NRW-Stiftung finanziert römischen Glasschmelzofen
13.000 Euro für transportables Geschenk
Rheinbach. Im Jubiläumsjahr gibt es gute Nachrichten für die Freunde edlen Glases: Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt mit einem Zuschuss in Höhe von 13.000 Euro den Bau und die Präsentation eines römischen Glasofens. Er wird zum 50. Geburtstag des Museums zum Einsatz kommen. Als stellvertretende Präsidentin der NRW-Stiftung überreichte die frühere Kölner Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner die schriftliche Zusage jetzt im Beisein von Bürgermeister Stefan Raetz und Museumsleiterin Dr. Ruth Fabritius bei einem Besuch in Rheinbach persönlich an den Vorsitzenden des Museumsfördervereins Joachim Strasdas.
Im 50. Gründungsjahr von Museum und Förderverein planen die Freunde edlen Glases im August und September ein Symposium und ein Workshop-Programm zum Thema Glas. Als besondere Aktion wird der Archäologe Frank Wiesenberg einen römischen Glasschmelzofen aufbauen. In ihm können kleine bis mittelgroße formgeblasene Gefäße, Anhänger, Perlen oder auch Fensterglas hergestellt werden. Der Ofen wird auf einer transportablen Unterlage errichtet, damit er später im überdachten Teil des Himmeroder Hofes untergebracht werden kann. Dort, zumindest so sehen es die weiteren Pläne des Museums vor, wird zudem eine Medienstation errichtet, die seine Funktion erklärt. Lehrer und Schüler der Glasfachschule unterstützen ehrenamtlich das Vorhaben.
Seit ihrer Gründung 1986 konnte die NRW-Stiftung rund 3000 Natur- und Kulturprojekte fördern. Das Geld für ihre Aufgaben erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.
(V.l.n.r.) Georg Linden, Vorstandsmitglied des Vereins „Freunde edlen Glases (und Leiter der Werkstätten in der Glasfachschule), Bürgermeister Stefan Raetz, Joachim Strasda, Vorsitzender Freunde edlen Glases e.V., Prof. Barbara Schock-Werner, Dr. Ruth Fabritius, Museumsleiterin und Frank Wiesenberg, experimenteller Archäologe, Universität zu Köln.Foto: Bozena Yazdan
