Allgemeine Berichte | 22.10.2019

15. Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Remagen

24 Stunden voller Einsatz

Kinder und Jugendliche trainierten die unterschiedlichsten Notfall- und Rettungsszenarien

Der Feuerwehrnachwuchs machte sich mit den Einsatzfahrzeugen und ihrer Ausrüstung vertraut. Fotos: AB

Remagen. „Kleine Helden, große Ziele“, unter diesem Motto fand der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Remagen von Samstag- bis Sonntagmorgen statt. Wie ein klassischer Arbeitstag bei der Berufsfeuerwehr aussieht, das konnten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Remagen hautnah erleben. Unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Dirk Schorn, dessen Stellvertreter Yannik Moser sowie den Betreuern Janis Goeckler, Thomas Monschau, Felix Gadsch und Sören Frank fand bereits zum 15. Mal der 24-stündige Berufsfeuerwehrtag für die Feuerwehrnachwuchskräfte statt. Neben den zahlreichen Einsätzen aller Art kamen aber auch der Dienstsport, die Ausbildung und natürlich der Spaß nicht zu kurz.

Um 10.30 Uhr am Samstagmorgen ging es los. Die Jugendfeuerwehrmitglieder erhielten ihren Dienstplan und wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppenführer, Angriffstrupp, Wassertrupp – alle Positionen wurden fest vergeben, und anschließend überprüften die jungen Feuerwehrleute Ausrüstung und Fahrzeuge. Bereits vor dem Mittagessen gingen die ersten Einsätze ein. Ein Rohrbruch mit viel Wasser im Keller musste beseitigt und ein brennender Container gelöscht werden.

Nach einer gemeinsamen Stärkung im Gerätehaus zur Mittagszeit, die durch die Karnevalsgruppe Schorn zubereitet worden war, folgten weitere Einsätze und Übungen, wobei die Brandklassen und das Vorgehen mit einem Feuerlöscher gezeigt und geübt wurde. Weitere Einsätze wie „Person hinter verschlossener Tür“, ein Verkehrsunfall mit Verletzten, Rauchmelderalarm durch Essen auf dem Herd sowie ein Mülleimerbrand mussten von den Jugendlichen abgearbeitet werden.

Maschinenbrand mit Verletzten

Der umfangreichste Einsatz kam um 18.45 Uhr. Bei der Firma Evo Products im Gewerbegebiet in Remagen wurde eine unklare Rauchentwicklung aus dem Gebäude gemeldet. Die Nachwuchswehrleute rückten mit einem Tanklöschfahrzeug, einem Mannschaftstransportwagen, einem Mehrzweckfahrzeug und dem Kommandowagen aus. Staffelführer Kevin Rollheiser und Gruppenführer Kevin Schindler hatten nach der Erkundung die Lage mit ihren Mannschaften voll im Griff. Eine Maschine war in Brand geraten, und es gab drei verletzte Arbeiter. Zur Versorgung der Verletzten forderte der Einsatzleiter das DRK an. Mit „Atemschutzgeräten“ – speziellen Attrappen für die Jugendlichen – gingen zwei Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Rasch waren die verletzten Personen, gemimt von ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, gefunden und aus dem Gefahrenbereich gerettet. Die Verletzten mussten anschließend versorgt werden. Die Brandwunden hatte die Schminkgruppe der DLRG realistisch dargestellt. Auch der Einheitsführer der Feuerwehr Remagen und dessen Stellvertreter, Dirk Henkel und Guido Lenz, ließen sich die Übung der Nachwuchskräfte nicht entgehen.

Nach getaner Arbeit gab es für die jungen Feuerwehrleute eine deftige Stärkung vom Grill. Bis in die späten Abendstunden rückten die Jugendfeuerwehrleute noch mehrmals zu Einsatzübungen aus. Nach einer langen Nacht wurde am Sonntagmorgen gemeinsam gefrühstückt, und für den letzten Einsatz waren alle wieder bei Kräften.

Generationswechsel erfolgt

Nach 24 Stunden zog Dirk Schorn zufrieden Bilanz. „Nach 15 Jahren hat ein Generationswechsel stattgefunden. Die Jugendfeuerwehrleute von damals sind nun in der Einsatzabteilung aktiv. Der Berufsfeuerwehrtag ist stets einer der Glanzpunkte im Kalender der Jugendfeuerwehr. Die Durchführung ist nur möglich, weil uns zahlreiche Helfer unterstützen“, so der Jugendfeuerwehrwart.

Mitglied in der Jugendfeuerwehr können alle Jugendlichen zwischen zehn und sechzehn Jahren werden. Interessierte können sich bei Dirk Schorn, Tel. (01 71) 2 66 01 36, oder Yannik Moser, Tel. (01 76) 22 84 05 78 melden. Infos gibt es auch unter www.feuerwehr-remagen.de. AB

Auch der Einsatz unter Atemschutz wurde trainiert.

Auch der Einsatz unter Atemschutz wurde trainiert.

Der Feuerwehrnachwuchs machte sich mit den Einsatzfahrzeugen und ihrer Ausrüstung vertraut. Fotos: AB

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