Allgemeine Berichte | 12.04.2017

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. freut sich über die Neuzugänge

17 Teilnehmer bald „Fit für die Pflege“

Qualifizierende Vorbereitung zur Alten- & Krankenpflegehilfeausbildung

Mit großer Freude bei ihrem neuen Beruf präsentierten sich die 17 Teilnehmer.privat

Kreis Mayen-Koblenz. Sie möchten alten Menschen helfen und später in der ambulanten oder stationären Altenpflege arbeiten. 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Landkreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz und aus der Stadt Koblenz absolvieren bis Ende Juni beim Caritasverband in Andernach in der Agrippastraße 15 die Qualifizierende Vorbereitung im Bereich Alten- & Krankenpflege. „Fit für die Pflege“ ist die fünfte einjährige Arbeitsmarktmaßnahme, die in Andernach angeboten wird und neben dem Unterricht drei vierwöchige Praktika in Senioreneinrichtungen, Pflegediensten und Krankenhäusern umfasst. Fachkräfte der Caritas vermitteln im Caritashaus am Dom das nötige Hintergrundwissen rund um die Alten- und Krankenpflege: Hygienemaßnahmen und Ernährung stehen ebenso auf dem Lehrplan wie Blutdruck, Blutzucker, Puls messen, Dekubitusprophylaxe, Hebetechniken, Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen, Pflege im Bett, Rasieren, Sturzprophylaxe oder auch der Umgang mit demenziell veränderten Menschen. Ebenfalls spannend war es für die jungen Erwachsenen, mehr über Krankheitsbilder wie Diabetes und Herzerkrankungen zu erfahren oder wie man einer Pneumonie vorbeugen kann. „Sachen, die wir in der Theorie durchgenommen haben, konnten wir gleich im Praktikum umsetzen“, so Conny, die bereits nach zwei Tagen unter fachlicher Anleitung eigenständig Aufgaben übernehmen konnte. Schon immer wollte sie mit älteren Menschen zusammenarbeiten, dachte aber nicht unbedingt an einen Beruf der Pflege. Auch für Nicole, die Raumausstatterin werden wollte, war der Gedanke neu, als ihr das Jobcenter diese Qualifizierung anbot. Zur Entscheidungsfindung, in welchem Bereichen sie später arbeiten möchten, sind die Praktika von großer Bedeutung. Nach diesen Erfahrungen wechselte der eine oder die andere den Berufswunsch von stationärer zu ambulanter Pflege, oder eben umgekehrt. Dabei fangen die wenigsten bei null an. Einige der Teilnehmenden können Pflegeerfahrung vorweisen oder waren bereits in anderen Berufen tätig, im Gartenlandschaftsbau, in der Gastronomie, im KFZ-Handel, bei einem Kurierdienst, als Hotelfachfrau, Maurer oder Wellness-Massage-Therapeut. Damit ist die Qualifizierung nicht nur eine Chance für Langzeitarbeitslose, sondern auch für Menschen, die sich umorientieren wollen. „Ich habe mir den Beruf der Altenpflege überhaupt nicht vorstellen können“, resümierte eine Teilnehmerin, die dankbar ist, mit der Maßnahme der Caritas, endlich den richtigen Beruf gefunden zu haben. Ganz wichtig ist es den jungen Menschen, sich in die Seniorinnen und Senioren hineinversetzen zu können. Praktische Übungen hierzu finden zum Beispiel. am Krankenbett statt, wo unter anderem das Umlagern oder Mobilisieren von pflegebedürftigen Menschen geübt wird. Interessant ist es auch, mithilfe des Alterssimulationsanzugs GERT in die Haut von betagten Seniorinnen und Senioren zu schlüpfen und zum Beispiel Beeinträchtigungen der Gelenke oder des Sehvermögens am eigenen Leib zu erspüren. Durch den Besuch eines Mitarbeiters vom Hospizverein Mayen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick, in seine Arbeit mit schwerst Kranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörige erfahren. Das Qualifizierungsjahr findet in zwei Modulen statt und ist nach§ 45 SGB III zertifiziert. Die Maßnahme wird über den „Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein“ nach § 16, Abs. 1 SGB II belegt und ist als Vorpraktikum für eine Ausbildung in der Alten- und Krankenpflegehilfe anerkannt. Die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Jobcentern Ahrweiler, Koblenz und Mayen-Koblenz, sowie die vielfältigen Kontakte zu den Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten und die Kooperation mit der VHS Andernach über die Region hinaus sind ein Garant für den Erfolg der Maßnahme.

Mit großer Freude bei ihrem neuen Beruf präsentierten sich die 17 Teilnehmer.Foto: privat

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