelstellen sind im Internet unter www.kvmyk.de (Suchbegriff: Kork) oder auch telefonisch bei der Umweltberatung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter Tel. (02 61) 10 84 17 zu erfragen.Pressemitteilung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
