Gewaltpräventionskurs an der Bendorfer Bodelschwingh-Schule
„Nicht mit mir“ – Starke Kinder schützen sich
Zusammenarbeit von Jugendbüro, Stadtverwaltung und Schule ermöglichte Kurs
Bendorf. Im Rahmen der Präventionsarbeit des Jugendbüros der Stadtverwaltung Bendorf fand in Zusammenarbeit mit der Bodelschwingh-Schule im Zeitrahmen von zwei Wochenendkursen der Gewaltpräventionskurs „Nicht mit mir“ für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen statt.
Durchgeführt wurde der Grundkurs von den zwei erfahrenen Trainern Thomas Andrée und Klaus-Ulrich Feldmeier vom Deutschen Judo Bund und Ju-Jutsu Verband. Der Kurs basiert auf drei Säulen: Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.
Schwerpunkt des Kurses ist das präventive Verhalten. In allen Bereichen wurde diskutiert, was man tun kann, um nicht in gefährliche Situationen zu geraten. Dabei wurden die Möglichkeiten „Hilfe holen“ und „Hilfe organisieren“, ohne selbst in Gefahr zu kommen, stetig thematisiert.
Den Schülern wurde insbesondere vermittelt, wie sie in Notsituationen deutlich auf sich aufmerksam machen können, beispielsweise durch lautes Schreien. Auch wurde veranschaulicht, wie wichtig es ist, die kostenlose Notrufnummer der Polizei, 110, zu kennen sowie Namen, Anschrift und Telefonnummer weitergeben zu können. Die Referenten machten überdies den Teilnehmern deutlich, dass es von großem Vorteil ist, die Möglichkeiten der Erreichbarkeit von ein bis zwei Familienmitgliedern jederzeit sicherstellen zu können. Die Vermittlung der Theorie wurde konsequent im Wechsel mit Rollenspielen, Bewegungs- und Koordinationsspielen als auch Schlagtechniken an Pratzen sowie interaktiv mit didaktischen Mitteln erarbeitet.
„Wir haben gelernt, wie wir uns in schwierigen Situationen verhalten müssen, das war am Anfang gar nicht so einfach“, so eine Schülerin. Zum Abschluss des Kurses bekamen alle ein Heft mit den wichtigsten Tipps und eine Urkunde für den erfolgreichen Abschluss.
Nach vier Tagen intensiven Trainings strahlten die gestärkten Kinder stolz. „Als Eltern stellten wir zu Hause fest, dass unsere Kinder durch das Nachdenken und Einüben der verschiedenen Situationen ihr Bewusstsein im positiven Sinne erweitert haben“, sagte eine Mutter.