Allgemeine Berichte | 28.03.2025

Kollision mit Eisenbahnbrücke: Rettungskräfte proben den Ernstfall auf dem Wasser

220 Einsatzkräfte trainieren Katastrophenszenario auf dem Rhein

Die Einsatzkräfte mussten zunächst Feuerwehrpersonal und Sanitäter auf das beschädigte Schiff bringen. Fotos: Feuerwehr VG Weißenthurm / Detlef Schneider

VG Weißenthurm. Ein Schiffsunfall stand im Mittelpunkt der Großübung „Undine“, die von der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm organisiert wurde. Neben allen Einheiten der VG-Feuerwehr beteiligten sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie die Polizei an dem Trainingseinsatz. Auch VG-Bürgermeister Thomas Przybylla verfolgte die Übung vor Ort.

Den Auftakt bildete die Einrichtung eines großen Bereitstellungsraumes für Einsatzkräfte aus verschiedenen Bereichen der Notfallvorsorge. Während Führungskräfte in einer Besprechung die Rahmenbedingungen der Übung erhielten, informierten mobile Lautsprecheranlagen die Bevölkerung in Urmitz über das bevorstehende Szenario.

Das Übungsszenario: Ein Fahrgastschiff kollidiert mit der Kronprinz-Wilhelm-Brücke in Urmitz. Der Aufprall macht das Schiff manövrierunfähig, doch dem Schiffsführer gelingt ein Notankermanöver in Richtung Urmitzer Werth. Bei dem Vorfall erleiden 27 Personen Verletzungen unterschiedlicher Schweregrade. Die Feuerwehreinheiten der VG, das DRK mit seinem Rettungsdienst Rhein-Mosel Eifel, die DLRG Andernach und Ahrweiler sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein und die Wasserschutzpolizei Andernach arbeiteten zusammen, um die Rettung zu koordinieren.

Rund 220 Einsatzkräfte nahmen an der Großübung teil, die nach der mythologischen Wassergeistfigur „Undine“ benannt wurde. Die Übungsleitung lag bei Marco Ihrlich, stellvertretender Wehrleiter der VG-Feuerwehr, und Torsten Schnack, Wehrführer der Einheit Weißenthurm. „Unser Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdiensten, WSA und Polizei zu trainieren“, erklärte Ihrlich. Zudem wurden interne Abläufe überprüft und die Abstimmung mit der Berufsschifffahrt sowie der Wasserschutzpolizei geübt.

Die Einsatzkräfte mussten zunächst Feuerwehrpersonal und Sanitäter auf das beschädigte Schiff bringen, um die Verletzten zu sichten und zu versorgen. Rund 30 Mimen – darunter viele Kinder und Jugendliche – stellten realistisch geschminkt verschiedene Verletzungen dar.

Bürgermeister Przybylla zeigte sich beeindruckt von der professionellen Zusammenarbeit: „Es ist beruhigend zu wissen, dass unsere Einsatzkräfte für den Ernstfall bestens vorbereitet sind.“ Er lobte den Einsatzwillen der Beteiligten und dankte Feuerwehr, DRK, DLRG und Polizei für ihr Engagement. Auch VG-Wehrleiter Arnd Lenarz zog ein positives Fazit: „Die Übung verlief reibungslos und war ein voller Erfolg.“ Besonders die Zusammenarbeit mit DRK und DLRG sei wertvoll gewesen und habe wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze geliefert.

Einigkeit herrschte unter den Beteiligten: Große Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Die Großübung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen im Feuerwehrgerätehaus Urmitz/Rhein. BA

Feuerwehr, DRK, DLRG und Polizei übten für den Ernstfall.

Feuerwehr, DRK, DLRG und Polizei übten für den Ernstfall.

Rund 30 Mimen – darunter viele Kinder und Jugendliche – stellten realistisch geschminkt verschiedene Verletzungen dar.

Rund 30 Mimen – darunter viele Kinder und Jugendliche – stellten realistisch geschminkt verschiedene Verletzungen dar.

Kollision mit Eisenbahnbrücke hieß das Szenario.

Kollision mit Eisenbahnbrücke hieß das Szenario.

Die Einsatzkräfte mussten zunächst Feuerwehrpersonal und Sanitäter auf das beschädigte Schiff bringen. Fotos: Feuerwehr VG Weißenthurm / Detlef Schneider

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Gesundheit im Blick // Allgemeine Augenheilkunde
Gläser
Jakobsmarkt Remagen 2026
Immobilienanzeige
Neueröffnung Physiotherapiepraxis IMPACT
Betriebsferien
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.Foto: privat
15

Es gibt eine Rubrik der kuriosen Feiertage, die im Internet abrufbar ist und für jeden Tag im Jahr eine Vielzahl interessanter oder auch nur amüsanter Feiertage auflistet. Für den 28. Juli wird in dieser Liste der Tag des Kaffeesatzes ausgewiesen, der bundesweit seit 2021 begangen wird. Ob es sich wirklich um einen Feiertag handelt oder nicht doch um einen initiierten Gedenktag, da nicht alle Kaffee trinken , das sei dahingestellt.

Weiterlesen

Die Innenstadt war stets gut besucht.
53

Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
„La Dolce Mayen“ am 30. Juli in der Mayener Innenstadt
2189

Mayen. Mediterrane Atmosphäre, stimmungsvolle Musik und entspanntes Einkaufen: Unter dem Motto „La Dolce Mayen“ präsentieren „geMYnsam – Die INNENSTADTmacher“, MY-Gemeinschaft, Brückenstraßengemeinschaft zusammen mit der Stadt Mayen im Rahmen der Eventreihe „Schöner langer Donnerstag“ am 30. Juli von 17 bis 22 Uhr einen italienisch inspirierten Sommerabend in der Mayener Innenstadt.

Von Zoe Mertz aus Mayen

Weiterlesen

Foto: Polizei
3520

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen