Paul e.V. begrüßte Ministerin Irene Alt
Der im Stadtjugendring neu aufgenommene Mitgliedsverein stellte seine Tätigkeiten vor
Bendorf. Jüngst besuchte auf Einladung des Stadtjugendring Bendorf e.V. die rheinland-pfälzische Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Irene Alt, den neu aufgenommenen Mitgliedsverein Verein Paul. e.V.
Projektleiterin Regina Moog berichtete über die Tätigkeiten des Vereins. Junge Leute unter 25 Jahren, die sich in Bezug von Arbeitslosengeld II befinden, erhalten hier engagierte Hilfe von aktuell drei Mitarbeitern. Konkret bedeutet dies professionelle Unterstützung bei der Suche nach beruflichen Orientierungspraktika, Lehr- oder Ausbildungsstellen oder aktive Hilfe bei der Herausarbeitung persönlicher Neigungen und Fähigkeiten.
Bei Paul e.V. können die Jugendlichen schulische Defizite ausgleichen oder auch Vorstellungsgespräche üben. Wichtig ist den engagierten Mitarbeitern, nicht nur die technischen Voraussetzungen für den Arbeitsmarkt herauszuarbeiten, sondern auch wichtige Schlüsselqualifikationen zu festigen.
In dem Gespräch, an dem auch Bendorfs Bürgermeister Michael Syré und die beiden Landtagsabgeordneten Katharina Raue und Dieter Klöckner teilnahmen, wurde aber auch klar formuliert, dass sich die Rahmenbedingungen für Soziale Arbeit - auch über die Grenzen von Paul e.V. - weiter verbessern müssen. Soziale Arbeit, wie sie hier ausgeübt wird, muss sozialraumorientiert und auf Dauer angelegt sein, um langfristige Erfolge bei den Jugendlichen zu verzeichnen. Damit wird auch der Standort Bendorf gestärkt.
Ebenso zu Wort kamen im weiteren Gesprächsverlauf natürlich auch die Jugendlichen. „Wir finden es gut, dass wir die tolle Hilfe direkt vor Ort haben. Außerdem ist die fast familiäre Atmosphäre sehr angenehm und fördert die eigene Motivation und damit den Erfolg“ so zwei junge Frauen, die auch von einer Reihe von Schwierigkeiten zu berichten wissen: „Ich würde ja gerne eine Ausbildung in Teilzeit machen“, so eine junge Mutter, „aber das ist wohl zurzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist ja nicht nur so, dass ich so einfach keine Ausbildung finde, sondern damit ja auch kein Geld bekomme und somit auch keine Wohnung habe.“
Neben dieser Problematik ist es außerdem wichtig, auch weiterführende Hilfe über den Projektzeitraum hinaus anbieten zu können. Viele junge Erwachsene haben Probleme in der Ausbildung und brechen im schlimmsten Fall diese ab. Regina Moog möchte dem nicht weiter tatenlos zusehen. Zusammen mit den Jugendpflegern der Stadt Bendorf, Max Prümm und Ines Lindemann-Günther soll ein Patenschaftsprojekt organisiert werden, welches Jugendlichen eine weitere Stütze in der Ausbildung sein soll.
Pressemitteilung
Stadtjugendring Bendorf