Erfolgreiche Premiere für „Die Wilden“
20. Bad Höninger Pfingstspectaculum lockte Menschen auf die Wiese am Rhein
Bad Hönningen. Rund 45 Akteure aus Europa waren angereist, um gemeinsam das Pfingstspectaculum zu gestalten. Den Gästen bot sich ein buntes Bild. Drei Krämereien mit einem breit gefächerten Angebot waren vor Ort. Eine Gewandkammer mit historischer Kleidung und auch kulinarisch hatte das Spectaculum allerhand zu bieten. Weine wurden feilgeboten, orientalische Früchte und Gebäck und auch ein Mokkahaus durfte nicht fehlen.
Herzhaftes und Süßes für den großen Hunger
Gegen den knurrenden Magen zwischendurch standen verschiedene Buden mit herzhaftem Essen wie Steak im Brötchen, gebackenen Pilzen oder auch ein Falafel Teller mit ihrem Angebot bereit. Für Süßschnäbel gab es Crêpes. Neben den klassischen Marktständen fanden die Gäste zahlreich Mitmachaktionen vor.
Selbermachen ist alles
Sie konnten sich Armreifen oder Amulette selbst prägen, Dinge rund ums Schaf herstellen, Stockbrot backen, Pfeilspitzen gießen und sich beim Armbrustschießen versuchen. Für die Kinder gab es an der Kasse eine Spielekarte für 10 Euro zu erwerben, die für 5 Spiele galt. Ein einzigartiges Angebot auf diesen Märkten in Deutschland. Dies bot den Kindern eine gute Möglichkeit Spiele und handwerkliche Techniken aus anderen Jahrhunderten zu erleben und dabei ihre motorischen Fähigkeiten zu trainieren.
In den Zelten und der Ausstattung steckt viel Handarbeit
Was bei den Ständen und Zelten auffiel, die oft in mühevoller Handarbeit gefertigt wurden, war die Liebe zum Detail. Das Zelt und das Bett von Arne’s Smykkerhus war ein anschauliches Beispiel für die Liebe und Hingabe, die hinter alledem steckt. Für manche Gäste ist der Besuch beim Spectaculum bereits Tradition. Sandra und Sascha waren extra aus Bornheim gekommen. „Wir sind froh, dass das Lager wieder am alten Platz ist“, sagten sie, während sie sich die Pilze schmecken ließen.
Bürgermeister besuchen Spectaculum gemeinsam
Auch Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud und Stadtbürgermeister René Achten waren begeistert. Sie drehten eine ausgiebige Runde über den Markt und landeten schließlich auf dem Tron der Unkeler Hunnen. Dort erfuhren sie vom „KöIsche Hätz“ aus Köln, das zugunsten des Fördervereins für Krebskranke Kinder Veranstaltungen durchführt und Spenden sammelt, was die Hunnen seit Jahren unterstützen
Spenden Sammeln fürs „Kölsche Hätz“
Ermtraud ließ es sich nicht nehmen ebenfalls einen Obolus im Spendenbecher zurückzulassen. In diesem Jahr lag die Organisation zum ersten Mal in den Händen von Chris Voigt und „den Wilden“, einer freien Interessengemeinschaft aus Bad Hönningen zum Thema Wikinger und Kelten. Die bisherige Organisatorin Beate Ahlemeier, fand in der Gruppe eine würdige Nachfolge. „Wir sind froh darüber“, sagte Bürgermeister René Achten, „besonders auch wegen der Bad Höninger Zugehörigkeit.“ Achten hatte den neunen am Ruder mit Tipps und Erklärungen zur Seite gestanden.
„Die Wilden“ sind zufrieden
„Der Veranstalter ist zufrieden“, sagte Chris Voigt nach dieser gelungenen Premiere als Organisator. „Das hier ist wie eine große Familie. Hier hilft jeder jedem. Und alles blieb friedlich. „Das Wetter war zunächst durchwachsen, aber wenigstens der Montag blieb trocken. Für das nächste Jahr hat Voigt schon Pläne. Es wird also weitergehen, das traditionelle Pfingstspectaculum in Bad Hönningen.
JS
V.l.n.r.: Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud, Großkönig Attila, Unkel und Bürgermeister René Achten.
Den Gästen bot sich ein vielfältiges Programm vor Ort.
