Traditionelle Baumpflanz-Aktion der Frischvermählten in Rheinbach
212 Flatterulmen markierten einen neuen Hochzeitsrekord
Rheinbach. Es ist schon Tradition, dass jungvermählte Paare, die sich im letzten Jahr vor dem Standesamt in Rheinbach das Ja-Wort gaben, zum nächsten Termin eingeladen werden, um gemeinsam einen Baum zu pflanzen. Sechsunddreißig Paare waren der Einladung gefolgt und kamen zu einem Waldstück oberhalb der Wormersdorfer Tennisplätze. Einige Paare hatten ihren Nachwuchs mitgebracht, der bei schönem Wetter seinen Spaß am Buddeln im Waldboden hatte.
Die Veranstaltung wurde in diesem Jahr zum 27. Mal durchgeführt. Als die erste Pflanzaktion für Jungvermählte im Jahre 1992 gestartet wurde, war dies auf einer Windwurffläche im Wald. Später dann viele Jahre in der Naturschutzzone an der Umgehungsstraße Richtung Rheinbach-Loch. Am Mädchengymnasium im Rheinbacher Stadtpark wurden über zwei Jahre Bäume gepflanzt. Seit 2013 wird auf der Fläche oberhalb von Wormersdorf die Pflanzaktion durchgeführt.
Bürgermeister Stefan Raetz begrüßte die Paare sowie die beiden Rheinbacher Standesbeamtinnen Martina Kiep und Christel Wendker.
Jedes Jahr wird der Baum gepflanzt, der zum Baum des Jahres gewählt wurde. Das war 2019 die „Flatterulme“, wie Stadtförster Sebastian Tölle erklärte, der die Pflanzaktion fachkundig begleitete. „Achten Sie darauf, dass die Wurzeln nach unten in die Erde und das Grün nach oben gehört“, gab Tölle als Ratschlag schmunzelnd mit auf den Weg.
Im vergangenen Jahr gaben sich 212 Paare im Rheinbacher Standesamt das Ja-Wort, darunter acht Umwandlungen von Partnerschaften in Ehebündnisse. Das war bisher die höchste Zahl an Eheschließungen in Rheinbach. Über zweihundert Bäumchen hatte der Stadtförster dementsprechend besorgt, sodass alle Paare mehrere Bäumchen pflanzen konnten. Und damit es auch für Nicht-Sachkundige einfacher war, hatten Tölle und seine Mitarbeiter bereits die Pflanzlöcher vorbereitet.
Bevor man sich auf den Heimweg machte, wurde mit einem Glas Sekt, spendiert von der Stadt Rheinbach, angestoßen und jedes Paar erhielt aus den Händen des Bürgermeisters zur Erinnerung eine Urkunde.
