Politik | 25.06.2013

Bendorfer Christdemokraten auf der Strecke unterwegs

Stark machen für „Die Brex“

Adolf Bongartz erläutert den Stand der Dinge

Landtagsabgeordneter Josef Dötsch, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer, Alt-Bürgermeister Hajo Stuhlträger mit Adolf Bongartz und CDU-Vorstandsmitglieder sowie Ratsmitglieder bei der Besichtigung der Brexbachtalbahn. privat

Bendorf-Sayn. Die Wiederbelebung des touristischen Verkehrs auf der gesamten Bahnstrecke durchs Brexbachtal von Neuwied über Grenzau nach Siershahn steht für die Bendorfer CDU-Stadtratsfraktion und den Stadtverband ganz oben auf der Agenda. Bei einer Fahrt über die Strecke mit Mitgliedern des Fördervereins „Die Brex“ erläuterte dessen Vorsitzender, Adolf Bongartz, warum die Strecke zwischen Bendorf und Grenzau noch immer nicht für den touristischen Verkehr betrieben werden kann. „Die Betriebsgesellschaft Eifelbahnen“ hat bisher nur eine Genehmigung für den Teilbereich Grenzau und Siershahn und auch diese Genehmigung läuft 2013 aus“, sagte Bongartz. Die Betriebsgesellschaft wolle aber nur dann einen neuen Antrag stellen, wenn die Strecke zumindest um den Teilabschnitt Sayn-Grenzau erweitert werde. „Sonst ist der touristische Bahnverkehr wirtschaftlich nicht zu erhalten“. Damit aus dem sich ohnehin schon lange hinziehenden Vorhaben keine endlose Geschichte wird, wollen die Bendorfer Christdemokraten jetzt einen noch engeren Schulterschluss zwischen den Städten Neuwied und Bendorf, den Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Wirges sowie mit den drei Landkreisen Neuwied, Mayen-Koblenz und Westerwaldkreis herstellen. „Nur wenn wir als eine starke Gemeinschaft auftreten, können wir die Landesregierung von der hohen Bedeutung dieser Bahn für den Fremdenverkehr in der Region überzeugen“, waren sich der Bernhard Wiemer und der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Dötsch einig. In einer eindrucksvollen Resolution hat sich der Neuwieder Stadtrat erst kürzlich für „die Brex“ ausgesprochen. Auch in Ransbach-Baumbach, das sich lange Zeit vehement gegen die Wiederbelebung der Strecke gesperrt hatte, hat längst ein Umdenken stattgefunden. Die Stadt Bendorf hat bereits als Vorleistungen das notwendige Grundstück für den geplanten Haltepunkt „Kaufland“ erworben.

Deutliche Entlastung

Gerade für den Kulturpark Sayn wäre die Brexbachtalbahn ausgesprochen wertvoll, betonten die CDU-Ratsmitglieder. Denn durch die vorgesehenen Haltepunkte an der Abtei und am Pfadfinderlager könnte Alt-Sayn zudem vom innerörtlichen Verkehr deutlich entlastet werden. Aktive Mitglieder des Fördervereins haben an den genannten Haltepunkten auch schon Aus- und Einstiegshilfen angelegt. „Es ist mehr als bewundernswert, wie viel persönliches Engagement die aktiven Fördervereinsmitglieder in den zurückliegenden Jahren schon erbracht haben und auch weiterhin bringen“, sagte Bernhard Wiemer. War es zunächst vor allem um das Mammutprojekt gegangen, die vollkommen überwucherte Strecke freizulegen, so muss diese jetzt auch permanent frei gehalten werden. Ebenso wurden die Gleisanlagen, die Viadukte und Brücken sowie die zahlreichen Tunnel von ausgewiesenen Experten schon mehrfach überprüft. „Wir sind keineswegs nur ein Kreis technikversessener Idealisten, die so ein bisschen mit der Eisenbahn spielen wollen, sondern haben uns einem Projekt verschrieben, das für den Tourismus der gesamte Region von Bedeutung ist“, versicherte Bongartz. Das lässt sich auch leicht mit Beispielen anderer touristischen Bahnstrecken belegen. Überall, wo solche touristischen Bahnen verkehren, locken sie zahllose Gäste, die dann auch allerhand Geld dalassen. Das Potenzial, das in der Brexbachtalbahn steckt, ist enorm groß“, sind die Bendorfer Christdemokraten überzeugt, was Bongartz nur bestätigen kann: „Es liegen sehr viele Anfragen vor, die wir derzeit leider noch nicht befriedigend beantworten können“. Nun schauen viele Augen auf Mainz, wenn der Landtag im kommenden Herbst den Haushalt berät. Auf das Warten und Hoffen wollen sich die Bendorfer Christdemokraten in den kommenden Wochen aber nicht beschränken. „Wir müssen die Landräte, die Verbandsgemeindebürgermeister und die Bürgermeister der Städte zusammenbringen und uns nach allen Seiten vernetzen“, lautet ihre Devise.

Pressemitteilung

CDU-Stadtratsfraktion Bendorf

Landtagsabgeordneter Josef Dötsch, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer, Alt-Bürgermeister Hajo Stuhlträger mit Adolf Bongartz und CDU-Vorstandsmitglieder sowie Ratsmitglieder bei der Besichtigung der Brexbachtalbahn. Foto: privat

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