Elisabeth-Schule bereitet sich auf die Aufführungen des diesjährigen Schülermusicals vor
Sich selbst als wichtigen Teil eines großen Ganzen erleben
Am 10. und 11. Juli wird „Der Tag, an dem es flupp machte“ auf die Bühne gebracht
Andernach. Ein Jahr ist nun vergangen, seitdem das Ensemble von „Coco-Superstar“ mit begeistertem Applaus von der Bühne verabschiedet wurde. An diesen Erfolg werden die Musical-Akteure der Elisabeth-Schule in Andernach im Juli anknüpfen.
In zwei Aufführungen am 10. und 11. Juli wollen die Schülerinnen und Schüler mit „Der Tag, an dem es flupp machte“ erneut ihr Publikum begeistern. Doch vor dem Erfolg steht bekanntlich der Fleiß. Die kommenden Wochen werden daher von Proben und Arbeiten in den Projekt-AGs geprägt sein. Schulleiterin Andrea Pickenhahn ermöglichte nun Landrat Dr. Alexander Saftig, Klaus Bell (Vorsteher des Zweckverbands KulturForum MYK), Carlo Groß (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion), Michael Misterek (Kreismusikschule MYK) sowie der lokalen Presse, Eindrücke von den schauspielerischen, tänzerischen, musikalischen und handwerklichen Fortschritten der Inszenierung zu gewinnen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Projekts „Kultur macht stark - Bündnis für Bildung“ außerschulische Bildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung. Die Kreismusikschule Mayen-Koblenz beantragte auch in diesem Schuljahr für drei Projekte Fördermittel beim Verband deutscher Musikschulen (VdM). Dieser ist berechtigt, im Auftrag des Ministeriums Fördergelder an Projekte von Bildungsbündnissen weiterzureichen, die den Förderkriterien entsprechen. Für das neue Musical-Projekt der Andernacher Elisbabeth-Schule, einer Schule mit dem Schwerpunkt Lernen, steht in diesem Jahr eine Fördersumme von insgesamt mehr als 50.000 Euro zur Verfügung. So konnte das Vorhaben mit den Bündnispartnern Kreismusikschule Mayen-Koblenz, Jugendkunstschule Koblenz und dem Förderverein der Kreismusikschule, der zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellte, angegangen werden.
Schüler beteiligen sich nach Neigung und Fähigkeiten
59 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 10, also ungefähr die Hälfte der Schülerschaft, beteiligen sich je nach Neigung an der Umsetzung des Musical-Projekts, spielen ein Instrument, singen solo oder im Chor, spielen Theater, tanzen, bauen Requisiten oder stellen Kostüme her. Einige Instrumentalschüler wirkten bereits im vergangenen Jahr mit und setzen somit auf bereits Erlerntem auf. Auch diesmal wurden wieder Musik-Instrumente geleast. Die Schüler stellen gemeinsam mit ihren Lehrern das Musical-Orchester. Anfänger hatten durch das Projekt erstmals die Gelegenheit, ein Instrument kennenzulernen. Für die Begleitung der AGs Schauspiel, Tanz, Kunst (Gestaltung von Kulissen, Bühnenbild, Schminken), Gesang und Musikinstrumente konnten erneut freiberufliche Künstlerinnen und Künstler gewonnen werden. Anfang Mai fand ein intensives Probenwochenende statt - für alle eine effektive und teamfördernde Ergänzung zu den wöchentlichen Proben in der Schule.
„Der Tag, an dem es flupp machte“ erzählt die Traum-Geschichte von Flupp, dem Blauen, der sich völlig und unverhofft im wundersamen Maratonga wiederfindet. Vergeblich versucht er dort unter wilden Kämpfern, verrückten Dichtern und schönen Elfen Freunde zu finden. Doch er ist anders als sie. Der Vogel Artefax hilft ihm schließlich, im fremden Maratonga glücklich zu werden. Auch den mitwirkenden Schülerinnen und Schüler war es in ihrem Projekt möglich, ihre Neigungen und Fähigkeiten und somit ihre Einzigartigkeit zu entdecken.
Die intensive schulische Teamarbeit, das Gemeinschaftserlebnis, schließlich die bestätigende Resonanz nach den erfolgten Aufführungen prägen in besonderer Weise und erkennbar das Sozialverhalten, das Selbstbewusstsein und die Disziplin der mitwirkenden Kinder und Jugendlichen. Sie erleben sich als einen wichtigen Teil des Ganzen und sehen, dass hier wahrhaft „Schulleben“ zu erfahren ist, an das alle Mitwirkenden sich wohl nach Jahren noch freudig erinnern werden.
Schülerinnen und Schüler erarbeiten zusammen mit ihren Instrumental-Lehrern die Musiktitel des Musicals. Fotos: MKA
Dr. Alexander Saftig und Klaus Bell interessierten sich für die Arbeit der Musical-Werkstatt.
