100 Jahre Frauenpower im Breisiger Fastelovend
Bad Breisig. Wenn in Bad Breisig an Weiberdonnerstag die Jahnhalle bebt, bunte Kostüme den Saal füllen und ausgelassene Stimmung herrscht, dann ist eines sicher: Das Damenkomitee der Karnevalsgesellschaft Bad Breisig hat zur Sitzung geladen. In diesem Jahr gibt es dafür einen ganz besonderen Anlass, denn das traditionsreiche in Bad Breisig feiert sein 100-jähriges Bestehen.
Bereits im Jahr 1926 gründete Christel Fabritius, die Mutter des späteren Ehrenpräsidenten Waldi, den Damenelferrat – als eines der ersten Frauen-Corps überhaupt. Seitdem ist das Damenkomitee untrennbar mit dem Weiberdonnerstag verbunden und hat diesen Tag zu einem festen Höhepunkt im Breisiger Fastelovend gemacht.
Über Jahrzehnte hinweg prägten engagierte und karnevalistisch hochdekorierte Frauen das Gesicht der Damensitzung. Namen wie Emma Seul, Lena Gran, Ida Schuh, Änne Schlieber, die unvergessene Margit „Strü“ Larisika, Erika Neumann, Malli Schreiber, Renate Fabritius, Birgit Jerabek, Martina Kindler, Karin Gasper und Elke Neumann-Karst stehen für Herzblut, Humor und echtes Fastelovends-Gefühl. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen schufen sie eine Sitzung, die längst nicht mehr nur Frauen begeistert – auch zahlreiche männliche Gäste lassen sich den Schwerdonnerstag nicht mehr entgehen.
Seit 2003 führen die Damen um Präsidentin Irmgard Köhler diese Erfolgsgeschichte fort. Trotz mancher personelleren Veränderungen ist eines stets gleichgeblieben: die spürbare Freude am Karneval und der Enthusiasmus, mit dem das Damenkomitee jedes Jahr aufs Neue ein mitreißendes Programm auf die Beine stellt. Bei so viel Vollblutkarnevalistinnen ist es nicht verwunderlich, dass aus ihren Reihen sogar fünf Prinzessinnen hervorgingen: Birgit II. (Cremer-Schmidt), Regine I. (Jaeschok), Marion II. (Feix), Biggi I. (Geef) und Drea I. (Weiss).
Im traditionellen CanCan-Outfit sind die Damen nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch bei vielen Veranstaltungen der KG Bad Breisig aktiv. Herzstück bleibt jedoch die große Sitzung an Weiberfastnacht in der Jahnhalle. Jedes Jahr unter einem neuen Motto, wird ein Großteil des Programms von den Damen selbst gestaltet – kreativ, ideenreich und immer mit viel Liebe zum Detail. Natürlich dürfen an diesem Tag auch die tanzenden Korporationen nicht fehlen: Von den Minifunken bis zu den Blau-Roten Funken zeigen alle ihre aktuellen Sessionstänze. Ebenso fest zum Programm gehört der Herrenelferrat mit seinen Elferelfen und ihrem Tanz, der stets für Begeisterung sorgt.
Ein weiteres Markenzeichen der Damensitzung sind die Büttenrednerinnen. Allen voran begeisterte Irmgard Köhler als „Ähn us Jönneschdorf“ regelmäßig das Publikum. Ergänzt wurde sie von den Reimrednerinnen Biggi Geef und Claudia Dreesbach sowie von Drea Weiss, die entweder gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian oder ihren „Schwaderlap“-Partnern Michael und Samantha Matern auftrat.
Als besonderer Höhepunkt gilt das legendäre Playback. Hier bringen die Damen – unterstützt von zahlreichen Mitstreitern aus Herrenelferrat, Funken und Freunden – ein musikalisches Feuerwerk auf die Bühne. Perfekt abgestimmte Choreografien, authentische Kostüme und detailreiche Dekorationen sorgen Jahr für Jahr für staunende Gesichter und tosenden Applaus.
Nicht fehlen darf selbstverständlich auch der eigene Sessionstanz, der mit immer neuen Kostümideen die Kreativität und den Teamgeist des Damenkomitees eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Zum 100-jährigen Jubiläum begibt sich das Damenkomitee in dieser Session auf eine besondere Zeitreise durch ein Jahrhundert Fastelovend. Darüber hinaus dürfen sich die Besucher auf einige Überraschungen freuen – eine gelungene Mischung aus Emotionen, Augenschmaus und ausgelassener Party ist garantiert. Um dafür bestens gerüstet zu sein, trainieren die Damen bereits seit September Woche für Woche mit viel Einsatz und Vorfreude.
Kartenvorverkauf für Weiberdonnerstag: kartenvorverkauf.kg@gmail.com oder 01577-3752842 und an der Tageskasse, Einlass: 15.00 Uhr, Beginn: 16.11 Uhr.
Geboten wurde Herzblut, Humor und echtes Fastelovends-Gefühl.
Foto: Susanne Galle
Foto: Susanne Galle
