Allgemeine Berichte | 07.09.2017, 11:57 Uhr

Geldübergabe konnte verhindert werden

Falsche Polizisten: Betrüger rufen weiterhin Senioren in Bonn und der Region an

 Falsche Polizisten: Betrüger rufen weiterhin Senioren in Bonn und der Region an
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Bonn. Die Anzahl der Anrufe falscher Polizisten in Bonn und der Region reißt nicht ab. Allein in den vergangenen zwei Tagen gingen bei der Bonner Polizei 15 Meldungen zu den Betrügern ein. Die haben es vor allen Dingen auf eines abgesehen - das Geld und Wertsachen der angerufenen Senioren. Am Mittwochnachmittag konnte in letzter Sekunde die Übergabe von mehreren tausend Euro Bargeld verhindert werden. Die Masche der Telefonbetrüger ist nicht neu. Sie rufen lebensältere Frauen und Männer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Zur Unterstützung ihrer Geschichte erscheint im Display der Angerufenen die Rufnummer 0228-110. Die Anrufer erzählen, dass sie eine Einbrecherbande festgenommen hätten. Ein Täter sei allerdings noch flüchtig. Da man bei den Verdächtigen in einem Adressbuch auch den Namen und die Anschrift der Angerufenen gefunden habe, wolle man diese nun vor dem Diebstahl warnen und fordern sie auf, das gesamte Bargeld und Schmuck im Haus zu sammeln, um es von einem Kriminalbeamten abholen und an einen „sicheren Ort“ bringen zu lassen. Selbstverständlich versprechen sie, das Geld oder die Sachen zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt sei. Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger in ganz Deutschland hohe Geldbeträge oder große Mengen an Schmuck erbeutet. Am Mittwoch, 6. September, konnte in letzter Sekunde die Übergabe von mehreren tausend Euro Bargeld an die Betrüger verhindert werden. Eine 80-jährige Frau aus Bonn war zunächst auf das Ansinnen eingegangen. Sie übergab einen Umschlag mit dem Geld an einen Taxifahrer. Nun kamen der Frau Zweifel. Sie rief den Notruf 110 der Bonner Polizei an. Sofort war den Beamten klar, dass die Betrüger hier ein Taxi geordert hatten, um das Geld abholen zu lassen. Der ahnungslose Taxifahrer konnte erreicht und das Geld durch die Polizei sichergestellt werden. In den anderen Fällen der vergangenen Tage ließen sich die Angerufenen nicht auf die Forderungen ein. Dennoch warnt die Bonner Polizei erneut eindringlich vor den Betrügern: Generell gilt: Die Polizei ruft nicht mit der Anruferkennung „110“ an! Die Täter nutzen eine Computersoftware, die im Display der Angerufenen die Telefonnummer erscheinen lässt. Mit dem sogenannten Call ID-Spoofing kann jede beliebige Nummer am Telefon des Angerufenen angezeigt und so eine falsche Identität vorgetäuscht werden.

- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

- Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.

- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

- Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt.

- Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.

- Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.

- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

- Weitere Informationen zum Schutz vor Trickbetrügern finden Interessierte auch https://bonn.polizei.nrw/artikel/telefonbetrueger-zielen-auf-senioren

Pressemitteilung der Polizei Bonn

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