Freundschaftskreis Wassenach - Sommepy
25-jähriges Jubiläum gefeiert
Wassenach. Die Gemeinden Wassenach und Sommepy-Tahure haben unlängst ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Zu Beginn der 1990er Jahre begann die gemeinsame Geschichte mit der Spurensuche des verstorbenen Heimatforschers Werner Müller. Er forschte damals nach dem Schicksal einiger Wassenacher Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg (1914–1918), die in der
Region Champagne-Ardennes in Frankreich gefallen waren. Dabei machte er die Bekanntschaft von Michel Simus aus Sommepy-Tahure, den die gleiche Leidenschaft für die Geschichte der Heimat antrieb wie Müller. Aus dieser Verbindung entstand dann letztendlich die 1993 offiziell bekundete Dorfpartnerschaft zwischen Wassenach und Sommepy.
Im Laufe der Jahre sind viele Wassenacher nach Sommepy gefahren und haben dort an zahlreichen Veranstaltungen und Festen als Vertreter ihres Dorfes teilgenommen. In ähnlicher Weise waren auch die Franzosen gern gesehene Gäste in Wassenach. So besuchten die Junggesellen aus Sommepy regelmäßig die Beach Party.
In den 25 Jahren sind viele Freundschaften entstanden und neben den jährlichen offiziellen Veranstaltungen finden viele private Treffen untereinander statt. Auf deutscher und französischer Seite haben sich bereits 1993 Vereinigungen gegründet, die bei der Organisation der offiziellen Treffen helfen und den deutsch-französischen Kontakt pflegen. In Wassenach ist dies der Freundschaftskreis Wassenach - Sommepy und in Sommepy das Comité du jumelage.
Am letzten Maiwochenende richtete Wassenach das 25-jährige Jubiläum aus. Die Gäste aus Sommepy wurden dazu am Restaurant Vulkan-Waldfrieden empfangen. Bei schon fast tropischen Temperaturen besuchte man nach dem Mittagessen das Kloster in Maria Laach . Hier hatte der Freundschaftskreis Führungen der Teilnehmer in der Abtei organisiert.
Abends fand in der Klieburg Halle ein Jubiläumsfest statt. Hierzu waren neben den Vereinen, die Vertreter der Gemeinde und alle Bürger eingeladen. Bei abwechslungsreichen Programmpunkten mit der Wassenacher Tanzgruppe Maxifunken, Jonglage mit Kebrom und dem Fanfarenzug Wassenach verging die Zeit wie im Fluge. Für die die musikalische Untermalung sorgte Claus Huckriede in souveräner und gekonnter Art.
Der Sonntag begann mit einer stimmungsvollen Wortgottesfeier, die von mehreren Aktiven des Freundschaftskreises zweisprachig gestaltet wurde.
Nachmittags fand wieder in der Klieburg Halle ein Zusammentreffen bei Kaffee und Kuchen statt. Bürgermeister J. Bell hatte es sich nicht nehmen lassen, bei der Feier eine Rede zu halten. Darin betonte er die Wichtigkeit der Europäischen Union, der Verbindung der Völker untereinander und des gegenseitigen Austauschs. Nur so lerne man die Menschen in einem anderen Land kennen und verstehen. Als Präsent überreichte er dem Bürgermeister der Gemeinde Sommepy, Herrn Olivier Soudant, eine Flasche des berühmten Niederzissener Rathauströpfchens. Ortsbürgermeister M. Sattler ging in seiner Rede weiter bis zu den fürchterlichen Kriegen in Europa zurück. Auch er betonte die Notwendigkeit des gegenseitigen Kontakts und dadurch entstehenden Vertrauens gerade in Zeiten, in denen wieder nationalistische Töne lauter werden. Er übergab den Gästen 3D Modelle des Lydiaturms und der Bauernfiguren vor der Halle.
Die Kinder des Kindergartens Pusteblume sangen anschließend ein deutsch-französische Lied und tanzten dazu. Diese Aufführung fand bei allen Zuschauern viel Zuspruch. Danach wurde die offizielle Torte zum Jubiläum gemeinsam angeschnitten und an die Gäste verteilt. Im Laufe des Nachmittags hatten alle Gelegenheit viele Geschichten miteinander auszutauschen oder auch die Fotoalben aus 25 Jahren Partnerschaft und Freundschaft in Ruhe anzuschauen.
Zum Abschluss bedankte sich die Präsidentin des Comité du jumelage Laurence Soudant für die schöne gemeinsam verbrachte Zeit, verbunden mit der Hoffnung, dass auch neue Familien den Sprung wagen, an den Begegnungen mit Menschen des anderen Landes teilzunehmen. Der Sprecher des Freundschaftskreis Rolf Renn pflichtete ihr bei. Daneben lobte er die tolle Unterstützung durch die vielen Helfer. Nur so könne ein solch umfangreiches Programm erstellt und erfolgreich durchgeführt werden.
Dann war es wieder so weit und die Gäste mussten den Rückweg nach Frankreich antreten. Nach vielen herzlichen Umarmungen und Verabschiedungen brachen die Gäste in Richtung Heimat auf.
Bernard Soudant, Ortsbürgermeister Sommepy zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung, und Agnes Müller, Witwe von Werner Müller, schneiden gemeinsam die Festtagstorte an.
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