Allgemeine Berichte | 16.11.2018

Deutsch-Russische Partnertagung

20 neue Vereinspartnerschaften

BBC Montabaur ist als Vorreiter mit an Bord

Das Ziel, Vereinspartnerschaften zu gründen ist bei der Partnertagung gut gelungen. Privat

Montabaur / Sankt Petersburg. Unter Führung der Deutschen Sportjugend, welche unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes angesiedelt ist sowie mit Förderung des Bundesinnenministeriums, konnte ein spannendes Projekt in die Wege geleitet werden. In schwierigen politischen Zeiten und Beziehungen beider Länder, möchte man versuchen, zumindest bei der Jugend gegenseitiges Verständnis für den Anderen zu wecken. Mit zahlreichen geplanten Jugendbegegnungen im Gepäck sind die Teilnehmenden der diesjährigen deutsch-russischen Partnertagung wieder aus Sankt Petersburg gelandet. Kürzlich ermöglichte die Partnertagung 20 Engagierten aus deutschen Sportvereinen, zusammen mit passenden russischen Partnern, zukünftige Begegnungen zu planen. Im Vorfeld wurden die deutschen den russischen Organisationen, mit möglichst gleichen Sportarten und ähnlichen Altersstrukturen der Jugendlichen, zugeordnet. Die Bandbreite der teilnehmenden Vereine war so vielfältig wie ihre Vertreter und Vertreterinnen. Vom kleinen Verein mit 150 Mitgliedern, in dem Fall der Basketball - Club Montabaur e. V., über große Mehrspartenvereine, bis zu einer großen Landessportjugend, waren unterschiedlichste Strukturen des organisierten Jugendsports vertreten und auch die ehrenamtlich Engagierten kamen aus diversen Aufgabenbereichen und Sportarten zusammen. Alle verfolgten jedoch das gleiche Ziel: Vereinspartnerschaften zu gründen und deutsch-russische Jugendbegegnungen durchzuführen. Auf dem Programm standen vor allem umfangreiche Informationen rund um die Planung und Durchführung einer deutsch-russischen Jugendbegegnung. Neben wichtigen organisatorischen und inhaltlichen Aspekten gab es unter anderem Workshops zu Finanzierungsmöglichkeiten und der Antragsstellung von Begegnungen. Zusätzlich zum fachlichen Input bestand vor allem auch die Möglichkeit, sich mit der jeweiligen Partnerorganisation auf persönlicher Ebene auszutauschen und schon in die konkrete Planung bevorstehender Austauschmaßnahmen einzusteigen. Darüber hinaus rundeten Besuche von einigen Universitätssportvereinen und damit verbundene Einblicke in die Sportstrukturen des russischen Studentensports sowie ein kulturelles Rahmenprogramm die Veranstaltung ab. Neben den neuen deutsch-russischen Vereinspartnerschaften ging der Blick auch schon in Richtung Zukunft der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Jugendsport. Man ist sich einig die Kooperation zwischen der dsj und der Russischen Studenten Sport Union (RSSU) weiterhin zu stärken und auch im nächsten Jahr wieder gemeinsame Projekte durchzuführen. Die Partnertagung wurde durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch – eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft gefördert. Der Vorsitzende des BBC Montabaur, Ulrich Böhmer, ebenfalls Delegierter vor Ort, zog ein durchweg positives Fazit: „Die Reise nach Russland hat sich wirklich gelohnt. Die Möglichkeit, einen solch tiefen Einblick in deren Sportsystem zu erhalten, war hoch interessant. Zudem waren die zahlreichen Begegnungen mit den Menschen dort, trotz bestehender Differenzen in manch politischem Feld, eine lohnenswerte Erfahrung. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, dass die kommende Generation die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens sowie der anderen Kultur erhält, was zum Verständnis und Abbau von Vorurteilen führen kann.“

Das Ziel, Vereinspartnerschaften zu gründen ist bei der Partnertagung gut gelungen. Foto: Privat

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