Spannende Tage mit internationalem Flair und Weltmusikkonzert
24 Länder – EIN Glaube
Internationales Fest der Begegnung am Pilgerhaus in Schönstatt
Vallendar. Bunte Fahnen, duftendes Essen, vielfältige Musik. Ein farbenfrohes, multikulturelles Fest, wie es herzlicher nicht hätte sein können, fand am letzten Wochenende rund um das Pilgerhaus in Vallendar statt. An zwei Tagen wurden Kulturen und Nationen auf einem Fest vereint und mithilfe von Tanz, Gesang und internationalen Speisen konnte eine außerordentliche Völkerverständigung stattfinden. Alles begann 2007 mit einem Afrika-Festival ausgerichtet von der Pilgerzentrale Schönstatt. Aber den Schwestern wurde schnell klar, dass Schönstatt mehr ist, als nur Afrika. Das ganze Jahr über kommen Menschen aus der gesamten Welt von überall her, um nach Schönstatt zu pilgern. Diese Nationen sollten alle auf einem Fest vereint werden. Es ist möglich, andere Kulturen und Bräuche zu verstehen, auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, so lautet die Hauptintention der Schönstätter Schwestern. Menschen aus verschiedenen Nationen sollen sich begegnen und einander auf unterschiedlichste Weisen kennenlernen. Eine Fülle an kulinarischen Köstlichkeiten war nur der Anfang zahlreicher Traditionen. Besonders die südamerikanischen Länder standen im Vordergrund. Menschen aus Brasilien und Chile fanden den Weg in die Klosterstadt. Aber auch ganz andere Nationen waren vertreten. Etwa 24 Nationen trafen an der Pilgerkapelle aufeinander. Doch all jene Menschen, die das außergewöhnliche Angebot rund um das Pilgerhaus annahmen, wohnen in Deutschland. Zwar pilgern im Jahr viele Menschen aus aller Welt nach Vallendar, aber zu diesem Anlass genügten auch jene, die in Deutschland ein neues Heimatland fanden. Durch dieses Fest wurde einem erst richtig bewusst, wie facettenreich dieses Land doch ist, weil viele Kulturen und Nationen hier Platz finden und die deutsche Kultur mit südländischem Brauchtum bereichern. Ein großes Programm wurde an beiden Tagen dargeboten, welches aus verschiedenen Tänzen und einigen Musikstücken bestand. Den Anfang machten „Vozes da Paz“, eine katholische Musikgruppe aus Köln, die aus der portugiesisch-sprachigen Gemeinde besteht. Sie stimmten ihr Publikum gut auf das folgende Programm ein. Darauf folgte „Capoeira“, eine brasilianische Kampfsportart. Alle Besucher durften mitmachen und erleben, wie Sport in anderen Ländern aussieht. Philippinische Tänzerinnen ließen den Platz mit ihren bunten Gewändern erstrahlen. Aber auch Schönstatt präsentierte sich, indem sechs Jugendliche, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr dort abhielten, von ihren Erfahrungen berichteten. Den Schluss des Tages machte das Koblenzer Konzertorchester mit einem großen Weltmusikorchester.
Am Sonntagmorgen fanden sich alle Nationen in der Pilgerkirche ein, wo Bischof Dr. Stephan Ackermann aus Trier einen international gestalteten Gottesdienst zelebrierte. Mit dem Musikverein Simmern fand ein internationales Mittagessen statt, welches ebenso vielfältig war, wie die Besucher des Tages. Nachdem eine afrikanische Gruppe aus Luxemburg mit Trommeln und Gesang eine weitere Kultur präsentierte, wiederholte sich das Programm des Vortags, damit jeder Besucher, egal an welchem Tag er kam, das gesamte Kulturspektrum des Fests der Begegnung erleben konnte. Für die kleinen Gäste wurde ebenfalls viel geboten. Vom Kinderschminken, über Riesenseifenblasen, bis hin zum Ponyreiten konnte man alles machen, was das Kinderherz begehrt. Und wenn dann einmal der kleine Hunger über einen kam, wurde dem mithilfe der Popcornmaschine entgegengewirkt.
Menschen von überall her, in unterschiedlichen Gewändern, mit unterschiedlichen Hautfarben und Sprachen, sie alle kamen zur Pilgerkirche, um miteinander zu feiern. Da tanzte ein Deutscher mit einem Afrikaner, eine Brasilianerin mit einer Philippinerin, Klein und Groß bewegten sich zu den Klängen der Musik. Vielleicht verstanden sie nicht genau, was der gegenüber sagte, weil die Sprache eine andere war, doch glaubten sie alle das Gleiche und feierten in Frieden.
Mit ihren bunten Tüchern versprühten die Afrikanerinnen den Flair ihres Landes.
Mit bunten Ständen stellten die verschiedenen Nationen ihre Kultur dar.
Statt Kindern liefen Tiger und Schmetterlinge auf dem Platz herum. Kinderschminke machte es möglich.
