Mendiger Kultevent begeisterte Jung und Alt
25 Jahre Sünderbänkchenfest
Die Nachbarn ließen es ein letztes Mal richtig krachen
Mendig. Nachdem zum großen Bedauern zahlreicher Fans das vor 25 Jahren ins Leben gerufene Mendiger Sünderbänkchenfest unter dem Motto „Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören“ im Jahr 2013 zum letzten Mal gefeiert wurde, ließen die Obersünder und Hauptorganisatoren Franz Weiler und Wolfgang Kranz die bei Jung und Alt beliebte Tradition mit Kultstatus nun anlässlich des 25-jährigen Jubiläums noch einmal aufleben.
Gemeinsam mit circa 25 Helferinnen und Helfern aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis hatten die freundschaftlich verbundenen Nachbarn Kranz und Weiler weder Kosten noch Mühen gescheut, um ein für alle Besucher unvergessliches Fest auf die Beine zu stellen. Schließlich war ihr erklärtes Ziel, mit dem Jubiläumsfest einen glanzvollen Schlusspunkt hinter viele gelungene Jahre „Sünderbänkchenfest“ zu setzen und es noch einmal so richtig krachen zu lassen.
Rekordverdächtige Besucherzahlen
Da sie allen Altersklassen etwas bieten wollten, haben sie sich ein Rahmenprogramm ausgedacht, das – nach Aussage von Wolfgang Kranz – bereits um 15 Uhr so viele Besucher wie noch nie anlockte. Egal ob es sich um eine Hüpfburg, Kronkorken-Dart, Kinderschminken oder um eine Rundfahrt mit den „Tschernobyl-Trikern“ durch Mendig handelte – die Kids amüsierten sich einfach prächtig. Für die Schleckermäuler gab es ein mit köstlichen Torten bestücktes Kuchenbüffet und frisch gebrühten Kaffee, sodass sich auch die Erwachsenen in dem herrlich geschmückten Hof Weiler gemütlich auf einen langen Abend beziehungsweise eine lange Nacht einstimmen konnten. Bereits in den frühen Abendstunden strömten zahlreiche Gäste bei herrlichem Wetter in den Brunnenpfad Nr. 4 und als der mit hunderten Lichtern illuminierte Hof in festlichem Glanz erstrahlte, gab es kaum noch ein freies Fleckchen in dem wohl einmaligen Ambiente des Hofes. Während die Getränke an den zwei Bierbuden und in den beiden Bars in Strömen flossen, gaben sich auf der Bühne Melanie Junglas, de Schlooffmötschen, Wolfgang Portz und nicht zuletzt der „singende Busfahrer“ Bernd Sonntag die Ehre, wobei Letzterer mit seiner bekannten Elvis-Nummer ebenso wie alle anderen Akteure des Abends für eine Bombenstimmung sorgte.
Selbstverständlich war auch am Abend für das leibliche Wohl durch den Inhaber des Mendiger Intermarktes, Alexander Filser, bestens gesorgt. Und wer schon immer einmal davon träumte, sich in einer Stretchlimousine durch Mendig chauffieren zu lassen, der konnte sich diesen Luxus gegen ein geringes Entgelt leisten.
Die Anfänge des Sünderbänkchenfestes
Dass das von Franz Weiler und Wolfgang Kranz 1994 in dem rustikalen Ambiente des ehemaligen Bauernhofs Weiler am Niedermendiger Brunnenpfad ins Leben gerufene Nachbarschaftsfest sich einmal als Stimmungsgarant etablieren würde, hätte damals niemand für möglich gehalten. Seinen Namen verdankt das Sünderbänkchenfest einer schlichten Bank, auf der die beiden „Obersünder“ Franz Weiler und Wolfgang Kranz einst beisammen saßen und bei einem guten Getränk darüber philosophierten, ein Fest mit allen Freunden, Nachbarn und Bekannten zu feiern. Neben ihrem Sünderbänkchen hatten die beiden bekennenden Katholiken Franz Weiler und Wolfgang Kranz vor einigen Jahren an der Stelle eines ehemaligen „Mai-Altärchens“ einen Ehrenplatz für die Statue der Heiligen Anna Selbdritt errichtet, welcher inzwischen um eine Gebetsstätte aus Basalt erweitert wurde und den kirchlichen Segen erhielt. Da es sich – nach Aussage der beiden Gastgeber Weiler und Kranz – bei der Heiligenfigur um ihre „persönliche Schutzpatronin“ handelt, fühlten sie sich motiviert, den Erlös ihrer Feste einem guten Zweck zukommen zu lassen. Außerdem erinnern in einer lauschigen Gartenlaube eine Namenstafel und einige Portraits an die noch lebenden und die inzwischen verstorbenen Ehrenkruginhaber.
„Ich möchte nicht wissen, wie viele Hektoliter Bier hier in den vergangenen Jahren getrunken wurden“, so ein sichtlich ergriffener Besucher, der nach eigener Aussage seit vielen Jahren Stammgast beim Sünderbänkchenfest war. Ähnlich reagierten auch die unzähligen Besucher, als bei dem gemeinsam intonierten Hit „Sierra Madre“ ca. 500 Wunderkerzen abgebrannt wurden. „Es war – bis auf einen kurzen Zwischenfall – ein tolles Fest, das von einer Superstimmung geprägt war“, freuten sich die beiden Gastgeber Wolfgang Kranz und Franz Weiler, die ebenso wie die zahlreichen „Fans“ ganz sicher noch oft an das unverwechselbare Ambiente des in seiner Art wohl einmaligen Sünderbänkchenfestes zurückdenken werden. FRE
Der „singende Busfahrer“ Bernd Sonntag sorgte mit seiner bekannten Elvis-Nummer ebenso wie alle anderen Akteure des Abends für eine Bombenstimmung.
In dem von unzähligen Lichtern illuminierten Hof feierten hunderte Besucher bis in die frühen Morgenstunden.
Nicht nur die Kids, sondern auch ihre Eltern hatten großen Spaß bei einer Rundfahrt mit den Tschernobyl-Trikern.
In einer lauschigen Gartenlaube erinnern eine Namenstafel und einige Portraits an die noch lebenden und inzwischen verstorbenen Ehrenkrug-Inhaber.

Es war immer nur einfach schön !!!
Vielleicht überlegt ihr es euch ja noch mal, muss ja nicht jährlich stattfinden vielleicht alle 2 Jahre