Politik | 20.10.2015

Leserbrief zur Auflösung des Stromberger Jugendraums

„Schlüssel her, hat sich erledigt!“

Im Februar 2002 wurde in Bendorf-Stromberg offiziell von der Stadt Bendorf ein Jugendtreff eingerichtet. Zehn Jahre war ich dort als Ehrenamtlerin tätig. Die Suche und die harten Verhandlungen von späteren ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern einen geeigneten Raum zu finden, dauerte zweieinhalb Jahre. Dieser Raum wurde nun geschlossen und leergeräumt. Ich bin traurig und enttäuscht, wie man jahrelange ehrenamtliche Arbeit einfach mit Füßen tritt. Kein persönliches Gespräch fand statt. „Jugendtreff wird geschlossen. Schlüssel her, hat sich erledigt!“, hieß es. Mit Ehrenamtlern sollte man so nicht umgehen, höchstens mit Personal.

Allerdings möchte ich ein Zitat einbringen: „Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen“. Ich, als ehrenamtliches „Nichts“, darf darüber reden und schreiben, „rein rechtlich gesehen“. Mein Wunsch und simples Anliegen bleibt, dass der zwischenzeitlich von anderen Vereinen genutzte Raum, nicht als „Jugendtreff Stromberg“ abgeschrieben wird, sondern bei Bedarf wieder von Jugendlichen als „städtischer Jugendtreffraum“ zur Verfügung steht als feste Institution der Stadt Bendorf in Stromberg. Denn dafür habe ich gekämpft.

Ich frage mich, ob diese Entscheidung auch „im Alleingang“ getroffen worden wäre, wenn jetzt Wahl wäre.

Elvira Friedrich-Dötsch,

Stromberg

(ehemalige, ehrenamtlich tätige

Mitarbeiterin im

Jugendtreff Stromberg)

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