BE ART . BE PART . BE P-ART
14 Künstler präsentieren 40 Werke
Koblenz. Ein Nachwuchswettbewerb für den Kunstmarkt findet in Koblenz statt. Eingeladen hatte die Galerie im Altenhof 9. Die Galerie Laik war an diesem Samstag proppenvoll. Nichts ging mehr. Mancher blieb wartend vor der Tür stehen. Die Stadt-Touristik, selbst Presse und andere Medien hatten von diesem gewagten und geglücktem Event berichtet. Die Leucht-Art-Experten Wurzbacher und Krätz hatten die Altstadt-Galerie am Samstag illuminiert. Allein das war schon ein Hingucker. Die erste Light Art im Altenhof, vielleicht sogar in der Altstadt.
Die Nachwuchschance
Der Manager Philipp Ockenfeld und der Künstler Kosta Liliopoulos, beide aus Koblenz, hatten Jean-Marc Laik von dieser Idee, einen Kunstwettbewerb auszurufen, begeistern können. Er machte beide zu Kuratoren. Mit seiner Hilfe gelang erst das Experiment. Es wurden gut 60 Prozent Künstler aus und um Koblenz berücksichtigt. Die weitesten kamen aus Oberammergau, aus Reutlingen, Worms. Gerade die heimischen Künstler, die selten in Koblenz eine Galerie zum Ausstellen finden, hatten mit der Galerie Laik, die sich auf zeitgenössische Künstler eingespielt hat, Glück gehabt.
Kunst steht für Lebensreife
Die 14 Künstler/innen wurde aus knapp 100 Einsendungen von einer Expertenjury ausgesucht. Das Durchschnittsalter der Künstler lag bei 55 bis 60 Jahren. Das vollendete Können zeigt sich besonders in der Kunst erst in den späteren Jahren. Die kreativen Bereiche der limbischen Hirnareale entwickeln sich besonders nach dem 60. Lebensjahr. Das ist ein Fakt der Hirnforschung.
Oberammergau mag den Rhein
Der Künstler mit dem weitesten Weg war Joachim Seitfudem, ein Spross aus der berühmten Oberammergauer Holzbildhauer-Dynastie. Dieser war sportiv mit dem ICE angereist. In der Nacht ging es wieder zurück. „Er sei um 6 Uhr zu Hause“, meinte der gutgelaunte, allürenfreie Bayuvare, der mit den Koblenzern schnell warm wurde.
Während der Vernissage wurde er immer wieder in neue Gespräche verwickelt. Das können die Koblenzer gut, jeder Fremde fühlt sich hier schnell zu Hause. Keiner wird stehen gelassen.
Dabei sein ist alles
Unter den Gästen wurden einige Besucher des Kultursalon Koblenz gesichtet. Die Laudatorin und Gründerin dessolchen hatte ihre Klientel von der Ausstellung unterrichtet und eingeladen. Zur Unterhaltung der Gäste gab es jede Menge Musik, Live Acts bis 20 Uhr und mittendrin eine lebendige Laudatio – eine Mischung aus Wissen, Reportage und Unterhaltung. Hierfür steht die Publizistin und Rhein-Autorin Petra Lötschert. Die bereits mit 18 ihre 1. Laudation in Koblenz hielt und zwar bei der Gründung des Kunstvereins Koblenz. Auch die 1. Art Koblenz hat sie mit einer Rede aus der Taufe gehoben. Die aufklärende wie ansprechende Ansprache an eine Öffentlichkeit liegt ihr. Für Galerien sicherlich eine angenehme Entdeckung, denn viele Reden langweilen eher ihr Publikum.
Sich verstanden fühlen
Künstler Herbert Jäger hatte sich über seine Ankündigung der Laudatorin gefreut. Seine Bilder waren im Schaufenster illuminiert und damit nicht in den ursprünglichen Farben zu sehen. Die Laudatorin hatte jedoch seine Kunst seine Arbeit, sein Konzept und ihn als Künstler in einer flotten Sprache umschrieben. Der Beruf des Werbegestalters wurde dabei von Petra Lötschert kraftvoll wie amüsant ins rechte Licht gerückt. Mit einem Glas Wein in der Hand genoss er diesen Abend, auch er wurde in unzählige Gespräche verwickelt.
Der Gast bleibt König
Jean-Marc Laik verwöhnte seine Gäste lächelnd zwischendurch auch selbst. Es gab gesunde Snacks, wie Oliven und Käse, aber auch warme Häppchen, neben Wasser und Wein. Seine Werkstatt, in der Laik Rahmen für Bilder erstellt, hatte er noch schnell zu einem gemütlichen Food-Lager umgebaut. Er, der diese Galerie in der Koblenzer Altstadt seit fast 50 Jahren besitzt, ist ein König des Improvisierens. Die Senioren brachte er hinter seinem Bauhaus-Schreibtisch in Sicherheit. Erstaunlich viele junge Menschen waren zu diesem Event erschienen – dreißig aufwärts, aber genauso viele ältere Gäste um die sechzig und darüber hinaus bildeten das Hauptklientel.
Einer der ältesten Gäste vor Ort war die ausstellende Henny Monzel-Ellerman, mit acht Dekaden vollkommen fit, lachend, Menschen umarmend war eine herausragende Persönlichkeit dieses Abends. Das Fotografieren hält sie jung und in Schwung. Sie ist Kunstfotografin und eine wichtige Dokumentarin für diese Stad an Rhein und Mosel.
Den Wahlgang üben
Jean-Marc Laik riet allen zu wählen zu gehen, damit am 22. Februar der Sieger der Art Competition feststeht. Mit Sicherheit ein gute Übung für den Nachfolgetag, an dem die Bundestagswahlen ausstehen. Bei Jean-Marc Laik besteht auch die Möglichkeit, online zu wählen. Eine Wahlkommission wird über den Sieger, die Siegerin des Kunstwettbewerbs befinden. Hier können alle sicher sein, der Gewinner, die Gewinnerin müssen etwas können. Sein Sieger steht bereits so dann vor der großen Bundeswahl fest. Also mitmachen! Einfach schon mal früher wählen gehen.
BE ART . Be PART . BE P-ART – dieses Wortspiel hatten sich seine zwei Kuratoren Kostas Liliopoulos und Philipp Ockenfeld ausgedacht. Sie haben gut gedacht. Die Idee eines Kunstwettbewerbs hat sich wunderbar durchgesetzt und sogar für ein volles Haus gesorgt.
Pressemitteilung
Kultursalon Koblenz
Joachim Seitfudem. Foto: Kultursalon Koblenz
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