Rheinbacher Ausbildungsmesse feierte Jubiläum
135 Unternehmen aus der Region präsentierten sich Fachkräften von morgen
Schüler und ihre Eltern nutzten die einzigartige Gelegenheit, direkt mit einer ganzen Reihe von Unternehmen in Kontakt zu kommen
Rheinbach. Die Rheinbacher Ausbildungsmesse feierte Jubiläum, denn zum 20. Mal öffnete diese beliebte Kontaktbörse zwischen heimischen Unternehmen und Institutionen auf der einen sowie Schülern der Abschlussklassen auf der anderen Seite ihre Pforten. Mit 135 Ausstellern und rund 1700 Besuchern verzeichnete die Veranstaltung im Alliance Messegebäude einmal mehr neue Rekorde und war auch mit neuem Organisationsteam wieder ein voller Erfolg. „Im Wettbewerb um die Fachkräfte von morgen sind alle Arbeitgeber gefordert, sich den veränderten Bedingungen und den neuen Herausforderungen des Arbeitsmarktes zu stellen“, so Dr. Raffael Knauber, Geschäftsführer der ausrichten den Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach (WFEG). Dazu gehöre es, die Schulabgänger rechtzeitig abzuholen und mit attraktiven Ausbildung- und Arbeitsbedingungen auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Auf der anderen Seite hätten alle Schüler die einzigartige Gelegenheit, direkt mit einer ganzen Reihe von verschiedenen Unternehmen und Personalverantwortlichen zu sprechen dabei den eigenen Traumberuf zu finden.
Die Wahl des Berufes sei eine grundlegende und weiterreichende Entscheidung, die Einfluss auf einen langen Zeitraum und vielleicht sogar das ganze Leben habe, wusste auch Bürgermeister Stefan Raetz (CDU). „Mit einem Ausbildungsplatz geht es um einen gelungenen Start in das Berufsleben mit dem Ziel, auch auf eigenen Füßen zu stehen und selbstständig zu werden.“ Eine exzellente Ausbildung sei das Fundament, um im Berufsleben Erfolg zu haben. Die enorme Beteiligung von rund 130 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen unterstreiche die Bedeutung der Rheinbacher Ausbildungsmesse in der Region und zeige, dass auch die Aussteller ihre Chance nutzten, um mit jungen Menschen Kontakt aufzunehmen und für sich zu werben. Viele Schulabgänger kämen hier zum ersten Mal in Berührung mit einem bislang unbekannten Berufsbild, das aber doch den eigenen Neigungen durchaus entgegenkomme.
Messe spiegelt die Leistungsfähigkeit Rheinbachs wider
„Die Messe spiegelt die Leistungsfähigkeit des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Rheinbach mit seinem breiten Bildungsangebot und seinen engagierten Unternehmen wider“, ergänzte Hans-Eberhard Dorow, der Leiter der Rheinbacher Wirtschaftsförderung. Sie werde hervorragend angenommen und habe sich zu einer der erfolgreichsten Messen der Region entwickelt mit jährlich steigenden Aussteller- wie auch Besucherzahlen. Die Ausbildungsmesse sei aber auch wichtig für die Stadt selbst, denn die Zukunft Rheinbachs und der Region hänge schließlich maßgeblich davon ab, wie es Wirtschaft und Politik gelinge, junge Menschen auszubilden, weiter zu qualifizieren und an den Standort Rheinbach zu binden.
Die Rheinbacher Ausbildungsmesse erfreut sich ständig zunehmender Beliebtheit. So opferten diesmal sogar rund 1700 Jugendliche mit ihren Eltern ihren Samstag, um sich aktiv um ihre erfolgreiche berufliche Zukunft zu kümmern. Schließlich boten die beteiligten Unternehmen, Institutionen, Hochschulen und Organisationen aus der Region umfassende Informationen über mehr als 350 Ausbildungsmöglichkeiten vom Anlagenbauer und Bundeswehrsoldaten über den Industriekaufmann und Fachinformatiker bis zum technischen Systemplaner oder Veranstaltungskaufmann an. „Hier ist wirklich für jeden etwas dabei“, war Knauber überzeugt, ein sehr breites Spektrum an Berufen mit Zukunft abgedeckt zu haben.
Erstmals alle Bauinnungsbetriebe mit dabei
Besonders erfreulich fand er es, dass erstmals alle Bauinnungsbetriebe mit einem Gemeinschaftsstand vertreten waren, 19 handwerkliche Betriebe aus der Glasmetropole präsentierten sich hier dem künftigen Nachwuchs. „Die Bauinnungsbetriebe suchen händeringend geeignete Mitarbeiter und erkennen die Chance, über die Ausbildungsmesse direkt mit potentiellen Bewerbern ins Gespräch zu kommen“, wusste Knauber. Außerdem sei es wichtig, den jungen Menschen deutlich zu machen, dass nicht nur ein Studium zähle, sondern eine Ausbildung im Handwerk nach wie vor echte Zukunftsperspektiven biete, ganz nach dem bekannten Motto: „Handwerk hat goldenen Boden.“
Vorträge zu den Themen Studium und Bewerbung rundeten das Angebot ab. Mit „Superhelden vom Dach“ wurden die Chancen im Dachdeckerhandwerk präsentiert, die Agentur für Arbeit gab Berufsorientierung für Jugendliche, das Universitätsklinikum Bonn zählte seine Ausbildungsmöglichkeiten auf, das Pflegeteam Wendland machte „Eine Karriere in der ambulanten Pflege“ schmackhaft, das Bundesinstitut für Berufsbildung zeigte die Digitalisierung der Berufswelt anhand von Beispielen aus der Region, die Europäische Fachhochschule Rhein/Erft lotste auf ihren Weg Richtung Karriere, sogar das „Studieren in den Niederlanden“ wurde vorgestellt, die Bundeswehr zeigte zivile und militärische Laufbahnen mit und ohne Studium auf, und unter dem Motto „Ausland ich komme!“ erläuterte das AIFS die Möglichkeiten vom Kurzaufenthalt bis zum Gap Year oder Schnupperstudium in Amerika. Gymnasiasten und Gesamtschüler aus Rheinbach waren wieder als Messeguides im Einsatz und standen in ihren gelben T-Shirts den Besuchern bei Fragen zur Seite.
JOST
Im Gespräch mit den Personalverantwortlichen, hier vom Bundeskriminalamt, sich die Schüler und ihre Eltern über die Zukunftsperspektiven informieren. Foto: Volker Jost
Zahlreiche Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen zeigten den interessierten Schülerinnen und Schüler die Ausflugsmöglichkeiten auf. Foto: Volker Jost
Auch das Universitätsklinikum Bonn warb mit einem großen Stand um neue Auszubildende. Foto: Volker Jost
