Der Mammographie-Screening-Bus kommt nach Dierdorf
1.600 Frauen aus der Region erhalten eine Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung
Pinkfarbener Truck steht in der Königsbergerstraße (Rewe-Parkplatz)
Dierdorf. Vom 28. September bis 29. Oktober 2020 macht der Mammographie-Screening-Bus in Dierdorf in der Königsbergerstr. 20-22 auf dem Rewe-Parkplatz Station. Mit dem Mammobil haben rund 1.600 Frauen von 50 bis 69 Jahren aus der Region die Möglichkeit, wohnortnah am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilzunehmen.
Eine Einladung geht an die Frauen aus folgenden Ortschaften und Städten: 56249 Herschbach, 56269 Marienhausen, 56269 Dierdorf, 56271 Dierdorf, 56271 Maroth, 56271 Mundersbach, 56276 Stebach und 56307 Dernbach. Die Einladungen erfolgen aufsteigend nach der Postleitzahlengröße. Im Anschluss an den Standort Dierdorf nimmt der Bus seinen nächsten Standort in Diez ein.
Besondere Schutzmaßnahmen während Corona-Pandemie
Für die Durchführung der Mammographie-Untersuchungen gelten im Mammographie-Screening-Bus sowie in allen stationären Screening-Praxen zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Corona: Wer grippeähnliche Symptome wie Fieber oder Husten hat, wird gebeten, seinen Termin über das Rheinland-Pfalz weite Screening-Telefon 06321-9674040 zu verschieben. Zum Termin ist eine Mund-Nasen-Bedeckung mitzubringen. Diese ist während des kompletten Aufenthaltes zu tragen! Es werden alle vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlenen Hygienemaßnahmen eingehalten.
Bus ist mit modernstem Mammographiegerät ausgestattet
Alle zwei Jahre haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren einen Anspruch auf eine Mammographie-Screening-Untersuchung. Mit einem Vorlauf von ca. 3 Wochen werden sie per Post über ihren persönlichen Untersuchungstermin informiert. „Sollte eine anspruchsberechtigte Frau aus dem oben genannten Postleitzahlengebiet bis Mitte September keine schriftliche Einladung erhalten haben, kann sie sich über die Screening-Hotline 06321-9674040 einen Termin geben lassen“, raten die beiden Programmverantwortlichen Ärzte des Screening-Programms Mittelrhein, Dr. Toni Vomweg und Dr. Jochen Schenk. Zur Screening-Untersuchung ist
die Versichertenkarte und das Einladungsschreiben mitzubringen.
Der Screening-Bus ist im nördlichen Rheinland-Pfalz für die Frauen im Einsatz und sorgt für möglichst kurze Wege bei der Brustkrebsfrüherkennung. Das Mammobil ist montags bis donnerstags von 7:30 bis 16:00 Uhr und freitags von 7.30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Im Bus findet sich der gleiche hohe Standard wie in den stationären Screening-Zentren. Er verfügt über einen Wartebereich mit Empfang, Umkleidekabinen sowie ein hochmodernes digitales Vollfeld-Mammographiegerät.
Früh erkannter Brustkrebs ist in den meisten Fällen heilbar
Da beim Screening jede Mammographieaufnahme von zwei besonders erfahrenen Radiologen beurteilt wird, bekommen die Frauen innerhalb von ca. 6 Werktagen nach der Untersuchung das Ergebnis schriftlich mitgeteilt. „Zeigt sich im Röntgenbild ein unklarer Befund, wird die Frau zur Abklärung in die Praxis eingeladen. Bei etwa 80 Prozent dieser Nachuntersuchungen kann meist direkt Entwarnung gegeben werden“, weiß Dr. Toni Vomweg aus Erfahrung. Dr. Jochen Schenk nennt aktuelle Zahlen zum Mammographie-Screening: „Die Brusttumoren, die wir im Screening finden, sind in 82 Prozent der Fälle unter zwei Zentimeter groß und zu 79 Prozent sind noch keine Lymphknoten befallen.“ Und die beiden Radiologen machen deutlich: „Mit der Mammographie-Früherkennungs-Untersuchung können wir Brustkrebs nicht verhindern, aber durch die regelmäßige Teilnahme alle zwei Jahre kann in den meisten Fällen Brustkrebs sehr früh erkannt und damit gut behandelt und vielfach geheilt werden.“
