Wie in Bruchhausen wurde in der VG Unkel am Sonntag auch in Unkel Erstkommunion gefeiert
13 Kinder bekräftigten in Sankt Pantaleon selbstständig den Taufbund
Unkel. Am Sonntag wurde in vielen katholischen Kirchen die Erstkommunion gefeiert, ist der so genannte „Weiße Sonntag“ unmittelbar nach den Osterfeiertagen in vielen Gegenden der heute noch übliche Tag der Erstkommunionsfeier. So auch in der Verbandsgemeinde Unkel, in der nach den Bruchhausenern am frühen Vormittag in Sankt Johann Baptist mit Leon Claus, Timon Hütwohl, Mika Klein, Jip Kronn, Greta Kuhsel, Chiara Leo, Felix Ritzenhofen, Niklas Lück, Letizia Martino, Alexander Mönch, Yana Mia Siegle, Jannis Spiegl und Moritz Wierig drei junge Unkelerinnen und neun Unkeler Jungen in Sankt Pantaleon an den Tisch des Herrn traten, um erstmals die heilige Kommunion zu empfangen.
Bevor die 13 Erstkommunionkinder jedoch am Abendmahl teilnahmen, trafen sie sich mit ihren Katechetinnen, Andrea und Imke Croce sowie Maren Hütwohl im Pfarrheim, wo sie von Diakon Winfried Reers auf dieses besondere Ereignis eingestimmt wurden. „Jesus schenkt sich Euch in Euer Herz hinein. Das ist das Größte überhaupt, dass er sich in der Gestalt des Brotes so klein macht, um sich in unsere Hand zu geben“, erklärte der Geistliche, nachdem es ihm gelungen war, die aufgeregte Runde zu beruhigen. Diese habe einen wunderschönen Tag vor sich, wobei das Geschehen in der Kirche wichtiger als die Geschenke sei, die zuhause auf die Kinder warten würden. „Gott lädt uns alle ein. An seinem Tisch ist für alle Platz“, erinnerte Winfried Reers an das von den Eltern gewählte Thema für die Erstkommunionsfeier, bevor Pfarrer Andreas zusammen mit den Messdienern die Kinder abholte.
Über den alten Kirchhof zogen sie hinter den Messdienern sowie dem Pfarrer und dem Diakon in die dreischiffige, spätgotische Hallenkirche durch das Westportal ein. Erst nachdem ihre Kerzen mit an der Osterkerzen entzündeten Lichtern angesteckt worden waren, folgten sie den Messdienern, um in den vordersten Bänken des Mittelschiffs Platz zu nehmen. „Egal wie jeder einzelne von Ihnen zu Gott steht: Er hat uns alle heute zu diesem Fest des Glaubens eingeladen“, begrüßte Andreas Arend Eltern, Paten und Verwandte der Erstkommunionkinder. Diese seien durch die Taufe Kinder Gottes geworden. „Heute sollt Ihr nun aus eigenen Stücken Euren Glauben bekennen“, wandte sich der Pfarrer an diese, bevor sie mit der Gemeinde das Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehn“ anstimmten.
Grundlage der von Winfried Reers gehaltenen Predigt war das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl, zu dem die geladenen Gäste trotz mehrfacher Aufforderung nicht erschienen (Matthäus 22,1,4). „Jesus will mit dieser Geschichte die Menschen wachrütteln. Auch wir sind oft zu bequem oder haben keine Lust, seiner Einladung zum Gottesdienst zu folgen. Wenn wir ihm unsere Zeit schenken, werden wir beschenkt nach Hause gehen“, so der Diakon. Jesus lade alle an seinen Tisch, auch die, die wir nicht mögen würden, um in der Gemeinschaft seine Nähe neu zu erleben. „Ich wünsche Euch vor allem heute, dass Ihr fühlt: Gott blickt mich an und sagt: Komm zu mir. Du bist einmalig und ich habe dich in meine Hand geschrieben“, erklärte er den jungen Mitgliedern der Gemeinde, denen er nach dem Abendmahl zusammen mit Andreas Arend samt ihren Familien und Gästen ein wunderschönes Fest wünschte. Nächsten Sonntag sind dann zunächst der Rheinbreitbacher Erstkommunionkinder in sankt Maria Magdalena an der Reihe, bevor als letzte in der VG Unkel in zwei Wochen die Erpeler in Sankt Severinus Erstkommunion feiern.
DL
Angeführt von Pfarrer Andreas Arend und Diakon Winfried Reers zogen die Kinder zu Erstkommunion in Sankt Pantaleon ein
