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Den traditionellen Kameradschaftsabend feierten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Breisig im Brohler Ortsteil Lützing

153 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte sind im Verbandsgemeindegebiet tätig

27.11.2019 - 08:27

Lützing. Alle Jahre wieder treffen sich die Mitglieder der verschiedenen Feuerwehren des Verbandsgemeindegebietes zum Kameradschaftsabend, den man auch die „Weihnachtsfeier der Feuerwehrbranche“ nennen könnte. Vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in der Lützinger Hauptstraße deuteten einige geparkte Löschfahrzeuge unter dem großen Weihnachtsbaum das Ereignis an. Wo sonst die blitzblanken Feuerwehrautos auf ihre Einsätze warten, bestimmten Holztische und Bänke das Bild. Erwartet wurden die Feuerwehrleute aus dem gesamten Verbandsgemeindegebiet mit Familien. Ein schöner Anlass, die Kameraden oder Kameradinnen einmal nicht im Einsatz zu treffen, sondern um gemeinsam auf das (fast) vergangene Jahr zurückzublicken, Ehrungen vorzunehmen und gemeinsam in familiärer Atmosphäre zu feiern. Die rot lackierten Regale, die weißen Helme und die dunkelblauen Uniformen an den Kleiderhaken sagten trotz der aus Platzgründen nach draußen verbannten Löschfahrzeuge deutlich: Hier sind wir bei der Feuerwehr! Nach und nach trudelten die Gäste ein, die Bad Breisiger Feuerwehrleute übrigens bewusst per Bus, wie Wehrführer Marcel Caspers, erzählte, um ein Zeichen zu setzen (Schlagwort „Geisterbusse“).


Die Reden zum Kameradschaftsabend


Als Gastgeber des Kameradschaftsabends fungierte Arno Wolff, Wehrführer der Freiwiligen Feuerwehr Niederlützingen, der die Gäste herzlich begrüßte und dann an Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach übergab. Auch er begrüßte die Feuerwehrfamilien der Stadt Bad Breisig, der Ortsgemeinden Brohl-Lützing, Gönnersdorf und Waldorf und die Gäste der Kommunalpolitik, wie den Ersten Beigeordneten des Verbandsgemeinderates Hans - Josef Marx, den Ersten Beigeordneten der Ortsgemeinde Waldorf Werner Krupp, die stellvertretende Vorsitzende der SPD Fraktion im Verbandsgemeinderat Marianne Hedwig sowie VG-Ratsmitglied der CDU und Ortsbürgermeister von Brohl-Lützing Dr. Frank Gondert, die Beigeordneten der Stadt Beate Deres und Michael Jungk, daneben aus den Reihen der Feuerwehr besonders den stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspektor Marcus Mandt sowie Verbandsgemeinde-Wehrleiter Ronny Zilligen.

Im Mittelpunkt des Abends stehe der Dank an die Kameradinnen und Kameraden: „Der Dank dafür, dass Ihr 365 Tage im Jahr ununterbrochen mit Mut und großartigem Engagement ehrenamtlich im Einsatz seid. Mein Respekt ist riesengroß, nicht nur für Eure Einsätze beim Retten Löschen, Bergen, sondern auch dafür, dass Ihr immer größere Anforderungen bewältigt. Und auch die Verantwortung, die Ihr tragt, wird immer größer. So legt die Staatsanwaltschaft heutzutage bei Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren die gleichen Maßstäbe an wie bei der Berufsfeuerwehr“. Bernd Weidebach informierte über die professionelle Ausstattung der Wehren im Verbandsgemeindegebiet, in die jedes Jahr deutlich über 200.000 Euro investiert würden. Und gerade in den letzten drei Jahren sei viel erreicht worden. So seien neue Fahrzeuge angeschafft und das Feuerwehrhaus in Bad Breisig umgebaut und erweitert worden.

153 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden seien im Verbandsgemeindegebiet ehrenamtlich aktiv. „Die Freiwilligen Feuerwehren“, so der Verbandsgemeindebürgermeister weiter, „sind nicht nur unentbehrlich für die Rettung und den Schutz unserer Einwohner(innen), sondern auch ein ganz wichtiger Bestandteil unseres sozialen Lebens. Hier treffen sich Jung und Alt, um unter dem Leitsatz ‚Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr‘ ihrer Berufung nachzugehen und ihr Wissen weiterzugeben“.

An die Mitglieder des Verbandsgemeinderats appelierte Bernd Weidenbach, bei der letzten Sitzung des Jahres positiv und konstruktiv auf den Bereich Freiwillige Feuerwehren zuzugehen.

Der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Marcus Mandt verwies auf seine enge, freundschaftliche Verbundenheit zur hiesigen Wehrleitung, dankte für die konstruktive Zusammenarbeit und informierte über aktuelle Konzepte: „Ein von uns angeschobenes Hochwasser-/Starkregenkonzept ist dieses Jahr eingeführt und im Rahmen einer größeren Übung ausprobiert worden. Es enthält vordefinierte Einheiten der acht Kommunen unseres Landkreises, die im Bedarfsfall schnelle und gezielte Unterstützung von Mannschaft und Gerät für betroffene Kommunen gewährleisten. Ein ähnliches Konzept zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ist fertig und wird nächste Woche mit den Wehrleitern abgestimmt. Überarbeitet wird zur Zeit auch der 10-Jahres-Bedarfsplan für Fahrzeuge des Landkreises“. Auch Marcus Mandt beendete seine Rede nach einigen weiteren Informationen mit seinem Dank für das in 2019 Geleistete und endete mit den Worten: „Bleibt bitte, wie Ihr seid, eine anerkannt gute und motivierte Mannschaft“.

Ronny Zilligen hielt seine Rede mit Rücksicht auf seine Kameraden (die wussten, dass noch verschiedene Ehrungen anstanden und dann das Buffet auf sie wartete) bewusst kurz, dankte für die geleistete Arbeit, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr hindurch. 140 Einsätze ganz unterschiedlicher Art habe es gegeben. Nie wisse man, was auf einen zukäme. Er sei sicher, so Ronny Zilligen, dass die Freiwillige Feuerwehr, die zur Rettung und zum Schutz da sei, den Einwohnern ein gutes Gefühl der Sicherheit vermittle.

140 Einsätze, griff Dr. Frank Gondert die konkrete Zahl in seiner Rede auf, seien viel und dafür sage auch er ein herzliches Dankeschön. Sein Dank gelte aber auch dem zusätzlichen Wirken und Engagement der Freiwilligen Feuerwehr für die Gemeinschaft bei Veranstaltungen wie z. B. Martinszügen oder Feiern, die sonst überhaupt nicht möglich seien.


Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen


Um den Nachwuchs braucht sich die Freiwillige Feuerwehr in der Region keine Sorgen zu machen. Das zeigten die Neuverpflichtungen von neun Feuerwehranwärterinnen bzw. Anwärtern per Handschlag und mit Überreichung der Urkunden durch den Verbandsbürgermeister. Daneben gab es die Verpflichtung von Holger Kaspers als Hauptfeuerwehrmann und Brandmeister und neun Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann. Sascha Cremer und Andreas Dünchel (beide FF Waldorf) wurde zum 25-jährigen Dienstjubiläum das „Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen“ mit Urkunde von Innenminister Roger Lewentz verliehen. Ralf Odenthal (FF Brohl-Lützing) wurde für sein 35-jähriges Dienstjubiläum ausgezeichnet. Für seine unentwegte, 60-jährige Treue zur Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet wurde Alfred Reifferscheid, der auch den Kreis der Ehrenabteilung leitet. Anschließend ging es zum reichhaltigen Buffet und zum „Löschen“, denn es standen zur Feier des Tages ausreichend kalte Getränke bereit.

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Nitrat im Grundwasser

Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
Paul:
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