Netzwerk „On Tour-Fernfahrerseelsorge“
100 Osterlämmer on Tour
Koblenz. Auch in Koblenz besuchten Mitglieder des Netzwerks „On Tour-Fernfahrerseelsorge“ über die Osterfeiertage gestrandete LKW-Fahrer. Am Ostersonntag besuchten sie die Fahrer auf Autohöfen und Rastplätzen rund um Region Koblenz. Bei einem persönlichen Gespräch dankten sie den Fahrern für ihre Arbeit und gaben Ihnen als Zeichen der Wertschätzung ein kleines Osterpräsent, in dessen Mittelpunkt ein Osterlamm stand.
So wollen die Akteure neben der direkten Zuwendung auch auf den eigentlich unsere Gesellschaft beschämenden Zustand hinweisen, unter dem die LKW Fahrer leiden. So trafen sie überwiegend Fahrer aus osteuropäischen Ländern, darunter die überwiegende Mehrheit aus der Ukraine. Selbstversorger, die man beim Kochen und sogar Wäschewaschen antraf. Das, obwohl Sie nach europäischen Recht eigentlich in Hotels untergebracht sein müssten und Spesen und Löhne auf dem Niveau unseres Mindestlohns vergütet werden müssten.
Theoretisch müssten die Fahrer alle acht Wochen für ein Wochenende nach Hause, aber noch nicht einmal das wird eingehalten und kontrolliert. Wo kein Kläger, da auch kein Richter.
Wenn Ruhezeiten überprüft werden, stehen immer die Fahrer im Mittelpunkt der Repressionen. Gerechtigkeit sähe anders aus, man müsste die Auftraggeber treffen, nur Sie können wirklich was an der Situation ändern. Faire Preise für den Transport, damit auch die Beschäftigten in diesem Sektor einen menschenwürdigen Arbeitsplatz haben, nicht vegetieren, wie es im Moment ist.
Es geht uns alle an, zum einen moralisch, zum anderen hängt daran auch unser Wohlstand, wie die Briten schon hautnah erleben. Die Transportbranche hat eine Schlüsselposition, unsere sichere Versorgung hängt von diesen Menschen ab, die Tag für Tag auf den Straßen Europas unterwegs sind. Pressemitteilung des
Netzwerkes
„On Tour-Fernfahrerseelsorge“
