Allgemeine Berichte | 30.07.2017, 15:15 Uhr

Bischöflisches Cusanus-Gymnasium Koblenz

130 Dienstjahre „nehmen ihren Hut“

Mit Eckard Winkler, Dietrich Jungbluth, Hans Ternes und Harald Orth wurden gleich vier Kollegen verabschiedet

(Von links) Eckard Winkler, Dietrich Jungbluth, Hans Ternes und Harald Orth. W. Schmitt, Ingo Beller
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Koblenz. Mit einer großen Portion Wehmut verabschiedete das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium vier verdiente Kollegen, die die Schule in den letzten Jahren als Pädagogen und - drei von ihnen - auch in Leitungsfunktionen geprägt haben. STD i.K. Eckard Winkler (Oberstufenleiter; Biologie/Sport), OSTR Dietrich Jungbluth (Mathematik/Sport), STD i.K. Hans Ternes (zweiter Stellvertretender Schulleiter und Orientierungsstufenleiter, Deutsch/Sozialkunde) und STD i.K. Harald Orth (Schulseelsorger, Kath. Religion/Geschichte) blicken zusammen auf über 130 Jahre fruchtbare Arbeit am „Bischöflichen“ zurück. Mit ihrer Persönlichkeit und ihren umfangreichen Aktivitäten haben sie das Gesicht und die pädagogische Qualität der Schule entscheidend mitbestimmt.

Als Pädagoge mit Herz und Augenmaß übte Eckard Winkler stets auch seine Aufgabe als MSS-Koordinator aus. 15 Jahre betreute er mit sicherer Hand das Kurssystem der „Mainzer Studienstufe“ (MSS), sorgte für den reibungslosen Ablauf der Abiturprüfungen und lotste zahllose Schülerinnen und Schüler in individuellen Beratungsgesprächen durch die Jahre der Oberstufe. Diese konnten sich auch in persönlichen Krisensituationen bei Eckard Winkler stets in sehr guten Händen wissen.

Insgesamt 27 Jahre lang war OStR Dietrich Jungbluth als überaus anerkannter Mathematik- und Sportlehrer am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium tätig. Vielen Schülerinnen und Schülern wird er nicht nur durch seine erzieherisch gradlinige Haltung in Erinnerung bleiben, sondern auch durch seine Fähigkeit, sichere Lösungsstrategien in der Mathematik zu vermitteln. Viele Jahre lang engagierte sich Dietrich Jungbluth darüber hinaus in der schulischen Suchtprävention und unterstützte die Schulleitung bei der Stundenplanerstellung.

Nach mehr als 34 Dienstjahren am Cusanus, davon 17 Jahre in der Funktion des zweiten Stellvertreters des Schulleiters und gleichzeitig als Orientierungsstufenleiter, tritt auch Hans Ternes in den verdienten Ruhestand. Mit ihm verliert die Schule einen überaus beliebten Deutsch- und Sozialkundelehrer und einen außerordentlich kreativen, auf sehr vielen Feldern engagierten Pädagogen. Täglich als „Vertretungsplanmacher“ für eine verlässliche Unterrichtsversorgung am Morgen zu sorgen, war nur eine Facette seines „Jobs“. Als Orientierungsstufenleiter behielt er jedes einzelne Kind im Blick, leitete Fördermaßnahmen ein und suchte immer wieder das Gespräch mit den Eltern. Das breite Spektrum der pädagogischen Förder-, Beratungs- und Zusatzangebote, die das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium anbietet, ist zu großen Teilen sein Werk. Unvergessen bleiben wird auch sein Einsatz für den Schüleraustausch mit der Ben Gurion High School in Petah Tikwa (Israel), seine Leistungen als langjähriger Leiter der Theater-AG, sein Engagement für die „Ökologische Schule“, die „Integrativen Kulturtage“ in Zusammenarbeit mit dem Herz-Jesu-Haus Kühr, seine legendären Auftritte bei der Tombola des Adventsbasars am Cusanus und viele andere mehr.

Keine geringe Zäsur markiert ohne Frage auch die Pensionierung des Schulseelsorgers Harald Orth. Seit 1983 bestellte er gemeinsam mit den Schulpfarrern das wichtige Feld der Schulpastoral. Vieles, was zum Profil des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums als christliche, an einer umfassenden Menschenbildung orientierte Schule gehört, verdankt das „Bischöfliche“ dem vorausschauenden und unermüdlichen Wirken von Harald Orth. Dazu gehören neben den gottesdienstlichen Angeboten vor allem jene pädagogischen Aktivitäten, die den Blick der Schülerinnen und Schüler für Gott und die Mitmenschen, insbesondere für Menschen in Not, öffnen: der „Soli-Weg“ und die „Shalom-Tage“ der fünften und sechsten . Klassen, die Orientierungstage der neunten Klassen im Haus Wasserburg, der Kreuzweg der Oberstufe, die Schulpartnerschaft mit Bukarest, die AG „Menschen ohne Wohnung“ und vieles andere. Seine menschenfreundliche, weise Art des Umgangs und seine kluge Fürsorglichkeit wird die Schulgemeinschaft sehr vermissen.

Dem Anlass entsprechend gab es am letzten Schultag eine große Verabschiedung vor der gesamten Schulgemeinschaft auf dem Schulhof des Cusanus-Gymnasiums. An einen Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel und ein gemeinsames Schulhoffrühstück schloss sich die von der Schulband umrahmte Verabschiedungsfeier an, in der der Schulleiter Carl Josef Reitz, aber auch Eltern und Schüler mit kreativen Beiträgen und Geschenken den vier Pädagogen für Ihre langjährige Arbeit dankten.

Sponsorenlauf geplant

Für alle, die sich einem der vier vielleicht in besonderer Weise verbunden fühlen, bietet sich eine außergewöhnliche Gelegenheit des Grußes und der indirekten Verabschiedung: Die „fantastischen Vier“ werden nämlich beim großen Spendenlauf der Schule für „Schulen in Afrika“ und am 25. August noch einmal gemeinsam an- und auftreten und würden sich dabei über möglichst viele Sponsoren unter den Tausenden von ehemaligen Schülern und Eltern freuen, die sie in den letzten Jahrzehnten unterrichtet oder betreut haben und die vielleicht aus alter Verbundenheit einen der Vier mit einem Spendenbetrag pro Kilometer in den Lauf schicken werden. Weitere Informationen über diese Möglichkeit finden alle Interessierte zum Schuljahresbeginn auf der Homepage der Schule unter www.cusanus-gymnasium.de.

(Von links) Eckard Winkler, Dietrich Jungbluth, Hans Ternes und Harald Orth. Foto: W. Schmitt, Ingo Beller

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