Allgemeine Berichte | 11.07.2026, 20:16 Uhr

Wiederaufbau der Kläranlage Untere Ahr schreitet voran

20.07.: Remagen-Kripp: B 266 für gebündelte Infrastrukturmaßnahmen vollgesperrt

Foto: Vanessa Strohe, LBM Cochem-Koblenz
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Remagen-Kripp. Der Wiederaufbau im Ahrtal erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Für den Neubau der Kläranlage Untere Ahr im Auftrag des Abwasserzweckverbandes Untere Ahr wird eine direkte Anbindung an die B 266 geschaffen. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 240 Millionen Euro zählt die neue Kläranlage zu den größten Wiederaufbauprojekten im Ahrtal und bildet einen wesentlichen Baustein für eine zukunftssichere Abwasserinfrastruktur.

Die neue Zufahrt wird künftig den gesamten Baustellen- und späteren Straßenverkehr direkt an die Bundesstraße anbinden. Damit wird die Ortslage Kripp dauerhaft entlastet: Zusätzlicher Schwerlastverkehr durch Wohngebiete wird vermieden. Das bedeutet weniger Lärm, mehr Verkehrssicherheit und eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität für die Anwohner.

Um diese direkte Anbindung herzustellen, ist der Bau eines Linksabbiegestreifens auf der B 266 erforderlich. Dafür muss die Bundesstraße ab dem 20. Juli 2026 für voraussichtlich drei Wochen voll gesperrt werden. Eine Herstellung unter laufendem Verkehr ist aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Arbeitsschutzes nicht möglich.

Während der Bauzeit erfolgt die Umleitung innerörtlich über die Joseph-Rovan-Allee („Südallee“) und die Mittelstraße in Remagen-Kripp. Aktuelle Informationen hierzu können auch dem Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de entnommen werden.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres haben die Stadt Remagen, der LBM Cochem-Koblenz, die Straßenmeisterei Sinzig, der Abwasserzweckverband Untere Ahr sowie das planende Ingenieurbüro die Verkehrsführung und den Bauablauf gemeinsam abgestimmt. Ziel war es von Beginn an, die unvermeidbare Sperrung so effizient wie möglich zu nutzen.

Bündelung von drei Baumaßnahmen

Dieses Ziel wurde erreicht: Neben dem Bau des Linksabbiegestreifens durch den AZV erneuert der LBM Cochem-Koblenz innerhalb der Sperrzeit auch die Fahrbahndecke der B 266; zusätzlich erfolgen notwendige Fahrbahninstandsetzungen auf dem Brückenbauwerk über die Bahn. Das Bauwerk weist bereits einen sanierungsbedürftigen Zustand auf und hätte unabhängig von der Zufahrt in absehbarer Zeit instandgesetzt werden müssen.

Somit werden drei eigenständige Baumaßnahmen in einer einzigen Sperrung zusammengefasst. Ohne diese enge Abstimmung wären für jede Maßnahme eigene Baustellen mit separaten Verkehrsführungen und weiteren Einschränkungen erforderlich gewesen. Durch die Bündelung werden zusätzliche Sperrungen in den kommenden Jahren vermieden. Gleichzeitig werden Bauabläufe effizienter gestaltet und Kosten für Verkehrssicherung, Baustelleneinrichtung und Verkehrsführung reduziert.

Die Arbeiten wurden bewusst in die Sommerferien gelegt, um insbesondere den Schülerverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. Auch die ausführenden Bauunternehmen haben ihre Bauabläufe eng miteinander abgestimmt, damit die Sperrzeit optimal genutzt und so kurz wie möglich gehalten werden kann.

Auch die kurzfristige Vollsperrung der Nordbrücke in Bonn und die dadurch veränderten Verkehrsströme wurden von allen Projektbeteiligten nochmals intensiv bewertet. Der Bauablauf wurde daraufhin erneut überprüft und weiter optimiert. Trotz der geänderten Rahmenbedingungen besteht unter den Projektpartnern Einigkeit, dass die Vollsperrung für die sichere und fachgerechte Umsetzung der Arbeiten unverzichtbar ist.

„Wir wissen, dass eine dreiwöchige Vollsperrung für viele Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Einschränkung bedeutet. Genau deshalb haben alle Beteiligten frühzeitig gemeinsam nach einer Lösung gesucht, die die Belastungen insgesamt möglichst geringhält. Die Alternative wären mehrere Baustellen mit wiederkehrenden Sperrungen in den kommenden Jahren gewesen. Stattdessen bündeln wir jetzt drei notwendige Maßnahmen in einer einzigen Bauphase. Das ist für alle Beteiligten die wirtschaftlichste und zugleich bürgerfreundlichste Lösung“, sind sich die Projektpartner einig.

Die Projektpartner bitten alle Verkehrsteilnehmer sowie die Anwohner um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Die dreiwöchige Sperrung schafft die Voraussetzungen dafür, den Wiederaufbau der Kläranlage zügig voranzubringen, die Verkehrsinfrastruktur nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig mehrere künftige Baustellen zu vermeiden. Davon profitieren die Bürger der Region langfristig.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • Vollsperrung der B 266: 20. Juli bis voraussichtlich Anfang August 2026
  • Bau des Linksabbiegestreifens zur neuen Kläranlage Untere Ahr
  • Erneuerung der Fahrbahndecke der B 266
  • Fahrbahninstandsetzung auf dem Brückenbauwerk über die Bahn
  • Durchführung während der Sommerferien zur Verringerung der Auswirkungen auf den Schulverkehr und den ÖPNV
  • Drei notwendige Baumaßnahmen werden in einer einzigen Sperrung gebündelt
  • Dauerhafte Entlastung der Ortslage Kripp vom Baustellen- und Straßenverkehr

Pressemitteilung LBM Cochem-Koblenz und AZV Untere Ahr

Foto: Vanessa Strohe, LBM Cochem-Koblenz

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