Politik | 21.04.2015

FDP-Stadtverband Bendorf

Restmüll soll reduziert werden

Der Saal der „Stadt Bendorf“ war prall gefüllt.privat

Bendorf. Offensichtlich hatte sich der FDP-Stadtverband Bendorf das richtige Thema für seine Bürger-Infoveranstaltung ausgesucht, denn der Saal der „Stadt Bendorf“ war prall gefüllt, als der FDP-Vorsitzende Günther Bomm die zahlreich gekommenen Bürger begrüßte. Er führte an, dass der Bendorfer FDP die herbe Niederlage bei der jüngsten Stadtratswahl mit dem Verlust von vier Ratsmandaten und einer Beigeordneten geschmerzt habe, jedoch beweise nicht nur die heutige Veranstaltung, dass die FDP wieder nach vorn blicke, um Vertrauen zurückzugewinnen. Er begrüßte Carsten König und Anne Facsar als sach- und fachkundige Referenten des Referats Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung.

König erklärte in einem 30-minütigen Vortrag das neue, ab 2016 gültige Abfallkonzept. Nach 25 langen Jahren sei das bisherige Verfahren nicht mehr zeitgemäß, zumal die Kombi-Tonnen (Restmüll und Bioabfall) aus der Mode gekommen seien. Zudem müssten diese Tonnen bei Ersatz aus den USA und Ersatzteile teuer aus den Niederlanden bezogen werden. Ein ganz wichtiges Ziel sei es aber, den im Landkreis im Vergleich mit anderen Gebietskörperschaften sehr, sehr hohen Anfall von Restmüll mit knapp 200 Kilogramm pro Person pro Jahr zu reduzieren.

Dafür sieht das neue Konzept künftig je eine gesonderte Tonne für Bioabfall und Restmüll vor. Während die Bio-Tonne wie bisher alle zwei Wochen geleert wird, wird die Restmülltonne nur noch bei Bedarf, mindestens viermal und maximal 13 Mal pro Jahr geleert. Eine solche Leerung kostet zum Beispiel für eine 240-Liter-Tonne 8,28 Euro. Hiernach könnten also bei geringem Restmüllanfall zum Beispiel durch vermehrte Trennung (Bio/Glas/Papier/Plastik) jährlich bis zu 74,52 Euro gespart werden. Es würde also nicht nur den eigenen Geldbeutel entlasten, sondern jeder könnte einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Papiersammeln wird übrigens entlohnt. Je nach Größe des Behälters werden pro Leerung von 1,43 Euro bis 13,09 Euro vergütet. Die Zählung der Leerungen erfolgt für alle Tonnen mit einem an dem Behälter integrierten Chip. Ebenso sind die Behälter dem Nutzer namentlich gut lesbar zugeordnet.

Der Referent lobte das neue Konzept als flexibles und gerechtes System. Die Verantwortlichen hätten sich erst nach umfangreichen Erkundungen (dort, wo das Konzept schon praktiziert wird) und einer Bürgerbefragung dazu entschlossen. Dem Argument, dann würde wieder Müll illegal entsorgt, wurde widersprochen. Die andernorts gemachten Erfahrungen bewiesen das Gegenteil.

Facsar erläuterte die erst vor wenigen Tagen vom Kreistag beschlossene Gebührenordnung. Auf Wunsch erstellte sie auch Vergleichsrechnungen an, wobei sich herausstellte, dass Alleinlebende wenig bis nichts mit dem neuen Konzept einsparen können.

Das FDP-Ratsmitglied Herbert Speyerer übernahm danach die Moderation.

Dass das Informationsbedürfnis der Bürger sehr groß war, bewiesen die zahlreichen Fragen, welche sämtlich von den Referenten beantwortet wurden. Die Aufklärungsquote war entsprechend hoch, sodass die Bürger-Infoveranstaltung der Bendorfer FDP als sehr gelungen bewertet werden darf.

Pressemitteilung des

FDP-Stadtverbands Bendorf

Der Saal der „Stadt Bendorf“ war prall gefüllt.Foto: privat

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