Allgemeine Berichte | 12.03.2018

Festakt zum Raiffeisen-Jahr 2018 -

200. Geburtstag von Raiffeisen: Idee machte weltweit Karriere

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Genossenschaftsidee ist aktueller denn je.“

Die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft erinnerte mit einem Festakt an den großen Reformer und Gründervater der Genossenschaften. RAIFFEISEN 2018 Organisationsbüro

Mainz. Mit rund 550 Gästen hat die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft am Sonntag im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz „200 Jahre Raiffeisen“ gefeiert. Der bedeutende Reformer und Gründervater des Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, wurde am 30. März 1818 geboren. Vor dem Festakt begingen die Gäste zunächst einen Gottesdienst in der Mainzer Christuskirche.

Eine weltweite Erfolgsstory

Beim Gottesdienst betonte Präses Manfred Rekowski den starken Glauben, aus dem Raiffeisen seine Motivation bezog. Er habe sich bemüht, Gleichheit zwischen den Menschen herzustellen . „Das Gemeinwohl, nicht der Eigennutz, ist für ihn das Ziel wirtschaftlichen Handelns“, sagte Rekowski. So habe Raiffeisen die Ideen für die Gründung von Hilfevereinen und Kreditkassen, den Gedanken der Solidarität aller Genossenschaftsmitglieder und die Ablehnung von Dividenden für die Geldgeber entwickelt . Diese Idee habe sich in armen und reichen Ländern verbreitet. „Der Genossenschaftsgedanke ist eine weltweite Erfolgsstory.“

Zum Festakt kamen zahlreiche Gäste aus der Genossenschaftswelt, aus Politik und Wirtschaft, darunter auch die zukünftige Landwirtschaftsministerin, Julia Klöckner, sowie die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz , Malu Dreyer, sagte beim Festakt : „In Zeiten von Globalisierung und Individualisierung ist die Genossenschaftsidee überzeugender und moderner denn je.“ Sie betonte die aktuelle Bedeutung von Genossenschaftsneugründungen im Wohnungsbau und bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. „Hier können wir von einer Renaissance der Genossenschaftsidee sprechen“, sagte sie. Es sei wichtig, gerade junge Menschen dafür zu gewinnen, den Genossenschaftsgedanken mit neuen Ideen und Kreativität weiterzuentwickeln. „Wir sind alle an unserer Stelle gefordert, Probleme zu lösen“, fügte sie hinzu. Die Ministerpräsidentin dankte allen, die sich für das historische Erbe von Friedrich Wilhelm Raiffeisen engagieren, insbesondere auch der Raiffeisen-Gesellschaft für die vielfältigen Aktivitäten im Jubiläumsjahr. Der Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, Werner Böhnke, würdigte Raiffeisens Wirken in seiner Festrede. „Der Pionier Raiffeisen verband Bescheidenheit mit ansteckender Tatkraft. Er packte zu und redete Klartext, wenn im Gerechtigkeitsgefüge der Menschen Dinge aus dem Gleichgewicht gerieten“ , sagte Böhnke. Dieses Erbe werde von den heutigen Genossenschaften fortgeführt. „Die rund 22 Millionen Mitglieder wissen: Genossenschaften stehen für Regionalität und Nähe, sie stehen für Transparenz, Fairness und Zukunftsfähigkeit.“ Er betonte, dass Genossenschaften den Menschen den Wert und die Bedeutung von Selbstvertrauen und Selbstverantwortung näherbringen. Dabei sei es zentral in Bildung zu investieren. „Erst Bildung macht Selbsthilfe möglich“, sagte er. Auf dem Festakt wurde auch die Raiffeisen-Tour 2018 von Journalist und Buchautor Manuel Andrack vorgestellt. Der leidenschaftliche Wanderer besucht und entdeckt zwischen März und Juni Genossenschaften in ganz Deutschland. Außerdem präsentierte Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, das Buch „Der Vordenker aus dem Westerwald – Ministerinnen und Minister über Politik, Genossenschaften und Friedrich Wilhelm Raiffeisen“ der Öffentlichkeit. Darin würdigen alle Sozialministerinnen und -minister der Länder und die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley den Reformer. Diskussionsrunden mit Vertretern von Schülergenossenschaften und mit genossenschaftlichen Gründern zeigten den nachhaltigen Einfluss von Raiffeisens Ideen und Handeln bis heute. Das Raiffeisen-Jahr 2018 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das Jubiläum für Friedrich Wilhelm Raiffeisen unter dem Motto „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“. Am 30. März 2018 jährt sich der Geburtstag des Reformers zum 200. Mal. Seine Idee bewegt weiterhin Menschen und Märkte. Die Genossenschaftsidee wurde 2016 von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied einer Genossenschaft, weltweit sind es mehr als eine Milliarde.

Pressemitteilung

Raiffeisen 2018

Organisationsbüro

(v.l.) Josef Zolk (stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft), Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Werner Böhnke (Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft).

(v.l.) Josef Zolk (stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft), Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Werner Böhnke (Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft).

Die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft erinnerte mit einem Festakt an den großen Reformer und Gründervater der Genossenschaften. Fotos: RAIFFEISEN 2018 Organisationsbüro

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