Allgemeine Berichte | 22.01.2017, 11:00 Uhr

Verbandsgemeinde Altenahr feiert mit der ungarischen Gemeinde Mártély

20 Jahre gelebte Partnerschaft

Jubiläum wird in den Sommerferien in Ungarn und Deutschland gefeiert

(Von links) Bürgermeister Achim Haag, Jugendpfleger Werner Söller, Vorsitzender Partnerschaftsverein Stefan Reitler und Jugendbüro-Mitarbeiterin Jutta Knieps. UM
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Altenahr. Vor 20 Jahren hatte das Land Rheinland-Pfalz die Bürgermeister und Delegationen aus Ungarn auf das Hambacher Schloss eingeladen um für Partnerschaften zu werben. Hier entschied sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr Achim Haag für eine Partnerschaft mit der 1.300 Kilometer entfernten, im südlichen Ungarn liegenden Gemeinde Mártély. Nachdem Bürgermeister Achim Haag und auch die damalige ungarische Bürgermeisterin der Gemeinde Mártély Judit Balogh in ihren Räten die Zustimmung gefunden hatten, reisten die Delegationen im Jahre 1997 mit kleinen typischen regionalen Gastgeschenken zum beidseitigen Besuch nach Mártély und Altenahr, um die Partnerschaft zu besiegeln.

Von Anfang an war klar, dass es eine Partnerschaft werden soll, die sich im Schwerpunkt den Kindern und der Jugend annimmt und vom gegenseitigen freiwilligen Schüleraustausch leben soll. Aber auch die Räte pflegten den Kontakt und trafen sich im Fünfjahresrhythmus zum Austausch. Heute nach 20 Jahren kann die Verbandsgemeinde Altenahr auf eine lebendige Partnerschaft zurückblicken, in der Schüler zu Praktikanten heranwuchsen und sogar eine Deutsch-Ungarische Ehe geschlossen wurde und zahlreiche Freundschaften dauerhaft entstanden.

Als großen Glücksfall bezeichnete Bürgermeister Achim Haag, dass mit Judit Wild aus Dernau von Anfang an eine Dolmetscherin mit im Boot war, da die Hürde der Verständigung doch erst einmal genommen werden musste. Auch der Partnerschaftsverein ließ nicht lange auf sich warten und wurde bereits nach zwei Jahren ins Leben gerufen, der heute mit den zwölf Ortsgemeinden über 60 Mitglieder zählt und in dem Stefan Reitler derzeit den Vorsitz führt. Der Partnerschafts-Geburtstag soll dann auch in der Verbandsgemeinde Altenahr und der Partnergemeinde Mártély gefeiert werden. Hierzu stehen die Termine mit dem 7. bis 11 Juli in Ungarn und vom 24. bis 27. August in der Verbandsgemeinde Altenahr bereits fest und da auch die Kinder mitfeiern können und sollen, fallen beide Termine in die Ferienzeit.

Geburtstagsplanungen laufen

Der Partnerschaftsverein befindet sich bereits in der Planung und stellt das Programm für den Ablauf des Geburtstagsfestes zusammen, bei dem es auch einen Festabend in der Verbandsgemeinde Altenahr geben wird. Im Jubiläumsjahr gibt es sogar eine Premiere, da das Blasorchester Altenahr seinen Jahresausflug in die Partnergemeinde Mártély geplant hat und dort bei den Jubiläumsfeierlichkeiten auch aufspielen wird, ebenso wie beim Festakt in der Verbandsgemeinde Altenahr, so Bürgermeister Achim Haag. Da eine gelebte und gepflegte Partnerschaft auch finanziell ausgestattet werden muss, werden jährlich im Haushalt der Verbandsgemeinde 4.000 Euro eingestellt und im Jubiläumsjahr hat der Verbandsgemeinderat die Summe auf 8.000 Euro verdoppelt. Aber nicht nur Gelder aus dem Verbandsgemeindehaushalt fließen in die Partnerschaft, hier sind es auch Gelder aus EU-Mitteln, die der Partnerschaftsverein und das Jugendbüro der Verbandsgemeinde Altenahr mit Jugendpfleger Werner Söller in aufwendigen Antragsverfahren locker gemacht haben. So gab es im vergangenen Jahr sogar ein Partnerschaftstreffen im Allgäu in einem Selbstversorger-Haus mit gleich drei Nationen, den Jugendlichen und Betreuern der Partner aus der Verbandsgemeinde Altenahr, der Gemeinde Mártély und deren Partnern aus Rumänien. Für die Zukunft wünschen sich Bürgermeister Achim Haag, die Mitarbeiter vom Jugendbüro und der Vorstand vom Partnerschaftsverein, dass die Partnerschaft, die einst vorsichtig zusammenwuchs und nun in fester Freundschaft besteht, noch lange Bestand haben möge. UM

(Von links) Bürgermeister Achim Haag, Jugendpfleger Werner Söller, Vorsitzender Partnerschaftsverein Stefan Reitler und Jugendbüro-Mitarbeiterin Jutta Knieps. Foto: UM

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