HwK Koblenz führt im Pilotprojekt Naturwerksteinmechaniker zum Meisterbrief
Stadtwappen von Koblenz aus Stein gehauen
Koblenz. Sie sind Naturwerksteinmechaniker und haben eine industrielle Ausbildung absolviert. In ihrem Berufsalltag bearbeiten sie Steine aller Art ausschließlich maschinell. Jetzt legen sie bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz die praktische Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ab. Der Weg dahin führte über ein Pilotprojekt, das die HwK in Kooperation mit der Berufsbildenden Schule (BBS) Mayen durchgeführt hat.
Parallel zum Blockunterricht in der BBS konnten die Azubis bei der HwK abends mit dem Vorbereitungslehrgang für Teil I (Fachpraxis) der Meisterprüfung beginnen. Für die sieben Teilnehmer des Projekts, darunter eine Frau, war das Spalten, Hauen und Polieren des Steins von Hand absolutes Neuland. Nach Fertigstellen eines anspruchsvollen individuellen Meisterprüfungsprojekts steht eine Situationsaufgabe auf dem Programm. Wenn sie die Aufgabe, das Stadtwappen von Koblenz aus dem Stein herauszuarbeiten, meisterhaft bestanden haben, ist Teil I der Meisterprüfung abgeschlossen. Anschließend können sie Teil II (Fachtheorie) der Meisterprüfung angehen. Die Vorbereitung darauf erfolgt für die jungen Leute aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zunächst als Selbstlerneinheit, die durch die HwK Koblenz fachlich intensiv begleitet wird. Dann folgt bei der HwK zweimal ein Blockunterricht von jeweils drei Wochen. Am Ende steht die Prüfung.
Der nächste praktische Meistervorbereitungskurs für Natursteinwerkmechaniker hat bereits am 28. August begonnen. An diesem Lehrgang nehmen auch Steinmetz- und Steinbildhauergesellen aus dem Handwerk teil. Eine Zusammenarbeit von Handwerk und Industrie, die sicherlich für beide Seiten viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse bringt.
Informationen zum Lehrgang bei der HwK-Meisterakademie, Tel. (02 61) 398-311, Fax -990, meister@hwk-koblenz.de, www.hwk-bildung.de/meister.
Pressemitteilung der
Handwerkskammer Koblenz
