Allgemeine Berichte | 13.04.2026

Werke des Rheinromantikers noch bis 3. Mai im Theater

100 Jahre Astudin: Lahnstein zeigt große Werkschau

Joerg Altenrath (links) moderierte die Veranstaltung, während Bernd Geil (rechts) eindrucksvoll durch das Leben Astudins führte.

Lahnstein. Ein Hauch von Rheinromantik lag in der Luft, als sich die Türen zur Vernissage „100 Jahre Astudin“ im Nassau-Sporkenburger Hof öffneten. Zahlreiche Kunst- und Regionalinteressierte waren gekommen, um einem Künstler zu begegnen, dessen Werke bis heute die Landschaft und das Lebensgefühl der Region widerspiegeln: Nikolai von Astudin (1847–1925).

Anlässlich seines 101. Todestages widmet ihm seine Wahlheimat Lahnstein eine eindrucksvolle Werkschau.Im Theater Lahnstein begrüßten Oberbürgermeister Lennart Siefert und die Rhein-Lahn-Nixe Kristina I. die Gäste und stimmten auf eine Veranstaltung ein, die ganz im Zeichen von Kunst, Geschichte und regionaler Identität stand.Die Ausstellung, die noch bis zum 3. Mai zu sehen ist, präsentiert rund 40 Ölgemälde und Aquarelle Astudins – eine beachtliche Sammlung, die größtenteils aus Privatbesitz stammt und eigens für diesen Anlass zusammengeführt wurde.

Federführend verantwortlich für diese bemerkenswerte Zusammenstellung ist Stadtarchivar Bernd Geil, der mit großem Engagement und viel Liebe zum Detail Werke recherchierte, Kontakte knüpfte und schließlich die Ausstellung ermöglichte.Gemeinsam mit Theaterintendant Joerg Altenrath, der die Veranstaltung moderierte, führte Geil das Publikum durch das bewegte Leben des Künstlers. Dabei spannte er einen Bogen von Astudins künstlerischen Anfängen über seine prägenden Vorbilder bis hin zu seinem unverwechselbaren Stil, mit dem er die Rheinromantik entscheidend erneuerte. Besonderes Augenmerk legte Geil auf Astudins Zeit in Lahnstein, wo der Künstler ab 1912 bis zu seinem Tod lebte. Ein Auszug aus dem Melderegister von Oberlahnstein belegte anschaulich seine Verwurzelung in der Stadt.Auch Astudins Ehefrau Johanna, geborene Meineke, fand in Geils Ausführungen besondere Beachtung.

Die aus Braubach stammende Künstlerin machte sich vor allem als Pferdemalerin einen Namen. Gemeinsam prägte das Künstlerpaar über mehr als ein Jahrzehnt das kulturelle Leben der Region. Geil schilderte eindrücklich die enge Verbindung der beiden sowie das schwere Schicksal Johannas nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1925. Zeitgenössische Todesanzeigen, Grabinschriften und Nachrufe zeichneten ein bewegendes Bild ihrer Trauer und ihres weiteren Lebensweges.Im Anschluss widmete sich Geil den charakteristischen Merkmalen von Astudins Werk.

Seine Gemälde zeichnen sich durch eine besondere Lichtstimmung, detailreiche Landschaftsdarstellungen und eine emotionale Tiefe aus, die den Betrachter unmittelbar in die Szenerie hineinzieht. Dabei gelingt es Astudin, Natur und Atmosphäre in einer Weise einzufangen, die ihn bis heute als bedeutenden Vertreter und zugleich Erneuerer der Rheinromantik ausweist.Die Ausstellung „100 Jahre Astudin“ ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zusätzlich können Interessierte die Werke jeweils eine Stunde vor Beginn von Theaterveranstaltungen besichtigen. Sie bietet eine seltene Gelegenheit, das Schaffen eines außergewöhnlichen Künstlers in dieser Dichte zu erleben und zugleich ein Stück Lahnsteiner Kulturgeschichte neu zu entdecken.

Zahlreiche Interessierte besuchten die Vernissage „100 Jahre Astudin“.

Zahlreiche Interessierte besuchten die Vernissage „100 Jahre Astudin“. Foto: Mira Bind / Stadt Lahnstein

Moderne und Romantik treffen bei Astudinausstellung im Turm des Nassau-Sporkenburger Hofs aufeinander. (Fotos: Mira Bind / Stadtverwaltung Lahnstein)

Moderne und Romantik treffen bei Astudinausstellung im Turm des Nassau-Sporkenburger Hofs aufeinander. (Fotos: Mira Bind / Stadtverwaltung Lahnstein) Foto: Mira Bind / Stadt Lahnstein

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Joerg Altenrath (links) moderierte die Veranstaltung, während Bernd Geil (rechts) eindrucksvoll durch das Leben Astudins führte. Foto: Mira Bind / Stadt Lahnstein

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