Allgemeine Berichte | 14.02.2013

Demenzkampagne Rheinland-Pfalz

Wenn der Geist nachlässt

Mayener Krankenhaus & Netzwerk Mayen-Koblenz informierte rund um Demenz

Sie machen sich stark für Menschen mit Demenz: Olaf Spohr (links), Sprecher des Netzwerks Mayen-Koblenz, Mechthild Annen (3. von links), Pflegedienstleiterin des Mayener Krankenhauses und die Arbeitsgruppe Demenz des Mayener Krankenhaus mit Leiterin Renate von Ritter (rechts).Privat

Mayen. Es fängt mit Gedächtnisstörungen an und kann mit Wahnvorstellungen enden: Demenz. Sowohl für die Betroffenen als auch die pflegenden Angehörigen ist das Krankheitsbild eine Extrembelastung. „Durch einen Krankenhausaufenthalt wird diese noch verschlimmert“, weiß Renate von Ritter, Gerontopsychiatrische Fachkraft des Gemeinschaftsklinikums Koblenz-Mayen, St. Elisabeth Mayen. Vor diesem Hintergrund haben sich das Mayener Krankenhaus und das Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz für das Thema starkgemacht. „Unser Ziel war und ist es, den Betroffenen Hilfe und Rat zu bieten“, betonte Olaf Spohr, Sprecher des Netzwerkes. Neben der von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) konzipierten Wanderausstellung „Demenz ist anders“ mit Bildern des Fotografen Michael Hagedorn wurde ein Vortragsabend „Demenz im Krankenhaus - Wie können Angehörige helfen und unterstützen?“ angeboten. Rund 50 interessierte Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Expertin Renate von Ritter stellte die Demenz mit ihren unterschiedlichen Symptomen und Phasen vor. „Eine Therapie, um die Krankheit zu stoppen, gibt es bislang noch nicht. Allerdings liegen in der Begleitung und der alltäglichen Begegnung Chancen, die Krankheitsentwicklung erträglicher und damit positiv zu beeinflussen.“ Um Demenzkranken den Aufenthalt in einem Krankenhaus zu erleichtern, erläuterte von Ritter das sogenannte Türöffnungskonzept: „Es beschreibt die Tatsache, dass die Begleitung von Menschen mit Demenz wie die Suche nach einem Schlüssel ist, um in ihre versunkene Welt hinein zu gelangen. Je mehr Schlüssel oder Türöffner man hat, desto besser.“ So ist es beispielsweise sinnvoll, Alltagsgegenstände wie ein Kissen, Bilder oder eine Handtasche mitzubringen und wichtige Stationen der Biografie zu dokumentieren und mitzugeben. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Besucher Gelegenheit, sich die künstlerischen Arbeiten von Hagedorn im Foyer anzuschauen, schließlich soll mit der Wanderausstellung gezeigt werden, dass Menschen mit Demenz zwar anders, aber dennoch Teil unserer Gesellschaft sind. Entgegen verbreiteter Vorstellungen von der Krankheit zeigen die Bilder, dass auch demenziell erkrankte Menschen Freude empfinden, Spaß am Leben haben und auf ihre Weise besonders intensiv mit allen Sinnen wahrnehmen. Etwa 70 000 Menschen in Rheinland-Pfalz leiden aktuell an einer Demenz. Durch die gestiegene Lebenserwartung wird die Zahl demenziell erkrankter Menschen in den nächsten Jahren weiter wachsen - wir alle können einmal betroffen sein. Die Ausstellung „Demenz ist anders“ versteht sich als visuelles Plädoyer für den Umgang mit Betroffenen, ihren Angehörigen und Pflegenden. Die genauen Ausstellungstermine in Rheinland-Pfalz auf www.lzg-rlp.de. Ansprechpartnerin in der LZG: Susanne Hilgert, Tel. (0 61 31) 20 69-26, shilgert@lzg-rlp.de. Informationen zu Demenz und regionalen Hilfsangeboten unter: www.demenz-rlp.de; Informationen zum Künstler unter www.michaelhagedorn.de.

Sie machen sich stark für Menschen mit Demenz: Olaf Spohr (links), Sprecher des Netzwerks Mayen-Koblenz, Mechthild Annen (3. von links), Pflegedienstleiterin des Mayener Krankenhauses und die Arbeitsgruppe Demenz des Mayener Krankenhaus mit Leiterin Renate von Ritter (rechts).Foto: Privat

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