Allgemeine Berichte | 11.08.2013

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Restmüllmenge im Kreis soll drastisch sinken

Abfallkonzept 2016: Bürger können Gebühren mitbestimmen

Mit einer konsequenten Mülltrennung und weniger Restmüll können die Gebührenzahler künftig kräftig sparen. Fotolia

Kreis MYK. Abfälle beinhalten viele Wertstoffe - die sich heute unterschiedlich vermarkten lassen. Anders gesagt: Abfall bringt Geld, senkt so die Kosten für die Entsorgung und entlastet damit den Geldbeutel der Bürger. Papier wird recycelt, mit Biomüll kann man Energie erzeugen, Metalle werden als Rohstoffe neu genutzt. Den größten Aufwand macht bei geringen Erträgen der Restmüll. Hier lassen sich künftig am besten Kosten senken.

Jeder Bürger in Mayen-Koblenz, vom Säugling bis zum Greis, verursacht im statistischen Durchschnitt 200 Kilogramm Restmüll. „Wir liegen damit leider an der Spitze in Rheinland-Pfalz“, weiß der Erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel. Der Schnitt pro Kopf und Jahr im Land: 164 Kilo. Doch die Zielmarke für 2016 liegt noch niedriger: „140 Kilo Restmüll sind ein ambitioniertes, wenngleich auch absolut realistisches Ziel.“ Bei 210 000 Einwohnern heißt das, pro Jahr 12 600 der derzeit 42 000 Tonnen Restmüll einzusparen.

Doch wie sollen die Bürger ihren Restmüll reduzieren? „Der erste und wichtigste Schritt ist eine konsequente Trennung der verschiedenen Abfallsorten“, erklärt Carsten König, Leiter der Abfallentsorgung im Kreishaus. Noch immer landen im grauen Fach Biomüll, Verpackungen, Papier, Glas oder Metalle mit Elektroschrott. Material, das künftig in den Abfallkreislauf soll. „Hier ´schlummern´ ungenutzte Wertstoffe, die derzeit nicht genutzt werden.“ Wer zusätzlich seinen Restmüll reduzieren will, kann Verpackungen im Geschäft lassen oder auch bewusster einkaufen: „Es ist schon erstaunlich, wieviele Lebensmittel die Menschen wegwerfen.“

Da die Abfuhr selbst sehr teuer ist, setzt man ab 2016 auf ein System, das den Bürgern zwei Stellschrauben bietet, ihre Gebühren für den Restmüll zu senken: Zum einen die Größe der Tonne, zum anderen die Zahl der Abfuhren. Die Zahl der Haushaltsmitglieder, die bisher die Gebühren bestimmte, wird bald Geschichte. Und so funktioniert´s:

Künftig wird es drei Behältergrößen geben: 120, 240 oder 1100 Liter. Welche Größe der Gebührenzahler wählt, ist seine Sache. Alle vier Wochen kommt die Müllabfuhr. Das macht im Jahr 12 bis 13 Abfuhren. Ob die Bürger dies ausschöpfen, ist ebenfalls ihre Sache. Vier Leerungen sind bereits in der Grundgebühr enthalten. Jede weitere kostet extra und wird vom Chip-System an der Tonne erfasst. Wie funktioniert das in der Praxis?

Beispiel 1: Ehepaar Lässig nimmt es nicht so genau mit der Mülltrennung. Küchenabfälle fliegen öfter in den Restmüll statt in die Biotonne. Auch den Weg zur Papiertonne spart sich das Ehepaar aus Bequemlichkeit, beim Einkauf versorgt man sich zudem häufig mit Konserven und Lebensmitteln, die in aufwendiger Verpackung stecken. Ehepaar Lässig findet Mülltrennung einfach lästig. „Aus Umweltgründen ist das schon problematisch, aber diese Haltung wird auch teuer“, sagt Carsten König, „Ehepaar Lässig wird wohl alle vier Wochen die Restmülltonne rausstellen müssen - und dafür extra zahlen.“

Beispiel 2: Ehepaar Emsig trennt die Abfälle. Küchenpapier geht ebenso wie Küchenabfälle in den Biomüll, Glas und Altkleider nehmen die Emsigs mit zum Container, sie kaufen frisches Obst und Gemüse statt Fertigprodukte, Verkaufsverpackungen kommen konsequent in den Gelben Sack. Ihr Restmüllfach füllen sie fast nie aus. Für König ein klarer Fall: „Die Emsigs können in Zukunft richtig Geld sparen.“ Das Ehepaar wird die Tonne künftig nur dann rausstellen, wenn sie auch restlos voll ist. Durch den Ident-Chip an der Tonne wird genau registriert, wie oft die Lässigs oder die Emsigs die Abfuhr nutzen. „Durch das neue System mit getrennten Tonnen für Bio- und Restmüll ist es erst möglich, mehr Verursachergerechtigkeit umzusetzen.“

König kennt auch die Befürchtung, dass die vier Mindestleerungen nicht reichen: „Wenn das so ist, nimmt man eben weitere Abfuhren in Anspruch - oder eine größere Tonne.“ Zu-gleich lassen sich die „Stellschrauben“ Tonnengröße und Abfuhrhäufigkeit kombinieren: „Eine 240-Liter-Tonne wird bei vier Abfuhren sicher günstiger sein als eine 120-Liter-Tonne mit acht Abfuhren. Das kann jeder selbst entscheiden.“ Personaleinsatz und Technik sind entscheidende Kostenfaktoren: Je weniger Abfuhren, desto geringer der Aufwand.

Offene Fragen und Anregungen können telefonisch unter (02 61) 1 08-2 57 oder per Mail an abfallwirtschaft@kvmyk.de gestellt werden. Weitere Infos gibt´s auf www.myk.de mit einem Klick auf die Tonne.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Mit einer konsequenten Mülltrennung und weniger Restmüll können die Gebührenzahler künftig kräftig sparen. Foto: Fotolia

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