MGV Mendelssohn Bartholdy 1855 e.V. Montabaur
166. Stiftungsfest begangen
Montabaur. Aus Anlass seines diesjährigen 166. Geburtstags lud der Männergesangverein Mendelssohn Bartholdy 1855 e.V. Montabaur seine Mitglieder zu einem geselligen Miteinander ins Restaurant der Stadthalle ‚Haus Mons Tabor‘ ein. Voraus ging der unter Corona-Vorgaben stark einge-schränkten Feier die Teilnahme am Abendgottesdienst der katholischen Kirchengemeinde in der Montabaurer Kirche „St. Peter in Ketten“. Die bereits traditionelle Mitwirkung musste sich dieses Mal allerdings auf ‚Lesung‘ und ‚Fürbitten-Gebet‘, somit auf nicht-gesangliche Beiträge beschränken. Pandemie-bedingt war die Runde der Geburtstagsgäste deutlich kleiner als bei früheren so genannten ‚Stiftungsfesten‘. „Umso mehr bedanke ich mich ausdrücklich bei allen, die heute Abend gekommen sind, insbesondere bei unseren Ehrengästen!“ betonte Michael Kien, Vorsitzender der „Mendelssöhne Montabaur“ in seiner Begrüßung. In ihren Grußworten hoben Pfarrerin Anne Pollmächer (evangelische Kirchengemeinde) und Pfarrer Michael Vogt (katholische K.) den hohen und unverzichtbaren Gemeinschafts-Wert des Montabaurer Gesangvereins hervor: „Nur selten war Aufeinander-Hören so wertvoll wie in der heutigen Situation - und das praktizieren Sie ja, soweit möglich, Woche für Woche immer wieder neu!“ betonte Pfarrerin Pollmächer mit einem Schmunzeln. Nach dem Buffet, gewohnt lecker von „Stoffels Gerichteküche“ zubereitet, tauchten die dreißig Anwesenden mehrfach auf amüsante Weise in die Geschichte des Traditionsvereins ein. Dazu hatte Kien sowohl Pokale und Auszeichnungen mitgebracht, zu denen er Peter Wallrath, Franz Kuch und Willibald Schäfer, jahrzehntelange Sänger und verdiente Mitglieder des Chores interviewte. ‚Im Gepäck‘ hatte er auch ein großes Namensschild des Chores, das in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts über dem Nebensaal zur Stadthalle hing, als dieser den Namen „Mendelssohn Bartholdy Saal“ erhielt. In Folge von Umbau-Maßnahmen und Brandschutzbestimmungen war es jedoch entfernt worden. „Wir werden uns bei der Stadt Montabaur neu dafür einsetzen, dass der Namenszug wieder über unserem angestammten Probenraum angebracht werden wird“, versprach Kien unter dem Applaus der Feiergesellschaft. Zuvor hatte der 2. Vorsitzende Christoph Kuhl mit einer rund 100 Jahre alten „Zeitungs-Ente“ für Erheiterung gesorgt, die damals großen Wirbel verursachte, als dem Chor eine Einladung ins Weiße Haus glaubhaft übermittelt worden war, allerdings zu Karnevalszeiten … Hermann Altenhofen, Ehrenvorsitzender des MGV, überraschte nebst weiteren Anekdoten mit einer Präsentation der wechselvollen Mitgliederzahlen, die in Spitzenzeiten an die 100 ging, in den Anfangsjahren aber mit der heutigen Situation vergleichbar war. Sein Fazit daher: „Warum sollten wir nicht wieder solche guten Zeiten erleben können, wenn auch unter veränderten Bedingungen?!“ Damit griff er die vom amtierenden Vorsitzenden zuvor in Aussicht gestellte Satzungs-Änderung auf, die in Folge des sehr gut gestarteten aktuellen Chorprojekts künftig auch die Mitglieds-Aufnahme von Frauen ermöglichen soll. Der Beschluss dazu soll auf der nächsten Jahreshauptversammlung gefasst werden, die Anfang 2022 als Präsenzveranstaltung beabsichtigt ist. Jedoch erst, sobald es in Anbetracht der Entwicklung rund die Corona-Pandemie wieder möglich sein wird. Aktuelle Informationen zum Chorprojekt „Welt der Musicals“ und zum MGV stets unter www.mendelssoehne-montabaur.de oder in den sozialen Netzwerken.
V.r.: 1. und 2. Vorsitzender unterhalten die Geburtstagsgesellschaft mit ihren Beiträgen.Fotos: privat
