Kreisjugendamt rückt Missbrauchsfälle in den Fokus
Präventionsveranstaltungen gegen sexualisierte Gewalt
Kreis MYK. Immer wieder werden neue Fälle des sexuellen Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen bekannt. Oft sind die Täter im unmittelbaren Umfeld der Opfer zu finden. Viele Missbrauchsfälle bleiben lange unerkannt, da die Öffentlichkeit nicht aufmerksam auf mögliche Hinweise reagiert und nicht handlungssicher im Hinblick auf die schwierige Thematik ist. Es ist daher wichtig, diejenigen zu informieren und zu schulen, die im Rahmen ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen unmittelbaren Kontakt haben. Das Kreisjugendamt Mayen-Koblenz nahm sich dieser Problematik an und vermittelte bei Veranstaltungen in den Grundschulen Bendorf und Ochtendung Handlungssicherheit im Umgang mit dem Thema „Prävention gegen sexualisierte Gewalt“.
Prävention beim Kinder- und Jugendschutz war Schwerpunktthema
Die Veranstaltungen fanden im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Was sind uns unsere Kinder / Jugendlichen wert?“ statt. Sie zielten darauf ab, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und ein differenziertes Bild der Jugendamtsarbeit zu vermitteln. Neben der Vorstellung des allgemeinen Tätigkeitsfeldes des Jugendamtes lag der Schwerpunkt beim Thema Prävention beim Kinder- und Jugendschutz. Gisela Braun, von der „Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW“, zeigte mit ihrem Fachvortrag den Teilnehmenden, wie man Handlungssicherheit im Umgang mit der Thematik erlangt. Sie informierte über die Hintergründe und möglichen Ursachen sowie die Strategien der Täter. Auch die Erlebnisse der Betroffenen waren Bestandteil ihres Vortrages. Es wurde den rund 130 Besuchern der beiden Veranstaltungen aufgezeigt, wie Helfer gestärkt und Opfer unterstützt werden können.
Die vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Veranstaltungen wurden vom Kreisjugendamt des Landkreises Mayen-Koblenz durchgeführt und der kommunalen Jugendpflege der Ortsgemeinden Bendorf und Ochtendung unterstützt.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
