Junggesellenfest in Heimerzheim zog hunderte Besucher an
111-jähriges Bestehen gefeiert
Heimerzheim. Am vergangenen Wochenende feierte der Junggesellenverein „Fidelitas“ Heimerzheim sein Junggesellenfest und zugleich sein 111-jähriges Bestehen, auf dem Gottfried-Velten-Platz in Heimerzheim.
Start war Samstagabend am Festzelt auf dem Kirmesplatz. Dort hatten sich die Junggesellen aufgestellt, um ihr diesjähriges Maikönigspaar mit Gefolge abzuholen.
Musikalisch begleitet wurden sie vom Tambourcorps „Frei Weg“ Heimerzheim unter Leitung von Bianca Schneider.
Das Maikönigspaar, Wolfgang Allendorf und Katharina Zehnpfennig mit ihrem Ehrengefolge Philipp Rang, Angelina Kleebank, Victoria Zehnpfennig und Joshua Maeding empfing ihren Verein mit einem kleinen Umtrunk. Dazu schwenkte der Fähnrich des Junggesellenvereins, Max Greis, zu Ehren des Maikönigspaars die Fahne.
In einem Festzug wurde das Maikönigspaar samt Gefolge durch die Straßen von Heimerzheim zum Festzelt geleitet, wo sie von den Gästen begeistert empfangen wurden.
Der Vorsitzende des Junggesellenvereins Christian Euskirchen empfing den Festzug und stellte den Gästen ihre Tollitäten vor. Doch dann startete plötzlich eine ganz besondere Einlage. Matthias Weber, vom Junggesellenverein „Spicher Jungen“, ein befreundeter Verein der Heimerzheimer Junggesellen, ergriff das Mikrofon und bat seine Liebste Carla Hadamek, auf die Bühne.
Mit einer Schmuckschatulle bewaffnet machte der Junggeselle seiner Angebeteten auf der Bühne einen Heiratsantrag, die den Antrag überglücklich annahm.
Im Laufe des Abends spielte die Band „Puddelrüh“ alte kölsche Lieder.
Der Höhepunkt war am späten Abend der Auftritt der Brass- und Performance-Band „Druckluft“, die von über 600 Zeltbesuchern frenetisch gefeiert wurde. Bereits am Samstag startete der Meterbierpokal, der in diesem Jahr über alle drei Festtage ausgetragen wurde.
Um den Sieg kämpften die Junggesellvereine aus Walberberg, Kardorf, Brenig, Flerzheim, Fischenich, Bornheim, Spich, Metternich, Vernich, Queckenberg, Niederdrees und Oberdrees.
Am Festsonntag nach der Heiligen Messe wurden Orts- und Brudervereine im Festzelt empfangen, ehe um 14 Uhr der Festzug bei herrlichem Wetter durch das Dorf zog. Beim anschließenden Fähndelschwenken im Festzelt beteiligten sich zwölf auswärtige Fähnriche.
Montags waren alle Bürger zum Erbsensuppen-Essen eingeladen. Für die Ausgabe war die Freiwillige Feuerwehr Heimerzheim zuständig. Den Erlös hiervon erhält die Jugendfeuerwehr.
Erstmals fand ein Seniorennachmittag statt, zu welchem alle Senioren der Gemeinde eingeladen wurden.
Höhepunkt am Montagabend war dann die Paias-Verhandlung, bei der über die Schandtaten des Kirmes-Paias geurteilt wurde. Das Urteil, wie konnte es anders sein, war die Todesstrafe durch Verbrennen, was auf dem Vorplatz am Festzelt dann auch sofort vollstreckt wurde.
„Es war ein tolles Fest, ohne Zwischenfälle und unter Beteiligung aller Vereine und Bürger“, freute sich der Vorsitzende des Junggesellenvereins Heimerzheim, Christian Euskirchen, über das gelungene Fest.
Das Maikönigspaar tanzte zu den Klängen des Tamborcorps den Ehrentanz.
