Allgemeine Berichte | 08.10.2019

DRK-Auslandshilfeteam im KV Ahrweiler - Hilfsgütertransport

22 Tonnen Hilfsgüter für die Ukraine

Der nächste Transport findet Anfang Januar 2020 statt

Das Transportteam vor der Abreise.Foto: privat

Weibern. Vor Kurzem führte das DRK-Auslandshilfeteam des Kreisverbandes Ahrweiler einen weiteren Hilfsgütertransport nach Luts‘k in die Ukraine durch.

Mit vier Transporteinheiten, darunter einem privat gesponserten Sattelzug, beladen mit insgesamt 12 Pflegebetten, 10 Matratzen, 265 Kopfkissen, 10 Fahrrädern, 2 Rollstühlen, 10 Rollatoren, 1 Bettpfannen- Waschmaschine, 1 Industriewäschetrockner, 3 Elektroherden, diversen medizinischen Kleingeräten, 1 Tonne Holzschutzlasur, 10 Bürotischen, 130 Kartons Erwachsenen- Windeln (zum größten Teil gestiftet vom Medi-Center-Mittelrhein in Koblenz), 11,8 Tonnen Bekleidung, 1,5 Tonnen Bettwäsche machte sich das Auslandshilfeteam auf die Reise. Es wurden 1 LKW 7,5 t mit 10 t- Anhänger, 1 LKW 7,5 t mit 2,0 t PKW-Tandem-Anhänger, 1 Sattelzug, 40 t, und ein MTW mit Pkw-Tandem-Anhänger 2,0 t eingesetzt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich, außer dem Sattelzug, um DRK-eigene Fahrzeuge.

Die Fahrt führte die 8-köpfige Mannschaft über Görlitz, Breslau, dann südlich von Lodz, durch Radom um Lublin herum an die polnisch-ukrainische Grenze und dann weiter über Kovel nach Luts‘k, der Hauptstadt des Oblast Wolhynien. Die Fahrtstrecke beträgt etwa 1.600 km.

Krankenhaus in Kamin-Kashursk

Während des Aufenthalts besuchte das Team zunächst ein Krankenhaus in Kamin-Kashursk im Norden von Wolhynien. Dort fehlt es an gynäkologischen Behandlungsstühlen. In der Nähe wurde anschließend eine Schule im Dorf Rakiv Lis besucht, wo man dem Team stolz von ihm gelieferte Schultafeln zeigte. Die Schulkinder gaben zum Abschluss ein Konzert, worauf das Team dann Süßigkeiten und Kappen verteilte. Da zwei Teammitglieder auch Angehörige der Feuerwehr sind, wurde in Luts’k ein Standort der ukrainischen Berufsfeuerwehr besucht, um sich zu informieren, wie diese organisiert ist. Dort wurde der Feuerwehr gebrauchte deutsche Feuerwehrkleidung übergeben und weitere Unterstützung angeboten. Zum wiederholten Male wurden das Gebietskrankenhaus und die Geburtsklinik in Kovel besucht. In beiden Häusern erkannte das Team von ihm gelieferte Pflegebetten wieder. In Luts’k besuchte das DRK eine kürzlich eröffnete Geburtshilfe- Klinik. Auch hier fand man gelieferte Pflegebetten wieder. Es mangelt allerdings noch an Einrichtungsteilen sowie an Einwegmaterialien, um ca. 3.000 Geburten im Jahr gemäß Konzept zu bewältigen.

Sanatorium „Lisova Pisnia“

Den letzten Tag verbrachte man im Sanatorium „Lisova Pisnia“ nördlich von Shats’k. Bei einem Gespräch mit der Landespräsidentin des Roten Kreuzes in Wolhynien, Valentina Pryshko, ließ man vor allem den diesjährigen Besuch der 20 ukrainischen Waisenkinder und Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen Revue passieren. Wie bei jedem Aufenthalt war das aktuelle Programm so gestaltet, dass Einrichtungen besucht wurden, in denen ehemals mitgebrachte Güter zu sehen sind und um den Bedarf an Hilfsgütern zu ermitteln. Der Aufenthalt vor Ort dauert meistens sechs Tage.

Ausblick

Das Auslandshilfeteam führt künftig jährlich drei Transporte nach Luts’k in die Ukraine durch. Die Transporte nach Bosnien und Herzegowina ruhen zurzeit, da die Zollgebühren den finanziellen Rahmen sprengten. Für die Koordination aller Transporte zeichnen Werner Borchert, vom DRK- Kreisverband Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 97 80 15 und Bernd Schricker, Ortsvereinsvorsitzender des DRK Weibern und verantwortlicher Leiter der Auslandshilfe im DRK- Kreisband Ahrweiler, Tel. (0 26 55) 25 36. Die gesammelten Güter werden in einem Lager in Ahrbrück, welches die Brohler Wellpappe kostenlos zur Verfügung stellt, zwischengelagert.

Ein weiteres Lager befindet sich in Kempenich. Aus logistischen Gründen werden die Spender von Bekleidung gebeten, diese in Kartons zu verpacken, damit sie im Lager und beim Transport fachgerecht gestapelt werden können. Etwa fünf Tage vor dem Transport werden die Güter bis auf wenige Ausnahmen auf DRK-eigene Lkw und Anhänger verladen. Die Spender der Güter können nach vorheriger Absprache diese zum DRK-Ortsverein Weibern bringen. Falls dies jedoch nicht möglich ist, können die Güter, ebenfalls nach vorheriger Absprache, beim Spender abgeholt werden. Der nächste Transport findet Anfang Januar 2020 statt.

Pressemitteilung

DRK- Auslandshilfeteam

im KV Ahrweiler

Das Transportteam vor der Abreise.Foto: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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